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Bioprodukte teils billiger als konventionelle Lebensmittel

Direktvermarkter und Bioläden leiden unter der Konkurrenz aus dem Supermarkt. Was aber kaum jemand weiß: Inzwischen sind Ökolebensmittel teilweise günstiger als konventionelle. Ein paar Beispiele.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Wirtschaftswoche berichtet darüber, dass Bioprodukte inzwischen teils günstiger sind als konventionelle Lebensmittel. Als Beispiel nennt die Zeitung die Aldi Biobutter „Gut Bio“ für 2,99 € und die klassische Butter Kerrygold für 3,49 €. Oder Alnatura: Hier kosten 500 g Bio-Spaghetti 1 €, was deutlich unter dem Preis konventioneller Spaghetti liegt.

Der alte Spruch, Bio heißt teuer, gelte heute nicht mehr, so die Wirtschaftswoche weiter. Zwar verteuern sich auch Bioprodukte, aber langsamer als die konventionellen Alternativen. Das Paradoxe sei nun, dass die Verbraucher wegen der Inflation bei Lebensmitteln sparen und das besonders bei den Bio-Artikeln.

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Bioschweinefleisch und Käse nur 3,3 % teurer

Laut einer aktuelle AMI-Analyse hätten sich Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft im ersten Halbjahr 2022 um 5,2 % verteuert. Frisches Rindfleisch etwa war 15 % teurer, Kartoffeln wegen der schlechten Ernten sogar 22 % teurer, doch Bio-Schweinefleisch oder Käse verteuerten sich nur um 3,3 %. Bio-Möhren und Bio-Paprika waren sogar günstiger als im Vorjahr, zeigen die Daten von AMI. Bei konventionellen Lebensmitteln sprangen die Preise im gleichen Zeitraum um 8 % nach oben – und stiegen damit stärker an als die Biowaren.

Die Gründe

Als Gründe nennt die Wirtschaftswoche die gestiegenen Energie- und Düngerpreise in der konventionellen Landwirtschaft. Mineraldünger brauchen die Biolandwirte nicht. Zudem seien ihre Preise schon früher recht hoch gewesen, so dass die Erzeuger nun weniger aufholen müssten.

Obst und Gemüse werde zudem oft aus dem Ausland importiert. Im Moment sei das Angebot laut AMI reichlich, so dass die Preise niedriger sind. Das zeige sich etwa bei Äpfeln oder Bananen; Obst sei nur 1,3 % teurer geworden. Nicht zu vernachlässigen seien auch die langfristigen Verträge, die die Biobauern mit den Handelsketten abschließen, so dass da teils noch keine Preisanpassungen möglich waren.

Bioläden spüren Umsatzeinbußen seit Monaten

Die Wirtschaftswoche hält darüber hinaus auch eine gewisse Furcht vor Vergrämung der Kunden für möglich. Laut GfK-Marktforschung sparen die Kunden vor allem bei den sonst teuren Bioprodukten. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres machten Reformhäuser und Naturkostläden 38 % weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Bei Hofläden und Bauern oder dem Metzger lagen die Rückgänge bei rund 17 %, die Biosupermärkte mussten knapp 15 % Umsatzverlust verkraften.

Wer Bio kaufen will, gehe inzwischen auch viel häufiger in den Supermarkt oder zum Discounter. Dort stieg der Umsatz bei den Bio-Eigenmarken um 9,3 %, heißt es. Über alle Handelsformate hinweg kommen Produkte aus ökologischer Landwirtschaft damit nur auf ein Umsatzminus von 3,2 % - das ist weniger als die Konsumgüterindustrie hinnehmen muss.

Die Wirtschaftswoche kommt daher zu dem Fazit, dass Bio weiter im Trend liegt, die Angleichung der Preise aber die Gefahr birgt, dass weniger Landwirte umstellen wollen bzw. sich der Bioanbau nicht mehr lohnen könnte.

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