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Warum ist Landwirtschaft im Wahlkampf kein Thema?

Zum Ende des Wahlkampfes zeigt sich, dass Landwirtschaft und Ernährung als Thema nicht zogen. Warum ist das so und was bedeutet das für die Agrarpolitik nach der Bundestagswahl?

Das Thema Landwirtschaft und Ernährung hat in den vergangenen Jahren in der politischen Debatte eine Aufwertung erfahren. Viel wurde darüber diskutiert, welche Landwirtschaft die Gesellschaft will. Auf den Wahlplakaten, in den TV-Debatten und in Medienberichten der letzten Wochen und Monate zur Bundestagswahl fand das Thema Landwirtschaft und Ernährung eher wenig und wenn dann wenig prominent statt. Woran liegt das?

Halten Wähler Landwirtschaft für relevant?

Im Frühsommer ergab der Verbrauchermonitor der Universität Kiel, der vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML) in Auftrag gegeben wird, dass für 42 % der Befragten bei der Wahlentscheidung die Haltung der Partei zur Landwirtschaft relevant ist. Mitte September zeigte dann eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, dass für die eigene Wahlentscheidung bei den meisten Befragten das Thema soziale Gerechtigkeit die größte Rolle spielt (53%). Danach kamen die Themen Klimaschutz (43%), Flüchtlinge und Asyl (25) sowie Coronapandemie (22%).

Keine einfachen Lösungen

„Die Landwirtschat ist als Branche zu klein und das Thema Ernährung ist zu vielschichtig“, sagt Lea Fließ, Geschäftsführerin beim Forum Moderne Landwirtschaft. Zudem habe sich in diesem Wahlkampf gezeigt, dass die Parteien viel direkter „in die jeweiligen Bubbles rein gehen“, statt einzelne Themen auf der großen Bühne zu diskutieren, so Fließ. Auch das sei ein Grund für die „Themenarmut“ in diesem Wahlkampf, die nicht nur die Landwirtschaft getroffen habe. Hinzu kam, dass die Kandidatenfragen und die Umfragewerte bei dieser Bundestagswahl eine sehr große Rolle spielen.

Aus Sicht von Fließ steckt die...

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