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topplus Reportage

Schweinehalter: Energie nicht mit Negativem verschwenden

Julius Aundrup wurde mitten in der Krise Betriebsleiter. Die letzten drei Jahre haben ihn viel Gelassenheit gelehrt.

Lesezeit: 2 Minuten

"Ich habe den Betrieb 2020 vollständig von meinen Eltern übernommen. Verrückt ist, dass ich seitdem schon durch längere Täler gegangen bin, als meine Eltern in ihrer ganzen aktiven Zeit“, sagt Julius Aundrup. Der Sauenhalter aus Senden in Nordrhein-Westfalen hat sich seine positive Einstellung trotz „Krisenstart“ erhalten. „Wenn man jeden Monat sieht, wie viel Geld vom Konto verschwindet, wird einem anders“, sagt er.

Statt sich auf die wirtschaftliche Lage zu versteifen, versuchte er, den Fokus auf die biologischen Leistungen zu legen. „Gute Tageszunahmen in der Ferkelaufzucht, niedrige Umrauschquoten im Deckzentrum: Ich habe mich gefreut, dass wir gut unterwegs waren“, sagt er. Auch die Beziehungen mit den Zulieferern halfen dabei, bei Ferkelpreisen von 18 € nicht den Blick nach vorn zu verlieren. „Man darf nicht vergessen, dass wir langfristig denkende Unternehmer sind, dann findet man gemeinsam eine Lösung“, sagt er.

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Einen großen Expansionskurs plant Aundrup aktuell nicht. „Ein paar Tipps und Ideen für Investitionen außerhalb der Landwirtschaft habe ich mir angesehen, aber ich möchte lieber noch den Betrieb optimieren und dann sehen, wo die Reise hingeht“, sagt er.

Pünktlich Feierabend

Privat hatte die Krisenzeit für den Sauenhalter kaum Auswirkungen. „Ich habe vielleicht weniger im Internet eingekauft“, sagt er lachend. Doch neben der Hofübernahme stand auch die Familiengründung an. Dem zweifachen Vater ist es wichtig, jeden Tag pünktlich Feierabend zu machen.

„Ich fange um halb sieben im Stall an und mache nachmittags Feierabend, damit noch genug Zeit für die Familie da ist“, sagt er. Selbes gilt für die beiden Mitarbeiter und den Azubi. „Vormittags geben alle 110 %, nach dem Mittagessen stehen dann ruhigere Aufgaben an“, sagt er.

Und wenn er sich nach dem Arbeitstag doch einmal runterkühlen muss? „Dann fahr ich zum Baumarkt, geh’ laufen oder telefoniere mit Leuten, die nicht auf einem Hof wohnen“, sagt er.

In die Zukunft blickt er weiterhin optimistisch: „Ich glaube, wer bis jetzt durchgehalten hat, der wird auch weitermachen. Irgendwann kommen wieder bessere Zeiten."

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