Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Schweine-Radar

Schweinehalter machen wieder Verluste

Ferkelerzeuger können weiterhin mit festen Notierungen kalkulieren. Für reine Mäster geht die Rechnung aber nicht mehr auf. Die nächsten Monate dürften spannend werden.

Lesezeit: 2 Minuten

Nach einer längeren ruhigen Phase kommt wieder Bewegung in die Notierungen und damit auch in die Wirtschaftlichkeit. Die Ferkelnotierungen bleiben hingegen bisher stabil. (Stand 3. KW: 73 € pro 25 kg-Ferkel und 2,00 € pro kg SG)

Nach Berechnungen des Schweine-Radars auf Basis der aktuellen Notierungen fehlen reinen Mästern aktuell etwa 13 € je Tier zur Vollkostendeckung. Bei den Ferkelerzeugern sieht es besser aus. Sie kommen in der 3. KW auf ein Ergebnis auf Jahresbasis von 540 € je Sau (siehe Übersicht).

Newsletter bestellen

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Das Schweine-Radar kalkuliert mit aktuellen Werten. Demnach wären im geschlossenen System derzeit rund 1,95 €/kg SG nötig, um alle Kosten zu decken. Wer Ferkel zukaufen muss, bräuchte hingegen 2,13 €/kg SG. Unterm Strich machte die Branche (Mastschweine und Sauen) erstmals im neuen Jahr wieder rund 3 Mio. € Verlust.

Ohne Emstek weniger Wettbewerb um Schweine

Der Erfinder des Schweine-Radars Tobias Göckeritz sieht die aktuelle Lage kritisch. Er vermutet, dass die Schlachtunternehmen sich bereits auf die Grillsaison vorbereiten und nicht für über 2€ je kg SG einfrieren wollen.

Aus Erzeugersicht dürfte nach seiner Ansicht der harte Wettbewerb um die Schlachtschweine durch die Schließung von Vion Emsteketwas nachlassen. Gleichwohl seien die Wochenschlachtungen aber weiterhin deutlich unter dem Vorjahr.

Noch weniger heimische Ferkel?

Göckeritz sieht zudem künftig noch knappere heimische Ferkelzahlen. Er erinnert daran, dass deutsche Sauenhalter bis zum 9. Februar ihre Aufgabe erklären oder ein Umbaukonzept vorlegen müssen – „Das wird die Zahl deutscher Ferkel nicht gerade vermehren“, sagt Göckeritz.

Umfangreichere Zahlen und Erklärungen finden Sie auf: www.landvolk-mittelweser.de/schweine-radar

Hintergrund

Im Schweine-Radar rechnet Göckeritz aktuellen Notierungen in Ergebnisse pro Tier um. Die wichtigsten Kennzahlen sind die Direktkostenfreie Leistung und das Ergebnis nach Festkosten. Die Berechnung wird vom Landvolk Mittelweser veröffentlicht und soll Schweinehaltern helfen, ihre aktuelle wirtschaftliche Lage zu beurteilen. Tobias Göckeritz ist Vorsitzender beim Landvolk-Kreisverband Mittelweser und bewirtschaftet einen schweinehaltenden Betrieb mit knapp 200 Sauen im geschlossenen System.

Mehr zu dem Thema

3

Bereits 3 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + Das Abo, das sich rechnet!

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €!

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.