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topplus Greenpeace-Abfrage

Supermärkte stellen kaum um: 86 % des Fleisches aus Haltungsstufe 1 und 2

Im Laden kommt Fleisch aus den Haltungsstufen 3 oder 4 nicht vom Fleck. Der Kunde nimmt, was am Billigsten ist. Davon profitiert allerdings Ökoware, die es im LEH über Preis und Masse geschafft hat.

Lesezeit: 3 Minuten

Bei der Umstellung auf Fleisch aus besserer Haltung tun sich die Verbraucher weiterhin schwer. Die Supermärkte registrieren das und so stammen nach wie vor 86 % der Fleischprodukte aus den Haltungsformen 1 und 2. Das berichtet die Tagesschau unter Berufung auf eine aktuelle Abfrage von Greenpeace.

Die Umweltorganisation hatte die Supermarktketten Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe befragt.

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Fleisch der Haltungsformen 1 und 2 stammt von Tieren in Stallhaltung. Bei Haltungsform 3 haben Tiere Zugang zu einem Außenklimabereich oder einem Auslauf. Haltungsform 4 bedeutet, dass die Tiere zumindest zeitweise Zugang zu Freigelände haben.

Im Selbstbedienungsbereich kennzeichnen die Lebensmitteleinzelhändler nach eigenen Angaben inzwischen fast flächendeckend ihre Frischfleischprodukte mit der Haltungsform. Greenpeace kritisierte, dass bei Rindfleisch mit 76 % immer noch die Haltungsform 1 den Markt dominiere. Allerdings finde sich hier mit 14 % auch der größte Bioanteil.

Metro unwillig

Die Unternehmen Metro und Norma beantworteten den Fragebogen nicht und sie kennzeichnen ihre Fleischprodukte laut Greenpeace auch nicht. "Der Großhändler Metro hat eine breite Marktmacht und muss mit der verpflichtenden Haltungskennzeichnung auch endlich anfangen seine Produkte entsprechend der Haltungsform zu kennzeichnen", forderte Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff. "Der Markt hätte sich in den letzten Jahren deutlich schneller bewegen können, wenn von Anfang an der gesamte Handel an einem Strang gezogen hätte."

Huxdorff forderte zudem den Einzelhandel auf, den Ausbau besserer Haltungsformen "konsequent" voranzutreiben, statt auf die "zähe politische Umsetzung der Kennzeichnung zu warten".

Bio-Lebensmittel laufen gut im LEH

Anders sieht es bei Ökolebensmitteln aus. Inzwischen überbieten sich die Discounter schon mit Angeboten. Seit der klassische Supermarkt immer mehr Bioware im Sortiment hat, sinken die Preise für die Kunden. Das macht sich bemerkbar: Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat sich in Deutschland von 7 Mrd. € im Jahr 2012 auf 15 Mrd. € im Jahr 2022 mehr als verdoppelt, so die Tagesschau weiter.

Nach den Angaben des Marktforschers GfK sind die Umsätze der Bio-Supermärkte dagegen im vergangenen Jahr um 10,8 % eingebrochen. Die Reformhäuser verzeichneten sogar ein Minus von 37,5 %. Ganz anders sieht es bei den Eigenmarken der Handelsketten aus: Sie haben 9 % zulegt.

Biomarken arbeiten mit LEH zusammen

Auf diesen Effekt setzt Aldi Süd mit der neuen Marke "Nur Nur Natur“. Unterstützung bekommen sie dabei vom Bio-Verband Naturland, dessen Logo auf einigen der Produkte zu finden ist. Bio ist als 'neues Normal' zwingend", sagt Naturland-Geschäftsführer Steffen Reese angesichts der Klimakrise und heutigen Agrarproduktion.

Für ihn ist die Zusammenarbeit mit den Discountern alternativlos, um Massenkundschaft zu erreichen. Kritiker werfen Naturland und Co. dagegen vor, mitverantwortlich für den Niedergang der kleinen Läden zu sein. Der Sichtweise widerspricht Reese. "Im Discount und im Naturkosthandel haben wir unterschiedliche Zielgruppen, und ich glaube, wenn es uns gut gelingt, über den Discount mehr Biokunden zu erschließen, dann gehen die auf der Suche nach weiteren Produkten auch in die Bio-Läden."

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