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Kverneland Enduro Pro im top agrar-Grubbertest

Starker Aufschlag: Der Kverneland Enduro Pro punktete im top agrar-Grubbertest mit seiner soliden Konstruktion und der hydraulischen Einstellung – die Ergebnisse im Detail.

Lesezeit: 6 Minuten


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Inhaltsverzeichnis







Wie sich der Enduro Pro in das Grubber-Programm von Kverneland einfügt

Kverneland stellte auf der Agritechnica 2019 den Enduro vor, der dem Grubber CLC folgte. Im Gegensatz zum Vorgänger hat der Enduro einen um 50 mm verkürzten Balkenabstand sowie eine erhöhte Auslösekraft der Steinsicherung. Es gibt zwei verschiedene Versionen: den Enduro und den Enduro Pro, der eine Parallelogrammanlenkung des Nachläufers sowie der Einebnungselemente bietet und damit eine 5 cm größere Arbeitstiefe erreicht.

Den Enduro gibt es starr in 3 m Breite und klappbar mit 4 m, 4,5 m und 5 m Arbeitsbreite. Alternativ zum Nachläufer ist der Grubber auch mit Tasträdern und Striegel erhältlich. Kverneland produziert den Enduro im Werk in Frankreich.

Wie der Kverneland Enduro Pro aufgebaut ist

Der Rahmen besteht klassisch aus Quadratrohren. Verarbeitung und Schlauchverlegung sind gut. Auf dem Rahmen sammelt sich kaum Schmutz. Nur an den Einebnungsscheiben bleibt etwas mehr Erde liegen.

Der geschraubte Anbauturm gefiel uns im Vergleich am besten. Er bietet sowohl die Kat. 2 als auch die Kat. 3. Die verdrehgesicherten Unterlenkerbolzen haben zwei Positionen, der Oberlenker zwei feste Bohrungen und ein Langloch. Kleiner Wermutstropfen beim Oberlenker: Da der lange Bolzen zwei Durchmesser für Kat 2 und Kat 3 hat, muss man für Kat. 2 eine lose Hülse aufstecken. Die LED-Beleuchtung gehört zur Serienausstattung.

Mit welchen Zinken der Kverneland Enduro Pro den Boden bearbeitet

Die zehn Zinken verteilen sich auf die drei Balken im 3-3-4-Muster. Der Grubber erreicht mit einem gleichmäßigen Strichabstand von 28,3 cm eine Arbeitsbreite von nur 283 cm. Der Balkenabstand ist mit 75 cm hingegen der größte im Test, ebenso die Rahmenhöhe von 87 cm.

Die Version mit Abscherschraube ist an den Rahmen geschweißt. Die wartungsfreie, automatische Steinsicherung Triflex 700 ist auf den Rahmen geklemmt. Die Überlastsicherung arbeitet als einzige im Test mit einem Kverneland-typischen Blattfederpaket. Laut Hersteller liegt die Auslösekraft bei 690 daN. Wir haben eine Kraft von 755 daN gemessen. Diese fällt in 5 cm Höhe auf 735 und in 10 cm Höhe auf 637 daN ab. Die Auslösekräfte sind die höchsten im Vergleich, damit passt der Kraftverlauf.

Die Aushubhöhe beträgt maximal 27 cm. Die Grindeln bestehen aus einem 70x40-er wärmebehandelten Rechteckrohr. Dadurch sollen die Zinken bei einem Fremdkörper elastisch etwa 7 cm nach links und rechts ausweichen können. Im Test blieben die Zinken immer zuverlässig im Boden.

Wie der Kverneland Enduro Pro den Boden einebnet

Standardmäßig montiert Kverneland Nivellierzinken. Im Test trat der Enduro Pro hingegen mit einem Scheibensatz (395 € Aufpreis) an. Der Nachläufer führt die acht Scheiben. Über zwei Spindeln mit guter, aber schwer einzusehender Skala lassen sich die Einebnungsscheiben über ein kleines Parallelogramm in der Höhe justieren. Das ist jedoch nur sehr selten nötig, da in der Pro-Version auch der Nachläufer über ein großes Parallelogramm mit dem Hauptrahmen verbunden ist.

Über zwei Schraubverbindungen ließe sich der Winkel der Scheiben einstellen. Das haben wir aber nicht benötigt. Die Einebnung war auch so sehr gut. Die Scheiben sind allesamt über Gummiwülste gegen Überlast gesichert. In der Mitte sind je zwei Scheiben an einem Halter montiert. Die Randscheiben sind einzeln aufgehängt. Sie lassen sich in drei Höhen (± 2 cm) anschrauben. Eine Anpassung war im Test nicht nötig.

Während man die Randscheiben normalerweise manuell auszieht, waren beim Testgrubber zwei Hydraulikzylinder (741 €) integriert. Diese beiden Zylinder sind gut geschützt im Rohr platziert. Da es keinen Mengenteiler gab, fuhren die Randscheiben ungleichmäßig aus. Ein einstellbarer Anschlag begrenzt den Weg. Nachteil: Für eine Änderung der Position muss man die Scheiben etwas einfahren, absteigen und den Anschlag verstellen. Vorteil der Lösung: Die Randscheiben lassen sich auf beiden Seiten unterschiedlich einstellen und die Position wird „gespeichert“.

Wie der Kverneland Enduro Pro die Arbeitstiefe hält

Die einfache Enduro-Version hat eine direkte Anbindung der Walze an den Rahmen, die sich hydraulisch verfahren lässt. Hierbei muss man auf jeder Seite Clips an den Zylindern einschwenken. Wir empfehlen die Pro-Ausführung mit dem im Parallelogramm montierten Nachläufer. Damit lässt sich auch während der Fahrt die Arbeitstiefe hydraulisch einstellen. Die Skala ist gut sichtbar und abgestuft, leider nur aufgeklebt. Kverneland montiert hier in Zukunft aber ein gelasertes Blech.

Kverneland bietet sechs verschiedene Walzen an. Im Einsatz hatten wir die Actiflexwalze mit einem Durchmesser von 56 cm mit 14 Ringen à 60 mm Breite. Diese geschraubten Ringe liegen lose in vier Haltern. So können sie sich um eine Vierteldrehung bewegen und federn. Federstreicher sorgen für eine weitere Einebnung. Die Elemente erzeugen ein feinkrümeliges Saatbett. Unter sehr feuchten Bedingungen kommt die Walze jedoch an ihre Grenzen.

Mit welchen Scharen der Kverneland Enduro Pro arbeitet

Das 60 mm-Standardschar ist als Wechselspitze ausgeführt. Zusätzlich gibt es das 70 mm breite, geschraubte Tiger Point-Schar mit Hartmetallplatten. Die größte Auswahl hat Kverneland mit dem Schnellwechselsystem Knock-On, das auch am Testgrubber montiert war. Es lässt sich nachrüsten. Schare mit 80, 150, 250 und 320 mm Breite lassen sich mit einem Hammer und mitgelieferten, keilförmigen Werkzeug von vorne auf den Scharhalter (optional mit Karbidplättchen) aufschlagen. Dieser ist auf der Grindel verschraubt. Beim Grubbern keilt sich das Schar dann richtig fest. Mit dem Keil und Hammer lässt sich die Spitze wieder abschlagen.

Nachteilig bei dieser Lösung ist, dass sich der Scharhalter im Erdstrom befindet. Allerdings sind die Wechselzeiten sehr schnell. An der Grindel lassen sich 320 mm breite Flügel anschrauben, welche es seit kurzem auch mit Hartmetallplatten gibt. Sie lassen sich zusammen mit den geschraubten, wie auch mit dem Knock-On-System fahren. Die Leitbleche waren bei uns abwechselnd gewendelt (164 €). Standard sind einfache 60 mm breite Grindelschoner.

Welche Erfahrungen das Testteam mit dem Kverneland Enduro Pro gemacht hat

Mit den 320 mm breiten Knock-On-Gänsefußscharen arbeitete der Enduro bei einer Tiefe von 2 bis 4 cm ganzflächig und schnitt alle Stoppeln ab. Der Zugkraftbedarf lag im mittleren Bereich, wie der Amazone.

Beim zweiten Stoppelstrich setzten wir die 150 mm breiten Schare ein. Hier war der Zugkraftbedarf etwas geringer als bei den anderen. Die Durchmischung lag auf gleichem Niveau. Doch es waren etwas größere Erdklumpen zu erkennen. Alternativ lassen sich auch die 80-er Schare mit Flügel einsetzen.

Bei der 25 cm tiefen Bearbeitung lag er gleichauf mit den anderen. Kverneland gibt den Enduro Pro mit 35 cm Tiefe an. Maximal konnten wir den Grubber mit neuen Spitzen auf 40 cm Tiefe sacken lassen. Im Maisstroh war das Bild identisch zum Amazone und Horsch.

Insgesamt hat Kverneland mit dem Enduro Pro einen sehr guten Grubber auf die Beine gestellt, mit dem wir gerne losgefahren sind. Die Einstellungen sind schnell erledigt. Das Scharprogramm ergänzt Kverneland zurzeit noch. Die Steinsicherung gefiel uns.

In Grundausstattung kostet der Enduro mit Rohrstabwalze 11.885 €. Der Enduro Pro (13.534 €) liegt mit Steinsicherung (3.987 €), Actiflexwalze (2.909 €), Einebnungsscheiben, hydraulischen Randelementen und drei Scharsätzen bei 23 997 €.

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