Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

Schadenersatzverfahren

Waldbauernverband NRW fordert Einfrieren der Streitverkündung

Ein umgehendes „Einfrieren“ der Streitverkündung an private und kommunale Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen hat der dortige Landeswaldbauernverband von der Regierung in Düsseldorf gefordert.

Lesezeit: 2 Minuten

Einig waren sich Mitte Dezember der Waldbauernverband NRW, der Gemeindewaldbesitzerverband, der Grundbesitzerverband und das Düsseldorfer Forstministerium, dass angesichts des schlechten Waldzustandes alle Kraft dem Waldumbau und der Unterstützung der Bewirtschaftung gelten muss.

Bei einem Treffen zeichnete sich das Ministerium durch konstruktive Vorschläge in Bezug auf den Wald- und Wegebau, eine neuartige Unterstützung der kooperativen Waldbewirtschaftung und der Umsetzung von Windkraftanlagen im Wald aus. Der Waldbauernverband unterstrich hierbei die Bedeutung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Honorierung der Ökosystemdienstleistungen im Wald, der dort so genannten „Waldprämie“.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes, Dr. Philipp Frhr. Heereman, sprach sich klar für eine Waldprämie aus. "Das Land darf sich nicht mit dem Hinweis auf die Bundesförderung davon verabschieden. Prämien sind keine Förderungen!“

Streitverkündung rechtlich nicht zwingend

Überhaupt nicht in die Zeit passe da die Streitverkündung der Landesregierung an kleine unselbstständige Waldeigentümer, die jahrzehntelang auf die Empfehlungen des Landes zur gemeinsamen Holzvermarktung vertraut haben.

Heereman: „Zwei Wochen nach der Kabinettsentscheidung der Landesregierung muss sie die Streitverkündung umgehend „einfrieren“! Wir werden erst nach den Feiertagen mit der Politik sprechen können. Die Kabinettsentscheidung darf uns daran nicht hindern. Denn wir sind weiterhin der Ansicht, dass die Streitverkündung rechtlich nicht zwingend, parteipolitisch unklug und gesellschaftspolitisch katastrophal ist! Die Chance auf ein Gegensteuern darf uns Waldbauern nicht genommen werden.“

Die Streitverkündung ist im Rahmen eines anhängigen Schadenersatzverfahrens zwischen der Sägeindustrie und dem Land erfolgt. Damit will sich das Agrarressort die Möglichkeit eines Regressanspruchs offen lassen. In dem betreffenden Rechtsstreit klagen 32 Sägeunternehmen gegen das Land Nordrhein-Westfalen auf Schadenersatz, weil dieses über Jahre hinweg die Holzpreise in die Höhe getrieben habe. Mit der Streitverkündung wird die Beteiligung von privaten und kommunalen Waldbesitzern an dem Streit herbeigeführt.

Der Waldbauernverband unterstreicht: „Die klagenden Säger haben uns verkauft. Wir sind von ihrem Handeln enttäuscht. Es zerstört nachhaltig das Vertrauen!

Mehr zu dem Thema

1

Bereits 1 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.