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topplus Ackerfuchsschwanzdruck

Das sind die Top-Strategien für sauberes Getreide 2023/24

Regional ist in dieser Saison von einem hohen Fuchsschwanzdruck auszugehen. Wer spät sät und die Herbizide geschickt kombiniert, kann die Gräser aber oft in Schach halten. Hier die Empfehlungen.

Lesezeit: 13 Minuten

Auf Windhalmstandorten 120, auf Ackerfuchsschwanzflächen 240 g/ha Flufenacet, jeweils plus 1,5 bis 2,0 l/ha Trinity – mit solchen oder ähnlichen Kombinationen ließ sich bislang auf vielen Standorten eine erfolgreiche Ungras- und Unkrautkontrolle realisieren. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Flächen, auf denen dies so nicht bzw. nicht mehr funktioniert.

In dieser Saison gab es besonders viele Getreidebestände, aus denen im Mai Ackerfuchsschwanz hervortrat. Dies hat zum einen mit der Wärme im letzten Herbst und Winter zu tun, zum anderen aber auch mit einer verminderten Empfindlichkeit von Ungraspopulationen gegenüber Herbiziden. Da neue Herbizide die Situation nicht entscheidend ändern werden, ist es wichtig, das Produktionssystem anzupassen.

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Schnell gelesen

Bei mehr als 10 000 Ungrassamen pro m2 stoßen alle Bekämpfungsstrategien an ihre Grenzen.

Wer bei Bodentemperaturen von unter 10 °C sät, reduziert den Ungrasauflauf erheblich und Herbizide wirken effektiver.

Eine „kalte Saat“ kann auch mal keine Saat bedeuten. Das Risiko der Nicht­befahrbarkeit der Flächen lässt sich ­allerdings durch eine angepasste ­Bodenbearbeitung etwas reduzieren.

Weidelgräser werden auch bei uns ­immer öfter zum Ungras.

Späte Saat ist der größte ­Hebel

Auf einzelnen Betrieben musste die Ungrasbekämpfung in diesem Jahr wegen des extremen Fuchsschwanzdrucks zwangsweise schon im Sommer beginnen. Hier wurde das Getreide zur Samenreife der unerwünschten Gräser gehäckselt und in Biogasanlagen verwertet – eine schmerzhafte Entscheidung.

Dort, wo dieser Schritt in der Vergangenheit gemacht wurde, konnte eine Trendwende eingeleitet werden. Wer so konsequent handelt, wird alle weiteren ackerbaulichen Möglichkeiten nutzen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auf tonigen, steinigen Standorten kommt erschwerend hinzu, dass man dort entlastende Sommerungen (z. B. Kartoffeln) nur schwer anbauen kann.

Neben dem Anbau von Sommerungen ist der  Saattermin  nach wie vor der größte Hebel bei der Ungraskontrolle. Von Frühsaaten redet ohnehin niemand mehr. Zu bedenken ist jedoch, dass eine Normalsaat wegen der Klimaerwärmung mittlerweile wie eine Frühsaat zu bewerten ist. Denn die durchschnittliche Tagestemperatur ist im Vergleich zur Mitte des letzten Jahrhunderts um 1,6 °C gestiegen.

Für den Zeitraum vom 1. Oktober (angenommener Saattermin) bis zum 1. Dezember (angenommenes Vegetationsende) ergibt sich daraus eine zusätzliche Temperatursumme von 98 °C. Dies entspricht bei einer Tagesdurchschnittstemperatur von 10 °C einer zusätzlichen Vegetationszeit von 10 Tagen. Daher muss die Empfehlung für eine Normalsaat mittlerweile lauten: Großvaters Saattermin + 10 Tage.

Weil die Temperaturverläufe kaum zu kalkulieren sind, ist es sinnvoll, den Saattermin nicht am Datum, sondern an der Bodentemperatur auszurichten. Generell gilt, dass unter einer Bodentem­peratur von 10 °C kein Ackerfuchsschwanz aufläuft.

Blödsinn, werden einige nicht zu Unrecht denken. Jedoch ist dies die Regel, von der es allerdings Ausnahmen gibt. Dieses Jahr sind nicht selten 100.000 Fuchsschwanzsamen/ m² auf dem Acker gelandet. Davon sind in diesem Jahr mehr als 10 % keimwillig. Wenn sich nur 1 % der Samen nicht an die „Bodentemperaturregel von 10 °C“ halten, laufen auch bei kühlerem Wetter 100 Ungraspflanzen je m² zusammen mit dem Getreide auf. Wird früher gesät, sind es 10.000 bzw. so viele Pflanzen, wie Platz finden.

Durch  Bodenbearbeitung  lässt sich die Samenmenge verdünnen, durch eine saubere Pflugfurche vergraben. Eine sehr effektive Maßnahme, sofern nicht Samen aus dem Bodenvorrat hochgepflügt werden. Oftmals ist dies aber der Fall. Ungrassamen sind in allen Bodenschichten vorhanden und das, was sich über die Jahrzehnte aufgebaut hat, ist im Vergleich zu Ackerfuchsschwanz von biologisch bewirtschafteten Flächen recht tolerant gegenüber Herbiziden.

Bei dieser Ausgangssituation sind selbst späte Saattermine oder der Anbau von Sommerungen kein Garant für eine erfolgreiche Ungraskontrolle. Warme Herbste und Winter sorgen für einen raschen Abbau eingesetzter Herbizide. Und wenn zu Silvester 18 °C am Thermometer abzulesen sind, kann man am 10. Januar neue Ungraspflanzen begrüßen.

Zwischenfazit: Selbst wenn bei Bodentemperaturen von unter 10 °C gesät wird, kann das Fuchsschwanzproblem noch aus dem Ruder laufen. Dennoch: Die „kalte Saat“ ist auf Standorten mit mangelnder Herbizidwirkung die einzige Möglichkeit, Ungräser im Zaum zu halten. Dies gilt für Ackerfuchsschwanz und  Weidelgräser  gleichermaßen.

Einige befürchten, dass bei einer Saat bei Bodentemperaturen von unter 10 °C Ertragsverluste auftreten. Durch die milden Winter hat sich der Ertragsnachteil späterer Saaten in den letzten Jahren aber reduziert.

Natürlich kann ein geplanter später Saattermin auch mal bedeuten, dass die Aussaat aufgrund des Wetters nicht mehr gelingt. Besonders auf tonigen Standorten haben Landwirte diese Erfahrung machen müssen. Hier ist abzuwägen zwischen einer fehlenden Winterung und dem Anbau einer Sommerung oder einer „warmen Saat“ der Winterung mit vorzeitiger Verwertung in der Biogasanlage.

So senken Sie das Befahrbarkeitsrisiko bei später Saat

Wer die Aussage „spät säen“ hört, denkt sofort daran, ob die Flächen dann auch befahrbar sind. Dazu folgende Beobachtungen und Empfehlungen:

Trockene Bedingungen: Aus den trockenen Jahren wissen wir, dass ein Boden mit Trockengare durch Bodenbearbeitung in kleinste Teilchen zerfällt (Puderzuckerstruktur). Regenwasser wird dann nicht mehr in tiefere Bodenschichten abgeleitet, sondern aufgesaugt. In diesem puddingartigen Zustand sind die Böden nicht mehr befahrbar, weil sich das Wasser in der Krume hält.

Unter diesen Bedingungen empfiehlt sich folgende Strategie: Arbeiten Sie Ausfallgetreide nur flach mechanisch ein, oder bekämpfen Sie es über die Einsaat von Zwischenfrüchten. Diese lassen sich im Schatten des Dreschers einschlitzen oder mittels Mulcher (System Coverseeder) auf dem Boden ablegen.

Anhand des aufwachsenden Zwischenfruchtbestandes lässt sich beurteilen, ob es Schadverdichtungen gibt. Ist das der Fall, sollte man die Zwischenfrucht vor der Getreideaussaat beseitigen und den Boden tief lockern. Ist der Boden dagegen nicht verdichtet, lässt sich das Getreide nach dem System „plant in green“ in die stehende Zwischenfrucht einschlitzen.

Nasse Verhältnisse: Ist es nass, wie z. B. bis Mitte August diesen Jahres, wird das System „im Schatten des Dreschers“ an seine Grenzen stoßen. Denn Ungräser und Getreide wachsen dann bereits. Zudem war es in diesem Jahr kaum möglich, das Getreide zu ernten, ohne Bodenverdichtungen zu erzeugen.

Die Empfehlung: Prüfen Sie, ob es nach der Stoppelbearbeitung und einer gegebenenfalls tieferen Lockerung möglich ist, vor der Getreideaussaat noch einen Wasserverbraucher zu etablieren. Neben den bekannten Zwischenfrüchten kann z. B. Hafer diese Aufgabe übernehmen. Bei Bedarf kann man den Haferaufwuchs dann vor der Aussaat silieren, sodass die Fläche oberflächlich schneller abtrocknet. Ähnlich wie Mais soll der Anbau des Wasserverbrauchers das Risiko von Saaten im Spätherbst reduzieren.

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Strategien für Standorte mit Windhalm und Rispe

Nach der Aussaat des Getreides kann die weitere Ungras- und Unkrautkontrolle im Herbst auf Flächen mit Windhalm und Rispe wie folgt erfolgen:

Mechanische Maßnahmen: Auf eher leichten Böden bestehen generell gute Voraussetzungen zum Striegeln. Sofern die Saat gleichmäßig auf 3 bis 4 cm Bodentiefe abgelegt wurde, können Sie einen bis zwei Blindstriegelgänge durchführen. Dadurch lässt sich auch Hundskerbel dezimieren.

Grundsätzlich kann man zwar auch in der Auflaufphase des Getreides striegeln, allerdings muss das sehr vorsichtig erfolgen. Erst wenn die Pflanzen gut verwurzelt sind (EC 13 bis 21), lässt sich die Mechanik einfacher und vor allem schneller einsetzen.

Weil Roggen – auch wenn er tief gesät wird – seine Kronenwurzeln in der Nähe der Erdoberfläche bildet, reagiert er empfindlicher auf Maßnahmen mit Hackstriegeln. Rotorstriegel lassen sich hier kulturverträglicher einsetzen. Allerdings ist mit Rotorstriegeln allein keine ausreichende Unkrautkontrolle zu erreichen. In Roggen kann es daher eine sinnvolle Vorgehensweise sein, den Rotorstriegel im Herbst und den Hackstriegel im Frühjahr zu nutzen.

Chemische Möglichkeiten: Spätere Saaten nach Kartoffeln oder Rüben sollten im Frühjahr behandelt werden. Denn auf den durchgesiebten Böden führen Herbizidbehandlungen im Herbst häufiger zu Kulturschäden. Generell sind aber Herbstbehandlungen zu bevorzugen, auch nach CCM oder Körnermais. Damit diese möglichst verträglich sind, empfehlen sich folgende Saattiefen: 2,5 bis 3 cm auf Lehm- und Lössböden, 3 bis 4 cm auf leichten und schweren Böden (dies gilt auch für Roggen).

Mögliche Mischungen: Breit zugelassen und breit wirksam sowie auf drainierten Flächen einsetzbar ist eine Kombination aus 0,2 l/ha Sunfire + 2,0 l/ha Trinity.

Bei geringem Unkrautdruck lässt sich die Trinity-Menge auf 1,5 l/ha reduzieren. Weil Roggen besonders empfindlich auf Flufenacet reagiert, bietet sich hier ein Einsatz von Jura im Vorauflauf an. Jura konnte in den letzten Jahren in der Wirkung gegen Windhalm und Rispe überzeugen. Unkräuter werden dabei mit einer geringen Diflufenican-Menge bekämpft, vergleichbar mit Herold SC.

Offensichtlich ist die Jura-Formulierung sehr effektiv. So effektiv übrigens, dass es zuweilen zu Aufhellungen am Getreide kommt. Diese sind aber nicht nachhaltig schädlich. Die Mischung aus Sunfire + Jura steht für Flächen mit sehr hohem Windhalmdruck.

Als bekannter Standard ist Herold SC in der Übersicht 1 aufgeführt. Hier ist zu beachten, dass in Wintertriticale nur die Zulassung für den Einsatz im Nachauflauf mit maximal 0,5 l/ha vorliegt. Auf Flächen ohne Drainage ist eine Kombination aus z. B. Herold SC + Lentipur 700 eine sehr gute Möglichkeit, um neben Windhalm und Rispe auch Hundskerbel, Kornblume und Kamille sicher zu bekämpfen.

Wer allerdings Chlortoluron-haltige (CTU) Produkte wie Lentipur 700 einsetzt, muss beim Weizen beachten, dass nur bestimmte Sorten diesen Wirkstoff vertragen. Neu aufgenommen in die Liste der verträglichen Sorten wurden Apexus, Debian, Faxe, Knut, KWS Imperium, KWS Jubilum, SU Fiete und SU Jonte. Die neuen Sorten Garfield und Kastell sind dagegen nicht verträglich. Eine vollständige Liste finden Sie hier:

Bei späteren Saaten von Weizen kommt Sumimax ins Spiel. Es wird im Boden so gut wie nicht verlagert und hat somit auch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Kulturpflanze. Allerdings liegt die Wirkung gegen Windhalm und gegen Kräuter selten bei 100 %. Durch Zumischung von z. B. 0,15 l/ha Herold SC lässt sich die Wirkung auf das notwendige Niveau heben. Die Mischung eignet sich vorzugsweise für den Vorauflauf.

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Empfehlungen für Ackerfuchsschwanzstandorte

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz können Sie ebenfalls mechanisch oder chemisch vorgehen. Hier die Empfehlungen:

Mechanische Bekämpfung: Unsere Erfahrungen zum Einsatz des Striegels im Herbst sind durchwachsen. Teils war es so trocken, dass keine Ungräser gekeimt sind und teils war es für einen Einsatz zu feucht. In durchschnittlich einem von fünf Fällen ist es gelungen, den Auflauf durch Blindstriegelgänge um 30 bis 50 % zu reduzieren. Gelingt die „kalte Saat“, ist kein Striegel erforderlich.

Chemische Varianten: Auch auf Fuchsschwanzstandorten können Sie mit Sunfire + Trinity oder vergleichbaren Produkten flexibel arbeiten.

Der Vorteil gegenüber den aufgeführten Alternativen liegt – neben der breiten Zulassung – in der besseren Unkrautwirkung. Die Produkte sollten, und teils müssen sie auch, im Vorauflauf eingesetzt werden. Auf milden Böden und bei mittleren Saatterminen erreichen Sie mit diesen Maßnahmen oft eine vollständige Bekämpfung der Ungräser. Bei späteren Saatterminen kann man kann entweder ganz auf eine Behandlung verzichten oder die Aufwandmenge um 30 % reduzieren.

Neben dem bekannten Standard Herold SC ist in Übersicht 2 auch der Mateno Forte Set aufgeführt, bestehend aus 0,7 l/ha Mateno Duo + 0,5 l/ha Cadou SC. Dieser ist hinsichtlich der Ackerfuchsschwanzwirkung etwas stärker einzustufen. Im Schnitt unserer mehrjährigen Versuche lag die Mehrleistung bei 5 %. Mit den genannten Mengen lässt sich der Set nur im Vorauflauf und nur in Winterweizen und Wintertriticale anwenden.

Der Pack aus Boxer + Cadou SC passt auf Flächen, auf denen ein sogenannter Doppelschlag geplant ist. Die Nachlage erfolgt dann zum Spitzen der Ungräser mit 2,0 l/ha Trinity. Die Mehrleistungen eines Doppelschlages sind teils beachtlich und teils gering. Im Schnitt kann man von 10 % Wirkungssteigerung ausgehen.

Auch die Kombination in der letzten Zeile der Übersicht 2 eignet sich für Problemstandorte. Nach Vorlage von z. B. 0,48 l/ha Sunfire + 4,0 l/ha Jura werden nicht erfasste Ackerfuchsschwanzpflanzen mit Blattherbiziden behandelt. Einschränkend ist zu beachten, dass die Blattherbizide auf Problemstandorten oft nicht mehr ausreichend wirken.

Auf Schlägen, auf denen es in der Vergangenheit nicht geklappt hat, sind weitere Versuche aussichtslos. Liegen dagegen Resistenzuntersuchungen vor, die eine Wirksamkeit bescheinigen, können Sie in Gerste mit Axial 50, in Weizen, Roggen und Triticale mit Sword 240 EC + Additiv (z. B. 0,5 l/ha Hasten) nacharbeiten.

Hier gilt es, einen Kompromiss aus „klein und kalt“ zu finden. Klein heißt in diesem Fall, dass der Fuchsschwanz möglichst klein sein sollte (für eine ausreichende Blattaufnahme sind aber zwei Blätter erforderlich). Und kalt heißt: je kälter desto besser. Als Kompromiss sollte man ab Temperaturen von unter 8 °C behandeln. Hinweis: Verwechseln Sie Sword 240 EC nicht mit Select 240 EC!

Geht es um die gleichzeitige Bekämpfung von Weidelgräsern, ist ebenfalls eine Mischung aus Sunfire + Jura geeignet. Bevorzugen Sie als Nachlage gegen Weidelgras Axial 50, auch bei Behandlungen in Weizen und Triticale.

Hinweis: Auf Vielfachmischungen wie Mateno Forte Set + Jura, Mateno Forte Set + Trinity, Sunfire + Jura + Trinity usw. wurde in der Übersicht 2 verzichtet. Damit lässt sich zwar die Wirk­samkeit unter Inkaufnahme von Kulturschäden weiter steigern. Die zu­sätzlichen Wirkungsgrade sind aber ver­­gleichsweise gering. Deutlicher wirksamer ist die Verschiebung des Saattermins nach hinten – hier zählt jeder Tag.

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V E R S U C H

Fuchsschwanzkontrolle in Wintergerste

In einem Versuch, der an sieben Standorten auf mittleren und schweren Böden von der LWK NRW angelegt wurde, ging es darum, die Wirkung und Verträglichkeit unterschiedlicher Bodenherbizidvorlagen zu beurteilen. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Zunächst ist die Wirkung ausgangs Winter dargestellt. In der besten Variante Herold SC + Lentipur 700 liegt der Wirkungsgrad zu diesem Termin bei 83 %. Bis zur Endbonitur im Sommer fällt die Wirkung auf 64 % ab, was einem Wirkverlust von 23 % entspricht. Der Grund dafür ist, dass verbleibende Pflanzen mehr Platz haben und sich stärker bestocken. Zudem ist es in diesem Jahr auch zu Neuauflauf gekommen.

Durch die Behandlung mit Herold SC + Lentipur 700 ließ sich im Schnitt von fünf Standorten ein Mehrertrag von 9,4 dt/ha erreichen. Der Ertragsverlust je 100 bekämpfter Ähren beträgt somit 22,4 dt/ha. Im letzten Jahr lag dieser Wert bei 12,4 dt/ha.

Weitere Ergebnisse im Detail

Als Vergleichsbasis wurde in dieser Versuchsserie Herold SC mit 0,6 l/ha gewählt. Im Schnitt liegt die Wirkung von Herold SC bei 55 % (29 % schlechter als im vergangenen Jahr). Durch den Zusatz von 2,0 l/ha Lentipur 700 verbesserte sich die Wirkung um 9 % (maximal + 34 %, minimal - 2 %). In 2022 lag die Zusatzwirkung bei 7 %.

Mit dem Zusatz von 3,0 l/ha Boxer ließ sich die Wirkung um 8 % (maximal + 29 % + minimal 0 %) steigern. In 2022 betrug die Zusatzwirkung 7 %. Sunfire + Trinity bzw. Sunfire + Jura schneiden mit 59 und 62 % besser ab als Herold SC.

Die Kombi Cadou SC + Mateno Duo (Gerstenmenge) liegt auf den Niveau von Herold SC. Der Zusatz von 4,0 l/ha Jura führte zu deutlichen Aufhellungen und Ausdünnungen des Getreides. Die zusätzliche Wirkung beträgt 8 %. Im Vorjahr ergab sich durch Zumischung von 3,0 l/ha Jura eine Wirkungssteigerung von 10 %.

Pontos erreichte, wie letztes Jahr, nicht das Niveau von Herold SC. Auch die Wirkung gegen Unkräuter war geringer.

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