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topplus Landtagswahl in Bayern

Landwirte wechseln von der CSU zu den Freien Wählern

Die Freien Wähler sind bei den Landtagswahlen in Bayern bei den Bauern erfolgreich. Sie können ihr Ergebnis bei den Landwirten auf Kosten der CSU mehr als verdoppeln. Die AfD fällt etwas ab.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Erfolg der Freien Wähler bei den Landtagswahlen in Bayern ist auch auf einen Wechselwillen unter den Landwirtinnen und Landwirten zurückzuführen. In der Berufsgruppe der Landwirte holten die Freien Wähler bei der Landtagswahl am Sonntag rund 37 % der Stimmen. Das zeigt eine Auswertung des Wahlverhaltens nach Berufsgruppen, die die Forschungsgruppe Wahlen angestellt hat.

Die CSU erhält laut der Analyse 52 % der Stimmen unter den Landwirten. Dritter wird bei den Landwirten abgeschlagen die AfD mit 6 % der Stimmen. Die Grünen und die SPD müssen sich die restlichen 5 % der Stimmen von Landwirten mit den Sonstigen Parteien teilen.

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Vergleich mit 2018 zeigt Wechselwillen bei Landwirten

Damit hat sich das Wahlverhalten der Landwirte entscheidend gegenüber der letzten Landtagswahl im Jahr 2018 geändert. Damals kamen die Freien Wähler auf 15 % bei den Landwirten und die CSU konnte eine Mehrheit der Landwirte von 66 % hinter sich verbuchen. Auch die Grünen und die FDP waren 2018 wenn auch nur sehr gering aber dennoch besser bei den Landwirten vertreten. Die AfD stand mit 7 % bei den Landwirten 2018 einen Prozentpunkt besser dar. Die SPD war auch 2018 ähnlich abgeschlagen bei den Landwirten wie 2023.

Agrarministerin Kaniber erreicht Direktmandat mit Abstrichen

Den Negativtrend bekommt auch Bayerns amtierende Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) ab. Sie hat sich bei der Landtagswahl in ihrem Stimmkreis im Berchtesgadener Land zwar durchgesetzt und erneut das Direktmandat geholt. Sie kam nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 37,6 % der Erststimmen. Damit schnitt sie allerdings um 5,1 % schlechter ab als vor fünf Jahren. 2018 war sie auf 42,7 % gekommen.

Der Erfolg der Freien Wähler in Bayern spitzt die Debatte um ihren künftigen Einfluss in der Agrarpolitik zu. Die CSU muss bei der anstehenden Regierungsbildung wohl um das sonst fest bei der CSU verankerte Landwirtschaftsministerium kämpfen.

Bayerns Vizeregierungschef und Vorsitzender der Freien Wähler Hubert Aiwanger, selbst Landwirt, pochte am Montag erneut auf ein weiteres Ministerium für seine Partei. Und er nannte entweder das Landwirtschaftsministerium, das Finanz- oder das Innenministerium.

Für die Landtagswahl in Hessen, die gleichzeitig mit der Bayernwahl am Sonntag stattfand, hat die Forschungsgruppe Wahlen keine Aufstellung des Wahlverhaltens von Landwirtinnen und Landwirten angefertigt.

Ein Ringen um das Landwirtschaftsministerium gibt es aber ähnlich wie in Bayern auch in Hessen.

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