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Schwachstellen in Schweinemastbetrieben analysieren

Das in dem Projekt "PigsAndMore" entwickelte Beratungstool will Schwachstellen im Maststall erkennen und das Tierwohl verbessern. Dr. Katharina Dahlhoff (LWK NRW, Haus Düsse) berichtet über die Ergebnisse.

Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Katharina Dahlhoff ist Leiterin des Sachbereichs Digitalisierung und Projekte im Versuchs- und Bildungszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf. Sie hat in dem Projekt "PigsAndMore" mitgearbeitet. Im Interview berichtet sie über das Schwachstellenanalysetool zur Berurteilung des Tierwohls in Schweinemastbetrieben.

Worum geht es beim Projekt „PigsAndMore“?

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Dahlhoff: Die Tierhaltung steht zunehmend in der Kritik. Ziel des Projekts ist es, ein praxisnahes, digitales Beratungstool zur Beurteilung des Tierwohls in Schweinemastbetrieben zu entwickeln. Die erste Projektphase, die von Dr. Astrid van Asten von der Landwirtschaftskammer NRW in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn betreut wurde, ist inzwischen abgeschlossen.

Wie funktioniert das ­Beratungstool?

Dahlhoff: Landwirtschaftliche Berater können mithilfe einer App direkt im Maststall umfangreiche haltungs- und managementbezogene Daten erfassen. Dazu gehören z. B. die Fütterungs- und Haltungssysteme, die Klimaführung, die Wasserversorgung und das Beschäftigungsmaterial. Außerdem können sie die Tiergesundheit beurteilen, indem sie z. B. den Zustand von Schwanz und Ohren oder das Auftreten von Hautläsionen und Lahmheiten bonitieren. Fotos und ­Videos in der App unterstützen sie bei der Beurteilung.

Wie verarbeitet das System die Daten?

Dahlhoff: Das Programm analysiert die erfassten Tierwohlindikatoren und deckt Schwachstellen auf. Anschließend gibt die Anwendung konkrete Handlungsempfehlungen für die Optimierung von Haltung und Management. Diese bekommt der Landwirt als To-do-Liste.

Ist die Anwendung schon in der Praxis im Einsatz?

Dahlhoff: Wir haben das ­System bereits in einigen Schweinemastbetrieben getestet und erproben es ­derzeit weiter. Im Moment untersuchen wir, wie gut sich die Tierwohlindikatoren in der Praxis erfassen lassen.

Welche weiteren Anwendungsbereiche gibt es?

Dahlhoff: Das System eignet sich derzeit vor allem für die Erfassung von Parametern in wissenschaftlichen Untersuchungen. Langfristig kann „PigsAndMore“ auch in Audits sowie in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Darüber hinaus arbeiten wir zurzeit an einer Version für die betriebliche Eigenkontrolle. Die Eingabemaske ist dabei stark komprimiert und soll Landwirten helfen, die Haltungsbedingungen in ihrem Betrieb ­einfach zu dokumentieren.

Kommen solche digitalen Systeme in der Tierhaltung künftig stärker zum Einsatz?

Dahlhoff: Digitale Bewertungssysteme sowie Systeme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, können die tägliche Arbeit im Stall ­sinnvoll unterstützen. Durch die unmittelbare Auswertung der Daten können Landwirt und Berater zeitnah Verbesserungsmaßnahmen einleiten. Das ist z. B. bei der Früh­erkennung von Schwanzbeißen sehr hilfreich. Allerdings ist die Entwicklung dieser Systeme sehr komplex und an weitere Fördermaßnahmen gebunden. Deswegen dauert es noch, bis sie für Praxisbetriebe nutzbar sind.

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