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Rukwied: Deutscher Mindestlohn kostet Wettbewerbsfähigkeit und heizt Strukturwandel an

DBV-Präsident Rukwied bleibt bei seiner Kritik am steigenden deutschen Mindestlohn. Dieser sei jetzt schon doppelt so hoch wie in anderen EU-Ländern. Weitere Anhebungen seien inakzeptabel

Lesezeit: 2 Minuten

Gestern hat die dafür zuständige Kommission eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns empfohlen. Der soll zum 1. Januar 2024 um 41 Cent oder rund 3 % auf 12,41 € brutto je Stunde steigen, ein Jahr später auf dann 12,82 €. Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisierte das bereits scharf. Heute legte Bauernpräsident Joachim Rukwied noch einmal nach.

Betriebe massiv belastet

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Die Anhebung sehe auf den ersten Blick wenig aus, belaste die Agrarbetriebe aber massiv, stellte Rukwied in der Pressekonferenz zum diesjährigen Bauerntag fest, der ab morgen in Münster stattfindet. Die ernsten Probleme haben ihm zufolge aber schon mit der im vergangenen Jahr erfolgten Anhebung des Mindestlohns auf damals 12,00 €/h angefangen.

Der DBV-Präsident macht das an konkreten Beispielen fest: Ihm zufolge haben andere EU-Länder Mindestlöhne von um die 6 €/ha. In der sehr arbeitsintensiven Produktion von Einlegegurken verursache der deutsche Mindestlohn Zusatzkosten von rund 16.000 €/ha, bilanzierte Rukwied. Im Weinbau mit einem Arbeitsbedarf von rund 400 h/ha entspreche der deutsche Lohnkostenabstand etwa gegenüber der spanischen Weinerzeugung immer noch 2.500 Euro/ha.

Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse sinkt weiter

„Dann sind Sie einfach nicht mehr wettbewerbsfähig“, verdeutlichte Rukwied. Die Konsequenz: Immer mehr Betriebe steigen aus der Produktion aus und der bei Obst und Gemüse ohnehin schon geringe Selbstversorgungsgrad sinkt bei steigenden Importanteilen weiter ab. Deshalb sei jede Weitere Anhebung des Mindestlohns inakzeptabel, so der DBV-Präsident.

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