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Seelische Belastungen nehmen zu

Großer Andrang bei Sorgentelefonen – Viele Bauernfamilien können nicht mehr

Gerade zur Adventszeit kochen auf den Höfen Konflikte hoch. Dabei geht es häufig um wirtschaftliche Notlagen, die Nachfolge oder verschärfte rechtliche und bürokratische Anforderungen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die landwirtschaftlichen Sorgentelefone verzeichnen derzeit eine hohe Nachfrage. Gerade zur Advents- und Weihnachtszeit kochten auf den meist familiengeführten Betrieben die Konflikte hoch, berichtet der Bauernverband aus Niedersachsen.

„Nach wie vor prägt die meist enge Verbindung von Betrieb und Familie die Lebenssituation auf den landwirtschaftlichen Betrieben“, sagt Dörte Stellmacher, Geschäftsführerin der Landwirtschaftlichen Sorgentelefone und Familienberatung in Barendorf.

Für viele landwirtschaftliche Familien stelle die ungeklärte Frage, ob und wie der Betrieb weitergeführt werde, eine erhebliche Herausforderung dar, die die Existenz des Betriebs gefährden könne. Zudem verschärften rechtliche und bürokratische Anforderungen die ohnehin hohe Arbeitsbelastung auf den Höfen.

„Zunehmende wirtschaftliche Sorgen und vielfältige zu bewältigende Krisen lösen Unsicherheit und Zukunftsängste aus und belasten die Gesundheit der Menschen in den landwirtschaftlichen Familien“, nennt Stellmacher Gründe für Konflikte.

Das Miteinanderreden werde in der Folge immer schwieriger und eine Lösung scheine in weiter Ferne. „In diesem Fall können die ehrenamtlichen Berater helfen, die alle aus der Landwirtschaft kommen und eine neutrale Perspektive von außen einbringen.“ Sie seien in der Gesprächsführung geschult, nähmen sich Zeit und hörten zu. Sie ermutigt daher, das Gespräch zu suchen und zum Hörer zu greifen um sich „einfach mal auszusprechen“, so Stellmacher.

Die Berater sind in Niedersachsen an den drei Standorten Barendorf (Landkreis Lüneburg), Oesede (Landkreis Osnabrück) und Rastede (Landkreis Ammerland) erreichbar.

Film zum 30-jährigen Jubiläum veröffentlicht

In Niedersachsen gibt es die Sorgentelefone nun seit 30 Jahren. „Unser Ziel ist es, viele landwirtschaftliche Familien und Menschen in der Landwirtschaft in Notlagen und kritischen Lebensphasen, zu erreichen“, erläutert Stellmacher weiter.

Seit 1993 seien rund 5.500 Menschen am Sorgentelefon anonym und vertraulich beraten worden und der Bedarf sei ungebrochen, hebt sie die Bedeutung des einst vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium eingerichteten und geförderten Projekts hervor.

Ein jetzt veröffentlichter Film soll das Bewusstsein dafür wecken, sich Beratung und Unterstützung in Konflikt- und Krisensituationen zu holen.

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