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Neue Züchtungsmethoden: Stimmung wandelt sich

Der CDU-Bundesvorstand hat sich zu den Neuen Züchtungsmethoden bekannt. Die Gesellschaft sieht die Techniken zunehmend differenziert. Umweltministerin Lemke bleibt trotzdem beim Nein.

Lesezeit: 3 Minuten

Der CDU-Bundesvorstand hat sein Bekenntnis zu den sogenannten neuen Züchtungsmethoden erneuert. In der sogenannten Weimarer Erklärung heißt es, man wolle „neue Züchtungsmethoden für Pflanzen unterstützen“. Um das zu erreichen strebt der Bundesvorstand eine „grundsätzliche Überarbeitung“ des EU-Gentechnikrechts an. Auch das deutsche Gentechnikrecht müsse man dementsprechend anpassen.

Mit der Weimarer Erklärung will die CDU Leitplanken für die Wirtschafts-, Energie- und Klimapolitik der kommenden Jahre setzen. Sie trägt den Titel „Wirtschaftspolitik, Energiepolitik und Klimapolitik als Einheit verstehen.“

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Gesellschaft weniger kritisch

Aus der Gesellschaft könnte die CDU für ihren Gentechnik-Vorstoß mit mehr Rückhalt rechnen als noch vor einigen Jahren. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage verbindet ein Großteil der Verbraucher den Einsatz neuer biotechnischer Verfahren in der Pflanzenzüchtung wie der Genschere CRISPR/Cas mit einem Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen.

Argument Nachhaltigkeit zieht

Die Reduktion von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln (43 %), Entwicklung klimaangepasster Pflanzen (42 %) oder eine bessere Lebensmittelversorgung (35 %) sind dabei die am häufigsten genannten Optionen, folgert der Verband der Getreide-, Ölsaaten- und Futtermittelwirtschaft aus den Ergebnissen.

Ein Großteil (45 %) befürwortet zudem die neuen Verfahren, sofern (anders als bei klassisch gentechnisch veränderten Organismen / GVO) nur pflanzeneigene Gene verändert oder eingefügt werden. Eine behördliche Kontrolle wird dabei von 34 % der Befragten für wichtig erachtet.

Laut der Umfrage würden die Verbraucher die Methoden der Pflanzenzüchtung inzwischen auch deutlich differenzierter bewerten. So stünden sie neuen biotechnischen Verfahren vor allem dann aufgeschlossen gegenüber, wenn dadurch mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft erreicht oder die Lebensmittelversorgung verbessert werden kann.

Grain Club fordert geeigneten Rechtsrahmen für Züchtung

In diesem Zuge forderte der Grain Club, dass die Politik das große Potenzial auf dem Weg zu einem umweltgerechten, aber gleichzeitig effizienten Agrar- und Ernährungssystem durch Gentechnik nutzt. Dafür brauche die Pflanzenzüchtung einen geeigneten Rechtsrahmen. "Unter anderem dürfen Pflanzen, die mit Hilfe der neuen Züchtungsmethoden entwickelt wurden, nicht pauschal als gentechnisch veränderte Organismen eingestuft werden", fordert Stephanie Franck, Vorsitzende des Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter.

Umweltministerin Lemke bleibt beim Nein

Der Forderung erteilte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) eine Absage. Sie kann den Neuen Züchtungstechnologien weiterhin nicht viel abgewinnen. Beim Agrarkongress des Umweltministeriums äußerte sie am Dienstag in Berlin die Befürchtung, dass die „industrialisierte Landwirtschaft“ durch den Einsatz von Crispr/Cas und andere Methoden noch „befeuert“ werden könnte.

Sie kann außerdem nicht nachvollziehen, dass die Europäische Kommission bei Pflanzen, die mit Neuen Züchtungstechnologien erzeugt wurden, auf eine Risikoprüfung verzichten will. Die sei hier aber ebenso notwendig wie bei der klassischen Gentechnik, so die Grünen-Politikerin. Eine Lockerung des europäischen Gentechnikrechts will sie daher nicht unterstützen.

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