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topplus Gegen Lebensmittelverschwendung

Hauk für Reform oder Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums

Viele verwechseln das Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem Verfallsdatum. Der baden-württembergische Minister möchte, dass sich Verbraucher wieder stärker auf ihre Sinne verlassen.

Lesezeit: 2 Minuten

So mancher Verbraucher vertraut blind auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und wirft nach dessen Ablauf Lebensmittel weg, die für den Verzehr völlig geeignet wären. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk will das ändern und setzt dazu beim MHD an.

Verschwendung guter Lebensmittel nicht akzeptabel

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Hauk, der aktuell auch als Vorsitzender der Verbraucherschutzministerkonferenz fungiert, wies gestern in Stuttgart darauf hin, dass jeder deutsche Bürger im Schnitt 78 kg Lebensmittel im Jahr in die Tonne wirft. Hinzu komme, dass mit den vernichteten Lebensmitteln auch all die wertvollen Ressourcen wie Wasser und Energie, die für die Lebensmittelproduktion eingesetzt wurden, verloren gehen. „Das ist weder ökologisch, wirtschaftlich noch ethisch vertretbar“, so der Minister.

Nach einer Untersuchung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geben unter den Befragten 20 % an, dass sie Lebensmittel wegwerfen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten war, häufig, ohne das Produkt zu öffnen oder nochmal zu prüfen. Das hat für Hauk auch damit zu tun, dass viele das MHD als Verfallsdatum verstehen, ab dem Lebensmittel „automatisch ungenießbar“ sind.

Produktionsdatum statt MHD

Er fordert deshalb, das Mindesthaltbarkeitsdatum in seiner bestehenden Form abzuschaffen. Der CDU-Politiker will, dass sich die Bundesregierung gegenüber der EU-Kommission dafür einsetzt, den Begriff durch einen verständlicheren Begriff oder das Mindesthaltbarkeitsdatum gar durch ein Produktionsdatum zu ersetzen.

Verbraucherbildung stärken

Notwendig ist aus seiner Sicht auch eine intensivere Aufklärung der Verbraucher. „Wir wollen nicht mit Geboten und Verboten arbeiten, sondern durch Bildung dem mündigen Verbraucher die Möglichkeit geben, noch besser entscheiden zu können“, betonte der Minister. Die Menschen müssten sich auch wieder auf ihre Sinne verlassen und riechen, sehen und schmecken, ob Essen noch gut ist.

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