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Schwenk der Fleischbranche: Deutsches Schweinefleisch bzw. 5xD hat (k)einen Mehrwert

Einige Fleischunternehmen wie Simon oder Danish Crown streichen den „Deutschland-Bonus“, also 5xD, wieder von ihren Produkten. Andreas Beckhove kommentiert den Sinneswandel.

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Kommentar von Andreas Beckhove zu der Entscheidung einiger Firmen, die deutsche Herkunft beim Schweinefleisch nicht mehr weiter zu verfolgen.

Es wäre zu schön gewesen: Der LEH kauft nur noch Fleisch von Tieren, die in Deutschland geboren wurden und belohnt das Prädikat 5xD mit höheren Preisen. Und zu Anfang des Jahres sah es tatsächlich so aus als könne die Rechnung aufgehen. Fast in ganz Deutschland gab es für ITW-Schweine mit deutscher Geburt 1 bis 3 Cent Zuschlag pro kg. Nicht viel, aber immerhin.

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Doch jetzt kommt die Wertschöpfungskette Schwein in der harten Marktrealität an. Der Verbraucher kauft in der Krise zögerlich und vor allem günstig. Der LEH versucht mit Rabattaktionen bei Standardware die Umsätze zu stabilisieren. Bio und Haltungsform 3 liegen wie Blei im Regal und auch 5xD scheint kaum einen Verbraucher zu interessieren.

Wie Schönwetter-Lippenbekenntnisse klingen vor diesem Hintergrund die Aussagen der LEH-ler vom Jahresanfang: „Wir bekennen uns zu 5xD, um deutschen Tierhaltern eine Perspektive zu geben!“ Pustekuchen! In der Krise denkt jeder vor allem an sich.

Dieser Egoismus deckt schonungslos auf, was wirklich funktioniert. Bei rund 40 Mio. deutschen Ferkeln und einen geschätzten Bedarf von 25 Mio. Mastschweinen im LEH, reichen die Mengen schlicht aus. Symbolische Zuschläge gibt es vor allem dort, wo Schlachtunternehmen Angst um ihren „Rohstoff“ haben. Das ist in Süddeutschland so, aber auch bei den großen Schlachtunternehmen, die mit Überkapazitäten kämpfen.

Klar ist: Im Tagesgeschäft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Das erleben wir gerade leidvoll beim Thema Energie. Deshalb haben deutsche Schweinehalter nur zwei Stellschrauben. Entweder das Angebot sinkt noch weiter oder es gelingt den Bedarf von 5xD zu steigern.

Was wir jetzt brauchen ist erstens eine klare Kennzeichnung, die jeder Verbraucher sofort versteht, und zweitens eine flächendeckenden Pflicht zur Herkunftskennzeichnung im LEH, bei Verarbeitungsprodukten und im Außer-Haus-Verzehr. Während Özdemir bei diesem Thema auf Brüssel wartet, preschen Österreich, Frankreich und Schweden mit nationalen Pflichtkennzeichnungen vor. Der Minister opfert so täglich die Existenz deutscher Schweinehalter. Absicht und Gleichgültigkeit? Beides wäre schlimm.

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