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Nach Großbrand

AMK will Verbesserungen beim Brandschutz in Ställen

Die Bundesländer fordern strengere Brandschutzauflagen wie Brandmauern etc. sowie neue Prüf- und Zulassungsverfahren für Ställe. Zudem muss eine schnelle Evakuierung der Tiere möglich sein.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Agrarministerkonferenz (AMK) sieht Nachholbedarf beim Brandschutz in großen Ställen. Die Ressortchefs der Länder und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben sich am vergangenen Freitag darauf verständigt, dass hinsichtlich der Vermeidung von Tierleid durch Brände in Tierhaltungsanlagen Handlungsbedarf besteht und binnen Jahresfrist gemeinsam mit der Bauministerkonferenz Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet werden müssen.

Nach Einschätzung der Länderminister ist es erforderlich, Anforderungen an Haltungseinrichtungen für Tiere unter brandschutzrechtlichen Aspekten zu formulieren. In diesem Zusammenhang müsse auch für serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen für Nutztiere schnellstmöglich ein bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren entwickelt werden. Tierbestände der Betriebe seien so darauf auszurichten, dass eine effektive Betreuung sowohl in Bezug auf das Tierwohl als auch für die Sicherheit der Tiere im Brandfall möglich sei, heißt es im Protokoll.

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Eine Rolle bei der Beschlussfassung hat auch der verheerende Brand in der großen Schweinezuchtanlage in Alt Tellin gespielt, bei der Ende März dieses Jahres mehr als 50.000 Tiere getötet wurden. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert sah sich im Anschluss in ihrer Position bestätigt und bekräftigte ihre bereits 2018 gestellten Forderungen zur Verbesserung der Brandvermeidung in Ställen. Sie plädiert für Brandschutzmauern, strenge Anforderungen an elektrische Anlagen und gesichert funktionierende Meldesysteme. Darüber hinaus müsse eine schnelle Evakuierung der Tiere möglich sein und die Feuerwehr Platz haben, um ein Feuer zu löschen.

Deutliche Kritik übte Dalbert hingegen am Bund. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sei bisher nicht tätig geworden, obwohl der Bund Vorschriften hätte erlassen könnte.

Der Geschäftsführer der Tierschutzorganisation Vier Pfoten Deutschland, Rüdiger Jürgensen, begrüßte, „dass die AMK eingesteht, dass die Brandschutzmaßnahmen in der Intensivtierhaltung bei weitem nicht ausreichen und verbessert werden müssen“. Bei den geplanten Verbesserungen müssten künftig auch beim Brandschutz vor allem die Bestandsverklerinerung und die Abkehr von Megaställen eine Rolle spielen.

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