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Welche Bäume sollte man für Vornutzungserträge anpflanzen?

Ein Leser würde gerne bei der Aufforstung Vornutzungserträge erzielen und fragt, welche Bauarten dafür am besten geeignet wären. Forstexperte Dr. Josef Stratmann antwortet.

Lesezeit: 3 Minuten

Frage: Ich stehe vor der Frage, mit welchen Baumarten ich eine Fläche aufforsten soll. Dabei würde ich gerne Vornutzungserträge erzielen. Mit welchen Baumarten ist das in welcher Zeit und Höhe möglich?

Antwort von Dr. Josef Stratmann: Bei der Baumartenwahl sollten die Erträge aus den Vornutzungen nicht unbeachtet bleiben. Der Holzanfall aus Vornutzungen liefert einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Forstbetriebe. Die Größe des Beitrags hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab.

An erster Stelle zu nennen ist hier die Wuchsleistung der Baumarten, und da besetzen Douglasie, Lärche, Roteiche – und nicht selten Esskastanie – unter den Bedingungen des Klimawandels die vorderen Plätze. Außerdem haben die Standorteigenschaften sowie Pflanzverband und Durchforstungsstärke großen Einfluss.

Da Vornutzungen in Altbeständen eigentlich immer lohnend sind, ist hier mit „lohnend“ wohl der Zeitpunkt gemeint, ab wann sich Vornutzungen auszahlen. Ob sie sich auszahlen, hängt vor allem davon ab, ob die Holzerlöse die Holzerntekosten gut abdecken und am Ende nach der Durchforstung nicht nur wenige Euro verbleiben. Die Dimension, die Verwendbarkeit sowie die Menge des anfallenden Holzes geben hier den Ausschlag.

Die Dimension ist nicht nur abhängig von der Baumart, sondern auch von der Dichte des Aufwachsens und damit vom Pflanzverband. Je dichter die Bestände aufwachsen, desto gedämpfter ist das Dickenwachstum. Die Verwendbarkeit wird generell durch die Baumart bestimmt, aber die Dimension ist auch entscheidend für die anfallenden Holzsorten. Für die Holzerntekosten ist die Dimension ebenfalls eine entscheidende Größe, daneben spielt aber auch die Menge an Holz eine Rolle, die auf einer Fläche anfällt. Das sollten jeweils deutlich mehr als 20 fm/ha sein.

All das zeigt: Die hier gestellte Frage berührt viele Aspekte und lohnt ein Nachdenken vor jeder Pflanzung von Wald. Gerade in Betrieben, die in den Kalamitäten der letzten Jahre viel Substanz verloren haben, ist die Frage bedeutsam, wann erste Überschüsse aus den Wiederaufforstungen zu erwarten sind.

In der Übersicht ist aufgetragen, in welchem Alter einige wichtige Baumarten einen mittleren Brusthöhendurchmesser (BHD) von 20 cm überschreiten. Die Werte basieren auf den Ertragstafeln für die starke Durchforstung und normale Wuchsleistung (II. Ertragsklasse).

Danach dauert es unter normalen Standortbedingungen selbst bei der raschwüchsigen Douglasie mehr als drei Jahrzehnte, bis die Vornutzung größere Mengen mit verwertbarem Durchmesser mit lohnendem Ertrag bereitstellt. Und das auch nur bei nicht zu dichtem Aufwachsen und starker Durchforstung.

Bei Eiche und Buche kann es doppelt so lange dauern. Ob dann gleich 1.000 €/ha übrig bleiben, hängt auch vom Holzmarkt ab. Doch ab dann sollte es mit jeder Durchforstung lohnender werden.

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