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Pflanzenschutz

Der Erdfloh ist aktuell nicht der einzige Schädling im Raps

In den letzten Tagen waren die Zuflugbedingungen für den Rapserdfloh bundesweit günstig. Eine Insektizidmaßnahme ist erforderlich, wenn der Fraß die Entwicklung des Rapses beeinträchtigt.

Lesezeit: 3 Minuten

Das Auftreten und die frühe Fraßaktivität der Rapserdflöhe ist weiterhin sehr unterschiedlich. Allerdings können auch Schnecken, die Rübsenblattwespe oder Tauben der jungen Saat zu schaffen machen, schreiben unsere Experten in den Pflanzenschutzempfehlungen.

Während in NRW und Baden-Württemberg bis dato der Druck von Rapserdflöhen noch vergleichsweise gering ist, hat er in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zugenommen. Kommt es zur Überschreitung des Bekämpfungsrichtwertes von 50 Käfern in der Gelbschale bzw. hohem Blatt- und Vitalitätsverlust der Rapspflanzen, wurden erste Insektizidmaßnahmen notwendig und durchgeführt.

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In Schleswig-Holstein wird sogar von Einzelflächen gesprochen, auf denen die Schädlinge trotz einer Maßnahme nicht ausreichend kontrolliert werden können und ein Umbruchentscheidung ansteht. In dieser Woche sind die Zuflugbedingungen bundesweit günstig, wie die Karte von proPlant zeigt.

Generell sind Behandlungsentscheidungen nur flächenindividuell zu treffen. Der durch den Rapserdfloh verursachte Lochfraß an den Pflanzen ist in Regel nur in der Auflaufphase kritisch und vor allem dann, wenn sich die Bestände nach dem Auflaufen sehr zögerlich entwickeln. 10 % gefressene Blattfläche können Sie hier als Bekämpfungsrichtwert annehmen. Hat der Raps das BBCH 14 noch nicht erreicht, gilt es vor allem schwache Bestände zu beobachten.

Eine Insektizidmaßnahme mit z. B. 75 ml/ha Karate Zeon sollte erst dann erfolgen, wenn der Fraß die Entwicklung des Rapses beeinträchtigt. Führen Sie die Maßnahme bei aktueller warmer und strahlungsreicher Witterung in den kühlen Abendstunden durch.

Neben dem durch den Erdfloh sind aktuell noch weitere Schädlinge am Werk, die ebenfalls Blattfraß verursachen. Prüfen Sie kritisch, um wen es sich handelt, damit Sie geeignete Gegenmaßnahmen durchzuführen können.

Schneckenfraß zeigt sich meistens durch ründliche Fraßbuchten am Blattrand. Legen Sie Schneckenfolien aus, denn auch die Schnecken verziehen sich bei warmer, sonniger Witterung in geschützte Bereiche zurück. Unter der Folie lassen sich die Schleimer auch tagsüber finden.

In NRW wird auf Einzelflächen – hauptsächlich frühe Saaten – vom Auftreten der Larve der Rübsenblattwespe berichtet. Die kleine schwarze Larve lässt sich bei Irritation schnell fallen und ist daher nicht einfach zu finden. In den kühlen Morgenstunden sind die Tiere aber noch recht träge. Ihr Fraß erinnert teils an den der Schnecken, wobei aber auch größere Bereiche im mittleren Blattbereich nicht verschont bleiben.

In wüchsigen Rapsbeständen sieht der Schaden oft gravierender aus als er ist. Auch hier gilt, eine Maßnahme ist erst erforderlich, wenn der Raps durch die Fraßaktivität an Vitalität verliert. Geeignet sind dann Pyrethroide mit der Indikation beißende Insekten, wie z. B. Karate Zeon. Auch hier sind Behandlungen in den kühleren Abendstunden gut platziert.

Fehlen halbe Blätter mit gerader Bisskante oder sind nur noch die kleinen Blattstielchen übrig geblieben sind Tauben für dieses Schadbild verantwortlich.

Der Schwarze Kohltriebrüssler ist noch nicht verbreitet und in nennenswerter Anzahl eingeflogen. Hier gilt es in Befallsregionen, wie z.B. NRW, die Gelbschalen unbedingt im Blick zu behalten. Ist der Schädling in behandlungswürdigem Umfang zugeflogen, sollte eine Behandlung bis fünf Tage nach dem Zuflug erfolgen. Als Bekämpfungsrichtwert gelten in einem guten Rapsbestand zehn Käfer und einem schwachen Rapsbestand fünf Käfer je Gelbschale. Geeignet zur Bekämpfung dieses Schädlings sind Pyrethroide mit der Indikation beißende Insekten.

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