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topplus Neue ASP-Risikoampel

ASP: Wie groß ist das Risiko in Offenställen?

Wie lassen sich Schweine im Offenstall vor der Afrikanischen Schweinepest schützen? Die neue „ASP-Risikoampel Offenställe“ hilft, Schwachstellen in der Biosicherheit aufzudecken und zu beheben.

Lesezeit: 3 Minuten

Offenställe liegen voll im Trend. Sie sind gesellschaftlich erwünscht, weil sie den Schweinen mehr Tierwohl bieten. Denn die Tiere kommen in Kontakt mit dem Außenklima und können zwischen verschiedenen Funktionsbereichen wählen. Die offene Bauweise stellt jedoch auch besondere Anforderungen an den Seuchenschutz. Das gilt insbesondere für die Afrikanische Schweinepest (ASP).

Deshalb hat die Uni Vechta in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und 28 Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Behörden und Praxis das neue Onlinetool „ASP-Risikoampel Offenstall“ entwickelt. Das mit Mitteln des „Ökoaktionsplan Hessen“ finanzierte Projekt wurde am 15.02.24 im hessischen Landwirtschaftszentrum Eichhof präsentiert. Gut 120 Interessierte waren der Einladung des Verbunds Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) und des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt (HMLU) nach Bad Hersfeld gefolgt.  

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Kostenloser, anonymer Onlinecheck

Mit dem von Dr. Maria Gellermann (trafo:agrar) vorgestellten Onlinetool können die Besitzer von Offenställen die Biosicherheit ihres Betriebes innerhalb von etwa einer Stunde selbst checken. Die Anwendung ist kostenlos und anonym, nichts wird gespeichert. Die Checklisten berücksichtigen alle aktuell gültigen Rechtsvorgaben – auf deutscher ebenso wie auf EU-Ebene – sowie Expertenwissen und Erfahrungen aus der aktuellen ASP-Bekämpfung.

In insgesamt 113 Fragen werden alle relevanten Aspekte zur Lage des Betriebes, Abschirmung des Stalls und Schwarz-Weiß-Trennung bis hin zu den alltäglichen Arbeitsabläufen gecheckt. Anschließend erfolgt die Auswertung. Das Programm weist auf bestehende Lücken bei der Biosicherheit hin und gibt Tipps, wie sich die Lücken schließen lassen. Das Ergebnis kann heruntergeladen und ausgedruckt werden. Eine Kurzfassung kann man als Nachweis für die Veterinärbehörden nutzen.

Alle bisherigen Erfahrungen zusammengeführt

„Wir brauchen für tiergerechte Haltungsformen eine sichere Perspektive – auch in ASP-Zeiten“, betonte Dr. Barbara Grabkowky, die Leiterin des an der Uni Vechta angesiedelten Verbunds trafo:agrar. In der neuen Risikoampel habe man alle Erfahrungen aus bisherigen Checklisten sowie den drei praxiserprobten Risikoampeln für die aviäre Influenza, konventionelle Haltungen und Haltungssysteme in der Schweiz zusammengeführt.

„Das Ampelkonzept ist der richtige Weg, um aktuelles Wissen um die Biosicherheit in die Praxis zu bringen“, war auch Hessens Landestierschutzbeauftrage Dr. Madeleine Martin überzeugt. Allerdings dürften die Bemühungen im Umgang mit der ASP nicht bei vorbeugenden Maßnahmen enden, stellte Praktiker Dr. Jens van Bebber vom Verein zur Förderung der Offenstallhaltung von Schweinen e.V. klar, der diesen Stalltyp selbst in der Grafschaft Bentheim bewirtschaftet. Ebenso wichtig sei, endlich Lösungen für die Vermarktung von Schweinen aus ASP-Sperrzonen heraus zu entwickeln! 

Neugierig geworden? Hier gelangen Sie zur neuen ASP-Risikoampel für Offenställe: www.risikoampel.uni-vechta.de

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