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Novag präsentiert 9 m Direktsaatmaschine T-ForcePlus 950 auf Raupe

Auf der Agritechnica zeigt der französische Sämaschinenhersteller Novag seine neue T-ForcePlus 950 sowie eine speziell für Süddeutschland abballastierte T-ForcePlus 250. Wir haben die Details.

Lesezeit: 8 Minuten

Anlässlich der Agritechnica vom 12. - 18. November in Hannover präsentiert Novag seine bisher größte Direktsaat-Maschine mit 9 m Arbeitsbreite. Die neue T-ForcePlus 950 soll den Zielkonflikt zwischen großer Schlagkraft, minimalem Bodendruck und hohem Schardruck für die Direktsaat lösen.

Dank Raupenlaufwerk soll die Maschine bodenschonend unterwegs und je nach Bodenart flexibel ballastierbar sein. Das 9 m Gerät erreicht mit bis zu 48 Säscharen (18,75 cm Reihenabstand) und Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 12 km/h Leistungen von fast 10 ha/h.

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Die Nachfrage nach Direktsaat-Technik dieser Dimension kommt vor allem von großen Ackerbaubetrieben in Osteuropa, Skandinavien, Kanada, USA, Ozeanien und Afrika.

Neue Dimensionen

Für die T-ForcePlus 950 hat Novag den Rahmen verstärkt, er ist jetzt doppelt klappbar. Das 9 m-Gerät kommt so auf Transportmaße von 3 m Breite und 3,95 m Höhe. Im ausgeklappten Zustand stützen zwei zusätzliche Räder den Rahmen im äußeren Bereich und verteilen das Gewicht gleichmäßig über die komplette Arbeitsbreite. Dies sorgt laut Hersteller in Kombination mit einem neuen Raupenfahrwerkskonzept für Laufruhe an der Oberfläche und Präzision in der Tiefe.

Der Saatgut-/Düngertank wurde vergrößert, neu designt und weiter vorne positioniert als bei den kleineren Modellen. Dadurch verbessere sich die Traktion der Zugmaschine und der Tank sei für Kalibrierung und Befüllung besser zugänglich, heißt es. Im Standard fasst er 7.700 l und lässt sich dank einer flexiblen Mittelwand nach Bedarf in die Volumina 3.650 l/4.050 l oder 5.000 l/2.700 l aufteilen. Optional stehen zwei Zusatztanks mit jeweils 350 l für weitere Saatgüter und Granulate zur Verfügung. Das Zusatzvolumen lässt sich bei Bedarf dem hinteren Haupttank zuschlagen.

Die Novag T-ForcePlus 950 kommt auf eine Länge von 9,5 m und wiegt bei einem Reihenabstand von 25 cm bzw. 36 Säscharen leer 18 t. Jedes Säschar verlangt im Schnitt 10 PS Zugkraft. Der kleinste mögliche Reihenabstand mit dann 48 Säscharen beträgt 18,75 cm, so dass die neue Novag T-ForcePlus 950 einer Zugkraft von 360 PS und mehr bedarf.

Flexibel einsetzbar

Durch ihr kompaktes Baukonzept leistet die Maschine auch in vorbereiteten Böden gute Arbeit. Wird hingegen konsequent in einem Direktsaat-System gearbeitet, ist der Boden fest und verlangt hohe Schardrücke. Für diesen Fall lässt sich die Novag T-ForcePlus 950 bei Bedarf um bis zu 6.400 kg aufballastieren.

Neues Raupenlaufwerk

Bei voller Ballastierung erreicht sie mit 48 Säscharen ein Leergewicht von 26 t. Um diese Last möglichst bodenschonend im Feld zu verteilen, hat die neue Direktsaat-Maschine ein robustes Raupenlaufwerk mit sehr flachem Stollenprofil und einer Aufstandsfläche von 2 x 1,3 m² bekommen, das den Boden dank einer speziellen Federung selbst bei Wendemanövern nicht schädigt. Das Federungskonzept soll flexibel auf die Belastung reagieren, indem es die Spannung der Laufbänder verändert. Für europäische Märkte gibt es das Raupenfahrwerk bald auch mit Bremsanlage.

Das Raupenfahrwerk und die Stützräder führen die Säschiene laut Novag trotz großer Arbeitsbreite und hoher Arbeitsgeschwindigkeit gleichmäßig und ruhig über den Boden.

Doppeltes Gebläse für schweres Saatgut

Für eine präzise Saatgutablage vor allem schwerer Saaten wie Bohnen oder Erbsen braucht es gleichzeitig eine leistungsstarke Saatgutdosierung und - verteilung. Luftstrom, Verteil- und Leitungssystem wurden entsprechend angepasst. So hat die Novag TForcePlus 950 ein doppeltes Gebläsesystem mit nach oben teleskopierbaren Verteilerköpfen bekommen, die den Gutstrom der Saatkörner verbessern.

Herzstück des neuen 9 m-Modells ist das Novag TSlotPlus Scharsystem mit der automatischen Schardruckregelung IntelliForcePlus. Es soll für eine präzise Saatgutablage im Boden sorgen, ohne diesen wesentlich zu bewegen. 90 % der Bodenbedeckung blieben während der Aussaat ungestört, heißt es.

Das speziell geformte Säschar schneidet ein umgekehrtes „t“ in den Boden. Eine gezackte Scheibe schneidet Aufwuchs oder Stoppel und öffnet den Boden. An der Schneidscheibe liegen zwei getrennte Säschuhe, die die Saatrille freiräumen. Sie verfügen jeweils über einen Auslass, über den wahlweise Saatgut oder Dünger im optimalen Abstand voneinander platziert werden. Die t-Form der Säschuhe und nachlaufende schräge Andruckrollen garantieren einen optimal geschlossenen Saat-Schlitz. Damit habe das abgelegte Saatgut selbst bei Trockenheit immer Bodenkontakt.

Bei allen Geräten lässt sich die Saattiefe individuell von 1 bis 10 cm einstellen und die Säschare sind ab Werk für die Flüssigapplikation (Dünger, Komposttee, Fermente, etc.) vorbereitet.

Einfache Bedienung

Dank des hohen Schardrucks von bis zu 500 kg je Säschar soll das T-SlotPlus-Scharsystem selbst bei schwierigen Direktsaat-Bedingungen mit starkem Biomasseaufwuchs und hartem Boden immer eine optimale Saatgutablage garantieren und liefere mit der automatischen Schardruckregelung IntelliForcePlus selbst bei ungeübten Fahrern immer top Arbeitsergebnisse, versprechen die Franzosen.

Zudem sind jetzt alle Novag-Direktsaat-Geräte auf Kundenwunsch Isobusvorbereitet, so dass sich die Gerätefunktionen wie beispielsweise Applikationskarten zur teilflächenspezifischen Aussaat bequem über das Schlepperterminal steuern lassen.

Auf dieser neuen Plattform bietet Novag ab sofort auch das 8 m Modell, die T-ForcePlus 850, an. In Arbeit ist auch schon ein 10 m Gerät, die T-ForcePlus 950X.

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Neues Modell Novag T-ForcePlus 250 für Süddeutschland

Ebenfalls auf der Agritechnica zu sehen ist die neue TForcePlus 250 mit variablen Arbeitsbreiten zwischen 2 und 3 m. Mit bis zu 12 Scharen schließt sie die Lücke zwischen den Modellen T-ForcePlus 150 (1 bis 2 m, maximal 8 Schare) und T-ForcePlus 350 (3 m, maximal 18 Schare).

Süddeutschland, Österreich und der Schweiz im Fokus

Die 250 ist als kompaktes Gerät speziell für kleinstrukturierte Landwirtsbetriebe in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt. Es eignet sich genauso für die Eigenmechanisierung wie für Maschinengemeinschaften, so der Hersteller. „Wir erleben ein steigendes Interesse an Direktsaat und Konservierender Landwirtschaft seitens dieser Familienbetriebe – egal ob für den Ackerbau oder das Grünland. Sie beklagen vor allem starke Ertragsschwankungen und erkennen den Zusammenhang zwischen Boden- und Tiergesundheit“, erklärt Cedric Köster, Customer Success Manager, Novag GmbH, Deutschland.

Ballast abwerfen können

Die dortigen Herausforderungen sind neben kleinen Schlägen und Hanglagen schwere Böden, die bei Trockenheit im Frühjahr hart und Herbst in der Regel nass und wenig tragfähig sind. Hier braucht es kompakte Direktsaattechnik, die im Herbst nicht zu viel Gewicht aber im Frühjahr ausreichend Schardruck mitbringt.

Auch die 250 verfügt über das T-SlotPlus-Säscharsystem. Die Technik muss mit dichten Mulchschichten und z.T. harten Böden zurechtkommen. Sie ist entsprechend robust gebaut. Das Scharsystem soll selbst bei starken Ernterückständen mit 12 km/h störungsfrei arbeiten.

Das Novag T-SlotPlus System greift nur minimal in den Boden ein. 90 % der Bodenbedeckungen bleiben während der Aussaat ungestört. Das schützt ihn vor Austrocknung und senkt den Unkrautdruck deutlich, verlangt aber, abhängig von der Bodenhärte und Intensität des Biomasseaufwuchs, hohe Schardrücke von bis zu 500 kg bzw. eine vergleichsweise hohe Geräte-Ballastierung. Gewichtsschwankungen erwünscht

Leichtere Version für Süddeutschland

Die bisherige Novag T-ForcePlus 350 bietet ihr Gewicht (6,5 t leer mit 12 Scharen) und ihre Arbeitsbreite (3 m) betreffend keine Flexibilität und ist mit ihren Abmaßen von 6,5 m Länge, 2,9 m Höhe und 4200 l Tankvolumen für diese Betriebe überdimensioniert. Die neue Novag T-ForcePlus 250 hingegen bringt in der größten Ausführung mit ebenfalls 3 m Arbeitsbreite und der maximalen Anzahl von 12 Scharen leer nur etwas mehr als die Hälfte (3,6 t) der Novag T-ForcePlus 350 auf die Waage und kann so selbst bei nassen Bedingungen im Herbst säen.

Bei harten Bodenbedingungen im Sommer lässt sich die Achse nach Bedarf um bis zu 1,95 t aufballastieren. Dazu stehen insgesamt 39 Gewichtsplatten à 50 kg zur Verfügung, die sich direkt auf der Achse und oberhalb der Reifen stapeln und verschrauben lassen.

Die Novag T-ForcePlus 250 hat einen kleineren Tank (1.600 l Saatgut + 700 l Dünger) und eine kleinere Bereifung bekommen. Sie ist um 1,2 m kürzer, entsprechend wendig und ihr reicht eine Traktorleistung von 70- 120 PS. Ihre reduzierte Bauhöhe (2,6 m) bei niedrigerem Schwerpunkt ist vor allem am Hang von Vorteil, weshalb Novag sie ebenso zur Zwischenfruchtaussaat in Obst- oder Hopfenplantagen als auch in der kleinsten Ausführung mit 2 m, abhängig vom Rebzeilenabstand, im Weinbau sieht.

Bei der neuen Novag TForcePlus 250 kann der Kunde die Arbeitsbreite zwischen 2 und 3 m und die Anzahl der Schare frei wählen, jedoch sind maximal 12 Schare möglich. Wie bei allen anderen Modellen auch stehen ab Werk Reihenabstände von 16,67 cm, 18,75 cm und 25 cm zur Auswahl und die Saattiefe lässt sich individuell von 1 bis 10 cm einstellen.

Alle Novag-Modelle sind serienmäßig mit der automatischen Schardruckregelung Novag IntelliForcePlus ausgestattet, die sich über einen 7 Zoll Monitor und einen Joystick steuern lässt. Sie regelt den Anpressdruck an jedem einzelnen Schar von 100 bis 500 kg hydraulisch.

Die Säschare sind ab Werk für die Flüssigapplikation (Dünger, Komposttee, Fermente, etc.) vorbereitet. Für die gleichzeitige Dosierung von Saatgut und Dünger sind alle Novag Direktsaat-Geräte mit einem zweigeteilten Haupttank ausgestattet. Bei der neuen Novag T-ForcePlus 250 sind optional zwei zusätzliche 80 l Behälter für beispielsweise Schneckenkorn, Feinsämereien oder spezielle Mikronährstoffe erhältlich. Sie dosieren entweder in den Luftstrom der Haupttanks oder verteilen breitflächig vor oder hinter der Maschine.

Alle vier Tanks werden vom Monitor aus gesteuert und sind jeweils mit einer hydraulischen Dosiereinheit, kapazitiven Sensoren und individueller Kalibrierung ausgestattet. Alle Novag-Geräte sind jetzt auf Kundenwunsch Isobus-vorbereitet, so dass sich die Gerätefunktionen wie beispielsweise Applikationskarten zur teilflächenspezifischen Aussaat bequem über das Schlepperterminal steuern lassen.

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