Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

topplus Energiekrise

Biogaserzeuger wollen gegen Erlösabschöpfung protestieren

Die von Habeck geplante Gewinnabschöpfung würde nach Einschätzung von Fachverbänden und der FDP die erneuerbare Strom- und Gaserzeugung belasten und damit die Energiekrise befeuern.

Lesezeit: 3 Minuten

Die geplante Abschöpfung von Erlösen aus der Biogaserzeugung erhitzt die Gemüter, da dies viele Anlagenbetreiber in ernste wirtschaftliche Nöte bringen könnte. Morgen haben deshalb der Deutsche Bauernverband (DBV), der Bundesverband Bioenergie (BBE) und Fachverband Biogas (FvB) zu einer Demo vor dem Deutschen Bundestag aufgerufen.

Sie wollen dem Finanz- und dem Wirtschaftsminister damit verdeutlichen, dass Biogas und Holzenergie nicht geeignet sind, um die Kassen des Bundes in der Energiekrise zu füllen. Eine Stilllegung bzw. Drosselung von Bioenergie-Anlagen wäre die Folge und würde die Krise noch verschärfen, warnen die Verbände. Die Vorschläge zur Erlösabschöpfung müssen daher aus ihrer Sicht deutlich korrigiert werden.

Das Wichtigste zum Thema Energie freitags, alle 4 Wochen per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Produktionsanreiz soll erhalten bleiben

Unabhängig davon kommt offenbar schon jetzt Bewegung in die Diskussion um die geplante Abschöpfung von Erlösen aus der Erzeugung von erneuerbaren Energien. Dem Vernehmen nach will das Bundeswirtschaftsministerium bei der Festlegung der Erlösobergrenze darauf achten, dass für Betreiber von Biogasanlagen weiterhin ein Anreiz besteht, die mit der Novelle des Energiesicherungsgesetzes geschaffenen Möglichkeiten zu nutzen und ihre Stromproduktion zu erhöhen.

Konrad: Wichtige Fragen nicht geklärt

Zuvor hatte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Carina Konrad, in einem Schreiben an Ressortchef Dr. Robert Habeck ihre Bedenken gegen die Pläne vorgebracht. Der aktuelle Arbeitsstand aus dem Wirtschaftsministerium für einen Mechanismus zur Abschöpfung von Erlösen sei noch kein finales Konzept und lasse eine ganze Reihe wichtiger Fragen offen, auch jene zur Behandlung von Biogasanlagen, betonte Konrad gegenüber Agra-Europe.

Nachdem die Koalition auf Druck der FDP unlängst mit einer Reihe von Maßnahmen entscheidende Hemmnisse zur Ausweitung der Biogasproduktion abgebaut habe, müsse es jetzt darum gehen, die besondere Situation der Biogasanlagen zu berücksichtigen. Sei das nicht möglich, sollte laut Konrad von der Erlösabschöpfung bei Biogasanalagen Abstand genommen werden.

Drosselung der Stromerzeugung droht

Der FDP-Politikerin zufolge müssen die aufgrund von Preissteigerungen bei Anlagentechnik, Wartung und Reparatur sowie vor allem bei aktuell höheren Substratkosten enorm gestiegenen Gestehungskosten zwingend Berücksichtigung in der Ausgestaltung des Mechanismus zur Erlösabschöpfung finden. Allein die Mehrkosten für die Substrate beliefen sich zum Teil auf mehr als 100 Euro pro Megawattstunde Strom. Diese Belastungen hätten andere Erzeugungsformen erneuerbarer Energien in diesem Maße nicht.

„Wenn durch die geplante Abschöpfung die gestiegenen Kosten der Anlagenbetreiber nicht mehr gedeckt werden können, dann droht auch die Stromerzeugung dieser Anlagen zurückgefahren oder gänzlich eingestellt zu werden“, warnt Konrad in dem Schreiben an Habeck. Das könne angesichts der Bemühungen der Koalition in den vergangenen Monaten zur Steigerung der Energieerzeugung, der Diversifizierung von Energieressourcen sowie der Ausweitung von alternativen Energiequellen nicht zielführend sein.

Mehr zu dem Thema

top + Willkommensangebot: 3 Monate für je 3,30€

Alle digitalen Inhalte und Vorteile eines top agrar Abos

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.