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topplus DBV-Veredlungstag

Umbau der Tierhaltung ist politisches Stückwerk

Kann der Umbau der Tierhaltung noch gelingen? Mit den bisherigen Gesetzeswerken auf keinen Fall, so die scharfe Kritik von DBV-Präsident Joachim Rukwied an der Arbeit der Ampel-Regierung.

Lesezeit: 3 Minuten

„Wir Bauern können noch mehr Tierwohl, aber dafür brauchen wir vollumfängliche politische Konzepte anstelle von lückenhaftem Stückwerk, das lediglich zur Verdrängung unserer heimischen Tierhaltung ins Ausland führt“, betonte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, in seinem Eingangsstatement zum DBV-Veredlungstag 2023 am Dienstag in Cloppenburg.

Dazu gehören für ihn vor allem:

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  • das Einbeziehen der Sauenhaltung in die Haltungsformkennzeichnung,
  • eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch,
  • Änderungen im Immissionsschutzrecht
  • sowie ein tragfähiges Finanzierungskonzept.

„Nach wie vor steigen täglich Betriebe aus der Schweinehaltung aus. Kaum einer investiert noch in neue Ställe“, mahnte Rukwied.

Frust bei Schweinehaltern

Wie weit das politische Bekenntnis zu einer zukunftsfähigen Tierhaltung in Deutschland und die tatsächliche Gesetzgebung auseinanderliegen, verdeutlichte DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier.

Es sei völlig inakzeptabel, wenn das BMEL entgegen den Verlautbarungen des Ministers mehr oder weniger offen eine politische Agenda zur Halbierung der Tierhaltung in Deutschland verfolge.

Kein Vertrag? Kein Umbau!

„Die Schweinehalter stehen zur Weiterentwicklung der Tierhaltung – im Einklang mit gesellschaftlichen Anforderungen. Die Veränderungen müssen aber in einem angemessenen zeitlichen Rahmen erfolgen und unter Berücksichtigung des Wettbewerbs im EU-Binnenmarkt,“ so Beringmeier. Außerdem mangele es an Absatzsicherheit für teurer produziertes Tierwohlfleisch. Den Frust seiner Berufskollegen kann der Veredlungspräsident deshalb verstehen: „Ohne Vertrag würde ich auch nicht in höhere Haltungsformen investieren.“

Auswirkungen auf ländlichen Raum

Wenn sich aber familien- und mehrfamiliengeführte Unternehmen, die seit Generationen Tierhaltung betreiben, für immer verabschieden, gehen damit letztendlich auch Wertschöpfung und Einkommen für die vor- und nachgelagerten Betriebe und den ländlichen Raum verloren.

Das belegte Sven Guericke vom Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) mit Zahlen: „Im schlimmsten Fall – angenommen die Schweinehaltung ginge um 40 % zurück – könnten hier im nord-westlichen Niedersachsen bis zu 30.000 Arbeitsplätze und 3 Mrd. € an Bruttowertschöpfung verloren gehen.“

Die Zahlen stammen aus dem TRAIN-Projekt, das Transformationsszenarien der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen untersucht und noch bis Ende des Jahres läuft. Solche Abhängigkeiten in der Wertschöpfungskette würden gerade noch völlig außer Acht gelassen, bedauerte Guericke.

Bei den Futtermittel- und Schlachtunternehmen ist der Trend bereits jetzt zu spüren, sodass sie ihre Kapazitäten anpassen müssen. Das bestätigten Bernd Schmitz, Geschäftsführer Nutztiere bei der Agravis Futtermittel GmbH, und Dr. Stephan Kruse, Business Development Director Farming bei Vion.

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