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BMEL-Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ am Start

Cem Özdemir gibt grünes Licht für das Programm, mit dem Waldumbau, aber auch nachhaltige Waldbewirtschaftung unterstützt werden sollen.

Lesezeit: 3 Minuten

Nach Freigabe der Fördermittel durch das Bundesfinanzministerium startet das Agrarressort das neue Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“. Über das neue, bundesweite Förderprogramm können bis Jahresende 200 Mio Euro abgerufen werden. Das Programm ist Teil der „Honorierung der Ökosystemleistung des Waldes und von klimaangepasstem Waldmanagement“. Dafür stehen aus dem Klima- und Transformationsfonds 900 Mio Euro bis zum Jahr 2026 bereit.

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Gefördert werden mit dem „Klimaangepassten Waldmanagement“ kommunale und private Waldbesitzer. Als Voraussetzung sind je nach Größe der Waldfläche elf oder zwölf Kriterien über zehn oder 20 Jahre einzuhalten. Zu den Kriterien zählt, dass sich auf 5 % der Fläche Wälder natürlich entwickeln können müssen. Für Betriebe mit einer Fläche über 100 ha ist die Vorgabe verpflichtend, für unter100 ha freiwillig. Daneben sind unter anderem ein weitgehendes Verbot von Düngung und Pflanzenschutzmittel vorgesehen, eine Anreicherung und Erhöhung der Diversität an Totholz, ein Erhalt oder gegebenenfalls die Erweiterung der klimaresilienten, standortheimischen Baumartendiversität, ein Vorrang für Naturverjüngung sowie der Verzicht auf Kahlschläge.

FNR arbeitet Anträge ab

Förderanträge können laut Agrarressort nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie im Bundesanzeiger und ausschließlich online bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) über die Seite www.klimaanpassung-wald.de gestellt werden. Im Jahr 2022 gestellte Anträge werden auf de-minimis-Basis bewilligt, das heißt mit einer Förderung von maximal 200 000 Euro in drei Jahren. Für Anträge ab dem Jahr 2023 strebt das Ministerium eigenen Angaben zufolge eine beihilferechtliche Freistellung an, damit die de-minimis-Auflage wegfallen kann.

Özdemir: Biodiversität Voraussetzung für angepasste Wälder

„Wer den Wald stark macht, macht starken Klimaschutz“, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Jeder stabile Hektar Wald schütze das Klima und biete Tieren sowie Pflanzen einen reichhaltigen Lebensraum. Biodiversität und Strukturreichtum seien Grundvoraussetzung dafür, dass sich unsere Waldökosysteme an ein geändertes Klima anpassen können, so der Grünen-Politiker.

Bitter: Meilenstein für die Waldbesitzer

Bei der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer“ stößt das Förderprogramm auf große Zustimmung. Laut Verbandspräsident Prof. Andreas Bitter ist die Unterstützung von Ökosystemleistungen des Waldes ein Meilenstein für die Waldbesitzer. Vor allem aber sei sie ein erster wichtiger Schritt, um den klimagerechten Umbau des Waldes vorantreiben zu können, betonte Bitter.

Er geht davon aus, dass gerade kleine und mittlere Betriebe von der neuen Förderung profitieren werden. Der AGDW-Präsident hofft nun, dass die Anträge auf Förderung bald möglich sein werden und dass das angekündigte Antragsportal im Internet einfach und nutzerfreundlich sein wird.

Von Elverfeldt: Nicht der Weisheit letzter Schluss

Auch der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, begrüßt das Programm im Grundsatz. Gleichwohl kündigte er an, dass die Forstbetriebe genau prüfen werden, ob die Förderkriterien ihren waldbaulichen Zielen entsprechen und ob sie sich um eine Förderung bewerben.

Das Programm markiert laut von Elverfeldt zwar den Einstieg in eine staatliche Honorierung der Ökosystemleistungen, ist für ihn gerade für die Stärkung des Waldes als "Klimaschützer Nummer Eins" noch nicht der Weisheit letzter Schluss. "Wir streben daher weiterhin eine marktgerechte Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes an, die auf der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder basiert“, so der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst.

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