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Rottmann würde beim Waldumbau lieber Ergebnisse als Maßnahmen honorieren

Laut der Staatssekretärin kann die Förderung des klimaangepassten Waldmanagement auch neue „ökosoziale Wege“ jenseits der Holznutzung eröffnen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Manuela Rottmann, will bei der Förderung des Waldumbaus und der nachhaltigen Waldbewirtschaftung alte Fehler der Agrarpolitik vermeiden.

„Wir kommen im Bundeslandwirtschaftsministerium aus einer Welt, in der wir Agrarsubventionen gewöhnt sind und sie waren nicht immer zum Besten“, stellte Rottmann beim „WaldKlimaGipfel“ gestern in Berlin fest. Insbesondere hätten die Gelder Flächeneigentümer über die Dekaden „in eine gewisse bürokratische Gefangenschaft geführt“. Auch der Fokus auf die Fläche selbst ist nach Auffassung der Staatssekretärin nicht der richtige Weg gewesen. Während der Bund in der Agrarpolitik nun dabei sei, aus dieser Flächenförderung sukzessive Gemeinwohlsubventionen zu machen, wolle man dies im Wald vom Start weg so handhaben.

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Nachfrage nach Biomasse steigt enorm

Rottmann glaubt, dass die vom Bund bereitgestellten 900 Mio Euro für ein klimaangepasstes Waldmanagement den Bewirtschaftern auch neue „ökosoziale Wege“ jenseits der Holznutzung eröffnen könnten. Gerade in Kommunen werde aktuell mitunter die Frage gestellt, ob die Holzentnahme neben Erholung und Naturschutz überhaupt die zentrale Funktion eines Gemeindewaldes darstelle oder nicht vielmehr eine zwingende Einnahmequelle sei. Hier versuche der Bund, andere Möglichkeiten zu finden.

Der Ukraine-Krieg hat nach Darstellung der Grünen-Politikerin jedoch aufgezeigt, dass die Versorgung mit fossilen Energieträgern nicht mehr so sicher sei wie gewohnt. Seither steige der Nachfragesog auf Biomasse enorm. Auch hierauf müsse die Politik eine Antwort finden. Schutzgebiete werden aber weiterhin auch im Wald gebraucht, ist Rottmann überzeugt. Deshalb müssten alle Akteure sich offen darüber austauschen, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung am besten umgesetzt werden könne.

Bürokratie möglichst vermeiden

„Am Ende brauchen wir aber die Leute, die es tun“, konstatierte die Staatssekretärin. Überforderung der Bewirtschafter oder Bürokratie müssten daher möglichst vermieden werden. Rottmann präferiert daher, Ergebnisse statt Maßnahmen zu honorieren. Dafür brauche es jedoch „kluge Instrumente“, so die Vertreterin des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Ohne Waldnutzung geht es nach Überzeugung des Präsidenten des der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer“, Prof. Andreas Bitter, jedoch nicht. Er wies darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Holznutzung im Rahmen der Durchforstung erfolge. Diese Durchforstung sei gleichzeitig eine der wichtigsten Voraussetzungen für vitale und stabile Bestände, da beispielsweise so Konkurrenzen zwischen den Bäumen reguliert werden könnten.

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