Neue Teleskoplader

Weidemann baut Teleskoplader-Angebot weiter aus

Der T4512e ist Weidemanns erster vollelektrischer Teleskoplader, mit dem T9535 stößt das Unternehmen in die 9 m-Liga vor. Die beiden Neuheiten im Überblick

Elektrisch angetriebene Radlader hat Weidemann bereits seit dem Jahr 2015 im Sortiment. Nun bekommt auch der Kompakt-Teleskoplader T4512 einem elektrischen Antrieb inkl. Lithium-Ionen Batterie. „Unsere Kunden haben sich immer wieder nach einer möglichen Elektrifizierung dieser einzigartigen Arbeitsmaschine erkundigt,“ so der Kaufmännische Geschäftsführer Bernd Apfelbeck. „Wir freuen uns sehr, dass dies jetzt soweit ist und wir nun in 2023 auch speziell im Bereich Teleskoplader ein zero emission Produkt anbieten können“.

Der neue T4512e bietet die von der Diesel-Variante bekannten Leistungsdaten: 4,50 Hubhöhe und 1,25 t Nutzlast. Die kompakten Abmaße der Maschine wurden ebenfalls beibehalten: Höhe 1,99 m und Breite 1,56 m. Das bewährte Fahrerassistenzsystem Vertical Lift System (vls) garantiere auch bei der elektrisch angetriebenen Maschine eine hohe Standsicherheit durch automatisches Ein- und Austeleskopieren beim Hebe- und Senkvorgang.

Die elektrische Parkbremse mit Auto-hold und Hill-hold Funktion soll währenddessen für maximale Sicherheit und Komfort bei jedem Fahr- und Stillstandvorgang sorgen. Außerdem werde mit dem Bremssystem über Rekuperation Energie zurück gewonnen, was die Laufzeit zusätzlich verlängere. Als Endgeschwindigkeit kann der Kunde: 15, 20 oder 25 km/h wählen.

Weidemann T4512e: Zwei Batteriegrößen für den Elektro-Teleskoplader

Zwei wartungsfreie Lithium-Ionen Batterien stehen zur Wahl: Standard ist eine 18 kWh-, optional gibt es eine 28 kWh-Variante. Dazu ist im Standard ein 3 kW-Onboard-Ladegerät montiert. Optional kann ein zweites 3 kW Onboard Ladegerät gewählt werden, um die Ladeleistung auf 6 kW zu erhöhen.

Das Integrierte Batterie Management System (BMS) soll deutlich erhöhte Ladeströme, eine Vorwärmung auf Betriebstemperatur, das kurzzeitige Bereitstellen von Leistungsspitzen sowie eine permanenten Überwachung der Temperatur der Batterie übernehmen. So soll es die Effizienz der Batterie erhöhen und eine Tiefenentladung kategorisch ausschließen.

Der Ladevorgang erfolgt laut Weidemann über eine zentrale Ladeklappe am Heck. Dahinter befinden sich die Steckdose, der Aktivierungsschalter und die Ladestandanzeige. Zur Erhöhung der Sicherheit wird das Ladekabel mit einer Kontrollbox ausgestattet, um eine Überlastung der Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Das Ladekabel (Typ 2 Stecker Maschinen-seitig) kann mit unterschiedlichen Steckern kombiniert werden: 230 V Schuko, 230 V CEE, 400 V Starkstrom oder Typ 2 Stecker mit Wallbox (plus weitere Adapter-Stecker).

In der Maschine werden zwei getrennte Elektromotoren eingesetzt: einer für den Fahrantrieb (23 kW) und einer für den Antrieb der Arbeitshydraulik (25 kW). Dadurch werde der Energieverbrauch minimiert, weil die Leistung nur dann abgefordert werde, wenn sie auch wirklich benötigt wird. Die stufenlose Verstellung der Ölmenge des 3. Steuerkreises soll den Einsatz von Anbaugeräten ermöglichen, die mit hydraulischer Dauerfunktion betrieben werden. Zudem sei ein stationärer Betrieb möglich, um z.B. einen Holzspalter anzutreiben.




Mit dem T9535 hat Weidemann erstmals ein Teleskopladermodell mit über 9 m Hubhöhe im Programm.

Mit dem T9535 hat Weidemann erstmals ein Teleskopladermodell mit über 9 m Hubhöhe im Programm. (Bildquelle: Werkbild/Weidemann)

Weidemann T9535: Erster Teleskoplader mit 9 m Hubhöhe

In der großen Teleskoplader-Klasse bietet Weidemann bis dato zwei 7 m Modelle mit 3,5 und 4,2 t Nutzlast an. Ergänzt wird diese Baureihe nun um einen 9 m Teleskoplader, der eine Hubhöhe von 9,5 m und Nutzlast von 3,5 t bietet. Als Anwendungsgebietet nenn Weidemann den schweren Materialumschlag, Stapelarbeiten in großer Höhe, in einer gute Reichweite beim Materialaufschieben sowie in permanenten Tätigkeiten bei der Befüllung von Anlagen.

Der T9535 soll eine ähnlich gute Rundumsicht wie die 7 m Modelle bieten. Für die freie Sicht nach oben die die sogenannte „Best View Cabin“ mit einer großen gebogenen Frontscheibe ausgestattet. Die beheizbare Seitenscheibe und die abgeschrägte Motorhaube sollen die Sicht zur Seite verbessern. Nach hinten soll das 4-Säulen Kabinendesign mit Panorama-Heckscheibe freie Sicht erlauben.

Der T9535 ist mit zwei unterschiedlichen Perkins-Motoren erhältlich: mit 90 kW/122 PS oder optional 100 kW/136 PS. Beide erfüllen die Abgasnorm Stufe V mit SCR Technik, DPF und DOC. Als Endgeschwindigkeiten stehen 30 und 40 km/h zur Wahl. Der Anhängerbetrieb mit bis zu 16 t Anhängelast kann mit unterschiedlichen Anhängekupplungen umgesetzt werden.

Der Weidemann-Bedienphilosophie „Operator first“ folgend sind dem Unternehmen zufolge sämtliche Baugruppen auf die Arbeitsergonomie, die Sicherheit und den Komfort des Fahrers abgestimmt. Dzu gehören unter anderem die mitfedernde Konsole mit Joystick und Keypads, ein großes 7“-Display, eine ergonomische Anordnung der Elemente, ein farbcodiertes Bediensystem, Ablagemöglichkeiten, eine Coming-Home-Beleuchtung sowie ein breiter Einstieg mit rutschsicheren, freigeschnittenen Trittstufen.

Im Einsatz kann der Fahrer zwischen drei Lenkarten wählen: Allradlenkung, Vorderachslenkung und Hundeganglenkung. Den Lenkwinkel gibt Weidemann mit 45° an.

Wie bei den anderen Weidemann-Teleskopladern ist auch beim T9535 das Fahrerassistenzsystem vls (Vertical Lift System) integriert. Dieses bietet dem Fahrer unterschiedliche Modi: einen Schaufelmodus für Ladearbeiten mit Schüttgut, einen Stapelmodus für das Stapeln in großer Höhe sowie einen manuelle Modus, ohne Unterstützung des System, z.B. für Ladearbeiten.


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