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Tipps: So sparen Sie Heizenergie im Schweinestall

Energie ist knapp und extrem teuer. Fünf Tipps von Rolf Feldmann (LWK NRW), wie Sie Schwachstellen im Schweinstall auf die Spur kommen und den Verbrauch von Heizenergie optimieren.

Lesezeit: 4 Minuten

Unser Autor: Rolf Feldmann, Energieberater Landwirtschaftskammer NRW

Wenn die Temperaturen draußen sinken, steigt der Energiebedarf im Stall. Damit die Heizkosten nicht aus dem Ruder laufen hier fünf Tipps, wie Sie Schwachstellen im Betrieb aufdecken und Heizenergie einsparen.

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1. Regelmäßige Wartung

Für einen effektiven Betrieb der Heizungsanlage ist eine regelmäßige Wartung Pflicht – am besten jährlich. Denn jeder Millimeter Schmutzschicht in den Brennern kann den Wirkungsgrad der Anlage um bis zu 4 % drosseln und den Energieverbrauch in die Höhe treiben. Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sollten Sie bei wassergeführten Heizungssystemen zudem einen hydraulischen Abgleich vom Fachmann durchführen lassen. Dabei überprüft der Heizungsbauer den Querschnitt und die Durchflussmengen der Leitungen, damit durch alle Heizstränge die richtige Wassermenge fließen kann.

Vor Beginn der Heizperiode sollten Sie zudem Lüftungsregler und andere Steuerungsteile der Heizung kontrollieren. Passen Sie spezielle „Winterparameter“ wie den Einschaltpunkt und Regelbereich an den aktuellen Bedarf an. Wichtig ist zudem eine ausreichend starke Heizleistung. Versuche der LWK NRW haben gezeigt, dass es effizienter ist, den Stall vor dem Einstallen einen halben Tag bei 40 °C (30 kW Kanone, Verbrauch 9 kg Propangas) als zwei Tage bei 30 °C aufzuheizen (15 kW Konvektor, Verbrauch 23 kg Gas).

2. Fühler abgleichen

Ein falsch angebrachter oder nicht funktionierender Fühler regelt mit fehlerhaften Vorgaben. Das lässt die Kosten für Wärme und Strom steigen. Mit einem Thermometer können Sie den Fühler abgleichen. Treten Abweichungen über 2 °C auf, sollten Sie den Fühler neu kalibrieren lassen oder ihn am besten ersetzen. Idealerweise hängen Temperaturfühler möglichst niedrig im Tierbereich.

Achten Sie darauf, dass die Schweine den Fühler nicht zerstören können und dass er nicht in der Nähe von Heizelementen, Fenstern oder im Zuluftstrom hängt. Gerade bei Abteilen mit Kleinklimazonen wie in der Ferkelaufzucht sollte für die Heizung ein Fühler unter der Abdeckung angebracht werden und ein zweiter für die Raumluftregelung.

3. Lüftung anpassen

Eine schlechte Abstimmung zwischen Heizung und Lüftung führt zu hohem Wärme- und Stromverbrauch. Ein großzügiger Regelbereich von mindestens 4 – 5 °C verhindert, dass die Lüftung die teuer erwärmte Luft sofort wieder abführt. Achten Sie v. a. bei Abteilen mit kontinuierlicher Belegung darauf, die Vorraum- bzw. Gangtemperaturen nicht zu hoch zu fahren und passen Sie die Mindestluftrate an den Belegungsgrad an. Eine ruhigere Klimaregelung ist nicht nur energiesparender, sondern auch vorteilhaft für die Tiergesundheit.

4. Gasgebläse checken

Beim Einsatz von Gaskanonen ist es wichtig, dass sich die erwärmte Luft gleichmäßig im Abteil verteilt. Dabei sollte der Austrittswinkel der Warmluft, der oft bei 25° liegt sowie die maximale Wurfweite von ca. 20 bis 40 m beachtet werden. Bei langen bzw. tiefen Abteilen sollte die Gaskanone mittig hängen. Zur besseren Warmluftverteilung bietet sich dann ein T-Stück an, das vor der Kanone hängt.

Achten Sie bei Gasgebläsekonvektoren darauf, dass sie die Warmluft gut verteilen. Überprüfen Sie die Klappen und checken Sie, ob Rohre undicht sind. Häufig benutzte Kupplungen bei mobilen Gasgebläsen können Sie mit Leckage-Spray kontrollieren, um undichte Stellen ausfindig zu machen.

5. Ferkelnest abdecken

Bei Ferkelnestern wird oft auf eine Abdeckung verzichtet, damit man die Ferkel besser im Blick hat. Wärme, die über die Nester in das Abteil entweicht, frisst jedoch nicht nur Heizenergie, sondern treibt auch die Lüftung und damit die Stromkosten hoch. Vor allem elektrische Infrarotlampen über dem Ferkelnest tragen erheblich zu hohen Energiekosten bei. Sie können aber durch Abdeckungen effizienter und kürzer eingesetzt werden. Dadurch lassen sich bis zu 30 % Energie einsparen – je nach Leistung der Lampe und Strompreis kann dies bis zu 1 € pro Tag und Ferkelnest ausmachen!

Abgedeckte Ferkelnester schaffen ein Mikroklima für die Ferkel und erlauben kühlere Abteiltemperaturen. Das fördert auch das Wohlbefinden der Sauen. Viele Stalleinrichter haben Abdeckungen zum Nachrüsten im Programm. Eine gute Abdeckung sollte klappbar sein und über Schürzen bzw. überlappende Lamellen verfügen, die in Richtung Boden reichen. Ein durchsichtiger Bereich im Deckel erleichtert die Tierkontrolle. Und bleibt doch mal eine Abferkelbucht frei und kann die Nestheizung nicht separat abgestellt werden, ist es empfehlenswert, das Ferkelnest mit Isolierplatten abzudecken.

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