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Niedersachsen: CDU behält ihre Vorherrschaft in der Landwirtschaft

In Niedersachsen bleibt die CDU trotz Abstrichen bei den Landwirtinnen und Landwirten stärkste Kraft. Die FDP verliert Stimmen, dafür holen AfD, SPD und Grüne auf.

Lesezeit: 3 Minuten

Anders als im Gesamtergebnis holt die CDU bei den Landtagswahlen in Niedersachsen weiterhin eine Mehrheit bei der Berufsgruppe der Landwirtinnen und Landwirte. Laut einer Auswertung der Forschungsgruppe Wahlen vom Montag erreicht die CDU 67% ihrer Stimmen. Im Vergleich zur Wahl von 2017 büßt die CDU allerdings 7 Prozentpunkte bei den Landwirten ein.

Den zweiten Platz teilen sich beim Wahlverhalten der Landwirte SPD und AfD. Während die SPD in dieser Berufsgruppe leicht zugewinnt, fällt auf, dass die AfD von 2% im Jahr 2017 auf jetzt 10% zulegt.

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Landwirte kehren FDP den Rücken

Einen Stimmenverlust um mehr als die Hälfte muss die FDP bei den Landwirtinnen und Landwirten hinnehmen. Sie erreicht jetzt 6% nach 15 % im Jahr 2017.

Die Grünen holen in der Berufsgruppe leicht auf. 2017 waren sie auf 1% der Stimmen aus der Landwirtschaft gefallen, jetzt votieren 4% für sie. Nahezu bedeutungslos bleibt die Linke bei den Landwirten in Niedersachsen.

Die Landtagswahl in Niedersachsen hat am Sonntag die SPD mit 33,4 % der Stimmen gewonnen. Die CDU musste mit 28,1 % herbe Stimmeneinbußen hinnehmen. Die Grünen legten auf 14,5 % zu. Stimmengewinne erzielte laut amtlichen Endergebnis auch die AfD. Nicht mehr im Landtag ist hingegen die FDP, die nur 4,7 % der Stimmen erreichte. Auch die Linke schaffte es nicht über die 5 %-Hürde.

Otte-Kinast bedauert fehlendes Korrektiv für die Bundesregierung

Die bisherige Agrarministerin von Niedersachsen, Barbara Otte-Kinast (CDU), will sich nun an der Erneuerung ihrer Partei aktiv beteiligen. „Wir haben jetzt fünf Jahre Zeit, um uns als große Volkspartei in Niedersachsen inhaltlich und personell neu auszurichten. Die CDU muss wieder eine eigene Kontur finden“, sagte sie gegenüber top agrar. Otte-Kinast hat ein Direktmandat im Wahlkreis Bad Pyrmont knapp hinter ihrem Konkurrenten von der SPD mit 32,9 zu 33 % verpasst und zieht über die Landesliste in den Landtag.

Sie bedauert, dass Niedersachsen künftig nicht mehr gemeinsam mit anderen CDU-Agrarministerien aus anderen Ländern als „Korrektiv“ zur Agrarpolitik der Ampel auftreten kann. „Wenn künftig mit Niedersachsen ein starker Partner fehlt, wird es für Berlin vermutlich noch einfacher, bis nach Hannover durchzuregieren", sagte sie.

Meyer will Landwirtschaft und Umwelt getrennt lassen

Der ehemalige niedersächsische Agrarminister von den Grünen, Christian Meyer, kündigte hingegen an, dass Niedersachsen künftig Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) unterstützt. „Wir wollen in Niedersachsen Cem Özdemir jetzt Rückenwind geben“, sagte er gegenüber top agrar. In einer vermutlich rot-grünen Regierung will Meyer dafür sorgen, dass Landwirtschaft und Umwelt weiterhin getrennte Ministerien bleiben. Sich selbst sieht der Spitzenkandidat der niedersächsischen Grünen allerdings nicht mehr in der ersten Verantwortung für die Agrarpolitik. „Mein Fokus ist jetzt Umwelt und Klima“, sagte er.

Niedersächsischer Weg soll auf Moor und Wald ausgedehnt werden

Maßgabe für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik ist laut Meyer der Niedersächsische Weg. „Wir haben mit dem Niedersächsischen Weg gute Gestaltungsmöglichkeiten“, sagte Meyer. Den niedersächsischen Kompromissweg zwischen Landwirtschaft und Umwelt will Meyer auf die Bereiche Moor und Wald erweitern. Die Landwirtschaft will er über Anreize und Entschädigungsleistungen bei Veränderungen etwa im Pflanzenschutz oder bei Alternativen auf Moorstandorten mitnehmen.

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