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Agrarministerkonferenz

Jäger enttäuscht über Blockadehaltung von Ministerin Lemke beim Wolf

Sechs Bundesländer haben in der Agrarministerkonferenz für eine Überprüfung des Schutzstatus gestimmt. Der Jagdverband fordert, den Weg für ein regional angepasstes Bestandsmanagement frei zu machen.

Lesezeit: 2 Minuten

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbands (DJV) hat am Donnerstag in seiner März-Sitzung die grüne Bundesumweltministerin Steffi Lemke aufgefordert, ihre Blockadehaltung in Sachen Wolf aufzugeben, die im direkten Widerspruch zum Koalitionsvertrag steht.

Hintergrund ist eine Protokollerklärung von sechs Bundesländern auf der zurückliegenden Agrarministerkonferenz. Darin wird für den Wolf eine Neubewertung der EU-Strategie und die Überprüfung des Schutzstatus gefordert.

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Mit Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben auch drei Bundesländer mit grüner Regierungsbeteiligung die Erklärung unterzeichnet. Sie unterstützen damit eine Resolution des Europäischen Parlaments.

Bundesumweltministerin Lemke hingegen blockiert weiter: In einem Brief an den zuständigen EU-Kommissar verweigert sie sich dem Ansinnen der Resolution, den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes zu überprüfen – mit Hinweis auf eine "globale Biodiversitätskrise".

Bundesländer müssen Bestandsmanagement einfordern

"Wir begrüßen den pragmatischen Ansatz im Bundesrat im Sinne der Weidetierhalter und der Menschen im ländlichen Raum", sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Er appelliert gleichzeitig an die Koalitionspartner von SPD und FDP im Bund, das Bestandsmanagement konsequent einzufordern. Ein europarechtskonformes, regional differenziertes Bestandsmanagement sei im Koalitionsvertrag festgeschrieben, so Dammann-Tamke weiter. Bundesumweltministerin Lemke und die gesamte Bundesregierung müssten diesen Beschluss jetzt umsetzen.

Schweden, Finnland oder Frankreich sind Vorbild

Das DJV-Präsidium fordert die Bundesregierung auf, ein Bestandsmanagement für den Wolf inklusive Bejagung nach dem Vorbild anderer EU-Staaten wie Schweden, Finnland oder Frankreich möglich zu machen. Größter Handlungsbedarf besteht in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Insbesondere dort schwindet die Akzeptanz für den Wolf dramatisch schnell. Zudem sind dort Weidehaltung und Grünlandnutzung vielerorts ernsthaft in Gefahr. Für viele Naturschutzflächen wie Heide oder Magerrasen ist beispielsweise Beweidung wichtig, um Verbuschung zu verhindern.

Allein in Brandenburg leben heute bereits mehr Wölfe als im 18-mal größeren Schweden. In Deutschland hat die Zahl an Wölfen in den vergangenen Jahren im Schnitt etwa ein Drittel pro Jahr zugelegt. Die Zahl der Nutztierrisse hat sich innerhalb eines Jahrzehnts bundesweit fast verzwanzigfacht – auf knapp 4.000 im Jahr 2020.

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