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Energie immer teurer

Strommarkt extrem: Negative Strompreise treffen auf steigende Verbraucherkosten

Trotz Rekordproduktion erneuerbarer Energien und zeitweise negativer Strompreise an der Börse sollen die Stromkosten 2024 steigen. Wie kann das sein?​

Lesezeit: 2 Minuten

Die Bundesnetzagentur erwartet für 2024 weiterhin hohe Strompreise für Verbraucher, trotz eines Rückgangs der Großhandelspreise im Vergleich zu 2022. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, rechnet damit, dass das Preisniveau über dem vor dem russischen Angriffskrieg liegt und durch den Wegfall von Zuschüssen eine durchschnittliche Mehrbelastung von 120 € pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt entsteht.

Gleichzeitig erlebte der Strommarkt über die Weihnachtsfeiertage eine außergewöhnliche Situation: Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft, deckten zeitweise bis zu 124 % des Strombedarfs, was zu negativen Preisen führte. Laut der TAZ war der Strompreis während 52 Stunden an den Weihnachtstagen negativ oder gleich null. Dieses Phänomen tritt immer dann auf, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, was häufig an Feiertagen und Wochenenden der Fall ist.

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Verbraucher profitieren nicht

Trotz dieser Entwicklungen profitieren private Haushalte nicht von den negativen Preisen, da ihre Tarife langfristig festgelegt sind. Die Kosten der negativen Strompreise tragen die Erzeugungsanlagen, die bei negativen Marktpreisen für die Einspeisung bezahlen müssen.

Die zunehmende Zahl von Stunden mit negativen Strompreisen deutet auf ein wachsendes Ungleichgewicht im Stromnetz hin, das durch den Ausbau volatiler Energiequellen wie Wind und Solar verstärkt wird. Tobias Kurth, Strommarktanalyst, prognostiziert, dass es im Jahr 2034 bis zu 2.000 Stunden mit Preisen kleiner oder gleich null Euro geben könnte, berichtet die TAZ. Dies stellt eine Herausforderung für die Anlagenbetreiber dar, insbesondere im Hinblick auf die schrittweise Kürzung der Vergütung bei negativen Preisen gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Stromversorgung: teuer, aber sicher

Die Bundesnetzagentur zeigt sich optimistisch bezüglich der Gasversorgung, mit Gasspeichern, die zu etwa 90 % gefüllt sind, und stabilen Importen. Insgesamt müssen sich Verbraucher jedoch auf höhere Stromkosten einstellen, während die Industrie und andere Großverbraucher von den Schwankungen am Strommarkt profitieren können. Negative Strompreise und der Ausbau erneuerbarer Energien führen zu neuen Herausforderungen im Energiemarkt.

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