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Deutscher Verband Tiernahrung

Starker Abwärtstrend bei Mischfutterproduktion vorerst gestoppt

Da die Zahl der Mastschweine weiter rückläufig ist, sinkt auch der Bedarf an Mischfutter. Der Abwärtstrend hat jedoch erstmal wieder gestoppt, wie der DVT mitteilt.

Lesezeit: 3 Minuten

Im Kalenderjahr 2023 produzierten deutsche Mischfutterbetriebe rund 21,7 Mio. t Futter und damit rund 360.000 t weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um rund 1,6 %  im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, teilte am Dienstag der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) mit.

Laut DVT-Präsident Cord Schiplage konnte zwar ein weiterer starker Abwärtstrend nach den stark rückläufigen Produktionsmengen der Vorjahre gestoppt werden. Dennoch könne nur bedingt von einer sich beruhigenden Lage gesprochen werden. So ist die Zahl der Mastschweine (-1,4 % / 9,6 Mio.) weiter rückläufig, fällt nach dem drastischen Rückgang der November-Zählung im Vorjahr (-11,6 %) aber geringer aus.

Beim Futtervolumen ist im Schweinesegment ein Rückgang von rund 500.000 t (-5,8 %) auf 8,0 Mio. t zu konstatieren. Die weiteren bedeutenden Marktsegmente Wiederkäuer und Geflügel verzeichnen leichte Zuwächse bei den Futtermengen.

Preis- und Wettbewerbsdruck steigt wieder: Umsatzzahlen rückläufig

Die Umsätze der insgesamt 276 deutschen Mischfutterhersteller (fünf weniger als im Vorjahr) sanken im Kalenderjahr 2023 von rund 10,5 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. "Nach dem Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten und den damit verbundenen direkten Auswirkungen auf die Futtermittelpreise und den Umsatz im Vorjahr führen der Preis- und Wettbewerbsdruck sowie die ausreichende Rohstoffverfügbarkeit auf dem Weltmarkt nun zu einem Umsatzrückgang", sagte Schiplage.  

EU-Entwaldungsverordnung: Vielzahl an Regularien nicht praxisorientiert

Eine besondere Herausforderung sieht Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung des DVT, derzeit in der Vielzahl von Regularien des Gesetzgebers zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele. "Die Unternehmen sind auf die Anforderungen zur Nachhaltigkeit gut vorbereitet", betonte Baaken. Er verwies dabei auf die Vorarbeiten zur Ermittlung der Umweltwirkungen: "Wir können den ökologischen Fußabdruck für Futtermittel am Hoftor bereitstellen."

Bedenken rufe die schlecht vorbereitete EU-Entwaldungsverordnung hervor. Die Einzelheiten zur Rückverfolgung seien immer noch offen, teilweise nicht umsetzbar und müssten aus unerklärlichen Gründen auch nach dem Import im weiteren Verlauf ständig mitgeführt werden.

Baaken relativierte zudem die Bedeutung des davon betroffenen Sojaschrots. Laut den statistischen Erhebungen ist Sojaschrot mit einem durchschnittlichen Anteil von 11,7 % im Mischfutter enthalten, Tendenz fallend. 77 %  des in Deutschland verwendeten Sojas in der Mischfutterherstellung stammen aus Regionen mit geringem Entwaldungsrisiko. Die europäische Herkunft hat mit rund 15 % des Sojas zunehmend an Bedeutung gewonnen. "Das sind gute Voraussetzungen für die Sicherung nachhaltiger Fütterung. Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNA", sagte DVT-Präsident Cord Schiplage.

Er plädierte für europaweit einheitliche Regelungen innerhalb der Lebensmittelkette für Milch, Fleisch und Geflügel bei der Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks. Zudem könne der Product Environmental Footprint (PEF) mit seinen 16 Einzelwerten ein umfassendes und objektives Bild über die Umweltwirkungen geben. Schiplage machte deutlich, dass die Futtermittel die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sichern, Kreisläufe schließen sowie Ressourcen und Umwelt schonen.

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