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Wachsende Zahl der Deutschen kann sich nicht regelmäßig Fleisch leisten

Mehr als jeder Zehnte kann es sich nicht leisten, jeden 2. Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder einer gleichwertigen Alternative zu finanzieren. Die Zahl ist 0,9 % gegenüber Vorjahr gestiegen.

Lesezeit: 3 Minuten

11,4 % der Deutschen können sich nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch leisten. Eine gleichwertige vegetarische Mahlzeit können sie ebenfalls nicht bezahlen. Das geht aus neuen Eurostat-Daten für 2022 hervor, die die Linken-Bundestagsfraktion beim Statistischen Bundesamt erfragt hat. Die Zahlen liegen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.

Abgefragt wurde die „finanzielle Unfähigkeit, sich jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch (oder eine entsprechende vegetarische Mahlzeit) zu leisten“. Die Gruppe der Betroffenen ist größer geworden: Im Jahr 2021 traf das noch auf 10,5 % der Deutschen zu, im vergangenen Jahr auf die bereits genannten 11,4 %. Das sind knapp 10 Mio. Menschen in Deutschland, so RND.

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Alleinerziehende besonders betroffen

Besonders stark betroffen seien den Daten zufolge Alleinerziehende. 19,3 % – also fast jeder und jede fünfte Alleinstehende mit Kindern – sind nicht in der Lage, sich alle zwei Tage mit Fleisch oder Fisch oder einer gleichwertigen vegetarischen Mahlzeit zu ernähren. Hier gibt es den Daten zufolge auch einen beträchtlichen Anstieg von 2021 zu 2022 von 16,7 auf 19,3 %.

Linken-Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch wiederholte in dem Zusammenhang die Forderung nach einer Reduzierung der Mehrwertsteuer auf null.

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Bürgerrat zu den Ernährungswünschen der Verbraucher

Zum Thema Ernährung wird es übrigens künftig einen Bürgerrat im Bundestag geben. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hatte am 21. Juli 2023 in einer Bürgerlotterie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgelost. Die 160 Bürger aus ganz Deutschland werden sich ab Ende September mit dem Thema „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“ beschäftigen.

Der Bürgerrat soll die Vielfalt der Gesellschaft möglichst gut abbilden und auch die Stimmen sichtbar machen, die sonst in der politischen Diskussion weniger präsent sind, sagte Bas. Er befasse sich mit den Wünschen der Verbraucher und soll die Praxis näher an die Politik holen.

Kritiker sehen darin allerdings ein unnötiges "Nebenparlament", was Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) abstreitet. Im ARD-Morgenmagazin sagte sie, der Rat könne "die Demokratie und unsere Beratungen zu einem bestimmten Thema bereichern". Und am Ende entscheide weiterhin immer der Bundestag.

Ein entscheidender Vorteil eines Bürgerrats sei dessen "repräsentative Zusammensetzung", sagte Bas. Dort kämen Menschen zusammen, die sich vorher nicht kennen würden. Bei Bürgersprechstunden oder ähnlichen Formaten, bei denen Abgeordnete interessierte Bürgerinnen und Bürger einlüden, erschienen meist nur jene, die ohnehin eine Meinung zu einem Thema hätten. Die "schweigende Mitte" tauche dort aber nicht auf.

Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“ kommt erstmalig vom 29. September bis 1. Oktober 2023 in Berlin zusammen, um über die Themen zu entscheiden, die im Fokus der Diskussionen stehen sollen. Anschließend werden dazu an zwei weiteren Wochenenden in Berlin sowie in mehreren Onlinesitzungen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, die in einem Bürgergutachten festgehalten werden. Im Februar 2024 soll das Bürgergutachten dem Deutschen Bundestag übergeben werden.

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