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Coceral reduziert Prognose für EU-Ernte 2023

Der Verband der EU-Getreide- und Ölsaatenhändler (Coceral) hat seine Erwartungen an die EU-Getreideernte 2023 deutlich reduziert. Die Prognosoe liegt nur noch knapp über dem Vorjahresergebnis.

Lesezeit: 3 Minuten

Der EU-Dachverband der Getreidehändler (COCERAL) hat seine Prognose zur diesjährigen Getreideernte in der Europäischen Union nach unten gesetzt. Laut den jüngsten Zahlen sollen in der Gemeinschaft 273,4 Mio. t Getreide eingefahren werden. Zwar wären das rund 6,5 Mio t beziehungsweise 2,5 % mehr als im Vorjahr.

Im März hatte der Verband allerdings noch eine Gesamtmenge von 280,1 Mio t erwartet. Hauptgrund für die pessimistischere Beurteilung ist die Trockenheit in der Nordhälfte der EU.

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Im Vergleich zur Ernte 2022 wird mit einem Erntezuwachs von +1,9 % gerechnet. Damit erreicht das Ergebnis einen vergleichsweise guten Mittelwert.

Unterschiede je nach Getreideart

Die Weizenernte in der EU-27 wird auf 127,3 Mio. t geringfügig zunehmen. Bei fast gleicher Flächenerträgen macht liefert die erhöhte Anbaufläche den ausschlaggebenden Effekt.

Die Gerstenernte der EU-27 schätzt Coceral auf 49,5 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 52 Mio. t. Ein niedriger Hektarertrag ist die entscheidende Begründung.

Bei geringerer Anbaufläche soll die EU-27-Maisernte mit knapp 61 Mio. t aufgrund höherer Ertragserwartung gegenüber dem Vorjahr (52 Mio. t) deutlich zunehmen. Frühere Ergebnisse von 70 Mio. t rücken in weite Ferne.

Ein Drittel weniger in Spanien; deutsche Ernte 2 % kleiner

In den einzelnen Mitgliedstaaten streuen die Ergebnisse in einer weiten Spannbreite in beide Richtungen. Ausschlaggebend sind die witterungsbedingt unterschiedlichen Ertragserwartungen, ausgehend von ganz verschiedenen Ausgangslagen.

Extrem sind die Veränderungen in Ungarn. Während im Vorjahr Hektarerträge von 40 dt/ha erzielt wurden, kann man nach den bisherigen Niederschlagsverhältnissen von rd. 60 dt/ha ausgehen. Bei vergrößerter Anbauflächen steigt die ungarische Ernte um 60 % zum Vorjahr, bleibt aber immer noch unter 5-Jahresdurchschnitt.

Für Rumänien wird nach der vorjährigen schwachen Ernte eine kräftige Erntesteigerung von +16,6 % vorausgesagt. Die Hektarerträge steigen von 36 auf 44 dt/ha. Das Ergebnis kommt wieder in den Bereich des 5-Jahresmittelwertes.

Auch in einigen Teilen Polens sorgen ungünstige Wetterverhältnisse für eine um 3,6 % geringe Ernte, bleibt aber noch im mehrjährigen Durchschnitt.

Spaniens Getreideproduktion wird wiederholt von einer Trockenheit heimgesucht. Gegenüber dem schon schwachen Vorjahr wird ein nochmaliger Produktionsrückgang von - 33,3 % erwartet. Erste Druschergebnisse liegen bereits vor. Die durchschnittlichen Hektarerträge fallen von vorjährigen 32 dt/ha auf diesjährige 22 dt/ha. Im 5-Jahresvergleich wird die Ernte nur noch halb so groß ausfallen.

Italiens Getreideernte schätzt Coceral um rd. +17 % höher ein im Vergleich zum wenig günstigen Vorjahr.

Im EU-größten Produktionsgebiet Frankreich wird die Getreideernte um 6 % höher zum ungünstigen Vorjahr eingeschätzt. Die durchschnittlichen Hektarerträge werden um 3,5 dt/ha auf 71,5 dt/ha veranschlagt. Zusätzlich liefert eine etwas gestiegene Anbaufläche zu Lasten des Z.-Rübenanbaus mehr Getreidemengen.

Die deutsche Getreideernte bleibt laut Coceral dagegen 2 % hinter Vorjahr zurück Dazu tragen eine reduzierte Fläche und geringere Erträge bei.

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