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Starkregen managen: Mit Streifenanbau gegen Erosion

Wetterextreme muss man zu nehmen wissen. Damit der Boden auf der Fläche bleibt, verkleinert ein Landwirt aus Bayern seine Felder – so vermeidet er erfolgreich Erosion!

Lesezeit: 2 Minuten

Kleine Ackerflächen zu größeren Schlägen zusammenlegen, um sie mit großen Arbeitsbreiten kostengünstig bearbeiten zu können – dieser Ansatz ist gängig in der Landwirtschaft und die Vorteile liegen auf der Hand. Doch Georg Großmann-Neuhäusler dreht den Spieß um. Er machte aus großen Schlägen mehrere kleine und baut auf manchen Flächen sogar zwei Kulturen an.

Warum macht er das? Seine Antwort liegt im Wetter und den örtlichen Gegebenheiten: Der Biobauer bewirtschaftet mit seiner Familie einen 600 ha großen Ackerbaubetrieb, etwa 50 km nördlich von München. Der Schwerpunkt liegt in der Produktion von Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie, Rote Beete und Möhren. Weizen, Dinkel, Zuckerrüben und Kleegras baut er aber auch an. Auf seinem Betrieb verkleinert der Landwirt nur seine besonders erosionsgefährdeten Flächen. In den Reihenkulturen Kartoffeln und Möhren, welche besonders erosionsgefährdet sind, setzt er außerdem auf Zwischendammbegrünung.

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Ausschlaggebend für die Verkleinerung der Flächen war ein Starkregenereignis vor einigen Jahren. „Am 1. Mai hat es damals in kürzester Zeit 100 l/m² geregnet. Auf einigen Schlägen, die wir neu hinzubekommen haben, schwemmte das Wasser einiges an Boden hangabwärts“, so Großmann-Neuhäusler. „Heute haben wir z. B. einen 60 ha-Schlag in zehn Stücke unterteilt und so die Hanglänge sowie die Erosionsgefahr verringert.“

Streifen verhindern Erosion

Noch spezieller ist der „Streifen-Ansatz“, den der Landwirt auf einem 20 ha-Schlag umsetzt. Abgestimmt auf die 18 m-Arbeitsbreite seines Striegels baut er eine Sommerung und eine Winterung im Wechsel an. So sorgt er dafür, dass stets ein Teil der Fläche begrünt ist. Diese Streifen sind in der Regel 36 oder 72 m breit. In den Bereichen, in denen viel Wasser zusammenläuft, hat er zudem Kleegras ausgesät. „Hier fließt vielleicht noch etwas Wasser ab, aber kein Boden“, sagt Großmann-Neuhäusler.

Dass durch diese Bewirtschaftungsform ein Mehraufwand entsteht, streitet er nicht ab. Sowohl die Arbeit auf dem Feld, als auch die Dokumentation ist aufwendiger. „Im Flächenantrag zeichne ich jeden Streifen händisch ein. Das dauert schon seine Zeit.“ Herausfordernder wird auch das Unkrautmanagement, denn die Beikräuter profitieren von dem ungleich höheren Randeffekt.

Trotz den Herausforderungen, die mit dem Streifenanbau einhergehen, wird Georg Großmann-Neuhäusler an der Bewirtschaftungsform festhalten. „Denn Starkregenereignisse werden zunehmen“, so der Landwirt.

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