15.000 Besucher

DLG-Feldtage zufrieden mit Landwirten und Pflanzenbau-Experten

Die DLG gibt sich zufrieden mit den von ihr in dieser Woche veranstalten Feldtagen. Vor allem die jüngere aufstrebende Generation hat die Veranstaltung angezogen.

Eine heiße Angelegenheit waren die dreitägigen DLG-Feldtage in dieser Woche auf dem Gelände des Südzucker-Versuchsgutes Kirschgartshausen bei Mannheim in Baden-Württemberg. Die Termindopplung mit dem Deutschen Bauerntag, der zeitgleich in Lübeck stattfand, nahm DLG-Präsident Hubertus Paetow sportlich. Der Termin für die DLG-Feldtage habe seit fünf Jahren fest gestanden, sagte er gegenüber top agrar. Damit habe jeder planen können. Zudem habe die Termindoppelung zumindest den Feldtagen, die einen deutlich größeren Adressatenkreis ansprechen, keinen Abbruch getan.

Mehr als die Hälfte jüngere Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter

Zum Ende der Feldtage gibt sich die DLG zufrieden mit der Resonanz. Rund 15.000 Besucher und 380 Aussteller habe die Veranstaltung angezogen, teilt die DLG am Freitag mit. Ein besonders großes Interesse verzeichnet die DLG laut eigener Aussage bei jungen Betriebsleitern und Betriebsleiterinnen. Mehr als die Hälfte der Besucher seien jüngere Betriebsleiter und Betriebsleiterinnen gewesen, so die DLG.

Zufrieden zeigte sich die DLG auch mit dem Zulauf von internationalem Fachpublikum. Die internationalen Besucher kamen vorwiegend aus den Niederlanden, Österreich, Schweiz, Litauen, Frankreich, Polen und Tschechien.

Besucher auf den DLG Feldtagen

Besonders großen Zuspruch gab es bei jungen Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern. (Bildquelle: DLG)

Special Ökolandbau kommt an

Das mit einem Special auf den DLG-Feldtagen präsentierte Informationsangebot zum Ökolandbau fand unter den Besuchern großes Interesse, resümiert die DLG. Fast jeder Dritte habe sich für dieses Ausstellungsangebot interessiert, liest die DLG aus ihren Umfrageergebnisse unter den Ausstellungsbesuchern.

„Aussteller und Besucher zeigten sich mit dem Besuch der DLG-Feldtage höchst zufrieden“, bilanziert Dr. Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der DLG. Die DLG-Feldtage hätten sich so vielfältig wie selten zuvor gezeigt. „Sie sind die wichtigste Informationsplattform für die Zukunfts-Betriebe“, so Grandke weiter.

Kommunikationsbedürfnis nach Corona

Die Aussteller verzeichneten unter den Besuchern ein durch die langen Corona Beschränkungen jetzt wieder erstarkendes Kommunikationsbedürfnis. „Die Kunden freuen sich wieder rauszukommen und mit unseren Beratern persönlich in Kontakt zu kommen und sich unsere Sorten live im Feld anzuschauen – nicht nur über Video und Kamera“, sagte Sophie Riebeling von der KWS Saat.

Diskussion über Knappheiten

Der Unternehmer Michael Horsch lobte die Organisationsleistung der DLG bei den Feldtagen. Zudem gab er sich auf den Feldtagen mit Blick auf die weltweite Lebensmittelversorgung und die Rolle der Landwirtschaft kämpferisch. „Wir dürfen nicht mehr zulassen, auf Gunststandorten Erträge zurückzufahren“, sagte Horsch auf den Feldtagen. Bereits die Klimaveränderungen zeigten, dass Knappheiten da seien und weitere kommen werden. Ihn ärgere maßlos, dass „es einen schmutzigen Krieg brauchte, bis wir kapieren, dass wir ein Knappheitsproblem haben“, so Horsch.

Die nächsten DLG-Feldtage finden vom 11. bis 13. Juni 2024 auf dem Gut Brockhof in Erwitte bei Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) statt.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste zum Thema Ackerbau dienstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.