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Billigfleisch bleibt Spitzenreiter

WWF ärgert sich über Grillfleischwerbung

Fleischprodukte werden 20-mal häufiger beworben als Ersatzprodukte. Auch beim Preis liegt das Fleisch vorne, was den WWF sehr stört.

Lesezeit: 3 Minuten

Fleischersatz sowie vegetarische oder vegane Produkte zum Grillen kosten mehr als klassisches Fleisch. Darüber ärgern sich die Umweltschützer vom WWF.

Der diesjährige Grillfleischcheck der Tierhaltungskritiker belegt, dass der Einzelhandel vor allem mit (Schweine-)Steaks, Hähnchenschenkeln oder Grillwürsten wirbt. Insgesamt würden Fleischprodukte 20-mal häufiger beworben als Ersatzprodukte.

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Auch beim Preis liege das Fleisch vorne: mit durchschnittlich 10,00 € je Kilo. Alternativen wie Tofuwurst oder Sojaburger liegen hingegen bei 11,64 € je Kilo, Käse 10,75 € je Kilo. Der niedrigste rabattierte Kilopreis lag bei 2,99 € für ein Kilogramm Hähnchenschenkel.

Egal woher, hauptsache günstig

Insgesamt spielten Haltungsformen keine Rolle, so der WWF weiter: 93% des rabattierten Fleischs stammte aus den Haltungsformen 1 und 2. Billiges Fleisch dominiere auch in den Werbeprospekten. Das ginge aber auf Kosten von Tier, Natur und Mensch, meinen die Umweltschützer.

„Der Lebensmitteleinzelhandel rabattiert an den Konsumentenwünschen vorbei“, behauptet WWF-Ernährungsreferentin Elisa Kollenda, und gibt den Anbietern die Schuld. Sie übersieht dabei, dass sich der mündige Kunde aus freien Stücken für das Fleisch entscheidet und auch höhere Haltungsstufen kaufen könnte, wenn er denn will.

Der WWF ist davon überzeugt, dass die Ernährungswende längst in der Bevölkerung angekommen ist. Der Fleischkonsum gehe weiter runter. So sei es der Einzelhandel, der auch dieses Jahr wie gehabt seine Preis- und Werbeanreize fast ausschließlich bei Fleisch und Wurstwaren setze. Damit verfehlt er die Bedürfnisse der Verbraucher“, sagt Kollenda.

Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse senken!

Die Zahl der rabattierten und beworbenen vegetarischen Grillprodukte ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 45 % zurückgegangen. Bei der Umstellung hin zu einem nachhaltigeren Grillsortiment hat der Handel somit noch „viel Luft nach oben“, so die WWF-Vertreterin weiter. Die Preisentwicklung und vergleichsweise höhere Kosten für nachhaltige Produkte gefährden ihrer Einschätzung nach den Positivtrend zu einer nachhaltigeren Ernährung.

Auch den Handel sieht der WWF beim Thema nachhaltiger Ernährung in der Verantwortung – dieser komme allerdings nach Einschätzung der Naturschutzorganisation nicht nach. Kurzfristig sollte daher, so die Forderung des WWF, die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abgesenkt werden, wie von der EU-Kommission erlaubt.

„Nachhaltige und gesunde Ernährung ist eine drängende soziale Frage und ein Recht für alle. Der Markt allein richtet es augenscheinlich nicht. Uns ist daher unbegreiflich, warum ausgerechnet die deutsche Bundesregierung, anders als viele europäische Nachbarländer, eine derartige Steuersenkung nicht umsetzt,“ so Kollenda.

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