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topplus Kartellamt gibt grünes Licht

Tönnies darf Vion-Betrieb in Altenburg übernehmen

Das größte deutsche Schlachtunternehmen wächst weiter und übernimmt den Rinderstandort in Altenburg. Der Konzern setzt bei Rindfleisch voll auf Wachstum.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Tönnies-Gruppe darf zum 1. Mai den Vion-Rinderschlachthof in Thüringen übernehmen. Wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte, hat das EU-Kartellamt vor 14 Tagen grünes Licht für die Übernahme gegeben. Kein EU-Land habe Einwände erhoben, sodass der Konzern den Standort ohne Auflagen übernehmen könne.

Geht es nach Plan, sollen dort bereits am 2. Mai die ersten „Tönnies-Rinder“ zur Schlachtung gebracht werden. Vion soll die letzten Tiere demnach am 26. April dort verarbeiten. „Wir wollen dort zu Beginn rund 2.000 Rinder schlachten“, sagt Markus Tiekmann, der die Geschäfte von Tönnies Rind führt.

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Der Standort läuft unter dem Namen „Altenburger Fleisch“ und passt gut in die Rindfleischstrategie des Konzerns aus Rheda-Wiedenbrück. „Die Rohstoffbeschaffung ist eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre“, erklärt Tiekmann. Zudem werde der Viehtransport in den nächsten Jahren voraussichtlich immer restriktiver. Der Standort im ostdeutschen Altenburg passe daher sehr gut in die bestehende Struktur.

Tönnies wächst bei Rind um 9 %

Dass es der Konzern ernst meint, zeigen die Zahlen. Nach eigenen Angaben konnte man 2023 in einem stabilen Rindfleischmarkt in Deutschland um 9 % bei den Schlachtungen wachsen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt das Plus sogar bei 25 %.

Deutschland ist Gunststandort für Rinderhalter

Tiekmann rechnet weiterhin mit einem stabilen Umfeld für Rinder in Deutschland. „Italien, Spanien, Polen oder auch Frankreich haben zuletzt zwischen 5 und 12 % der Schlachtungen verloren“, erklärt er. Deutschland sei dagegen stabil, weil es hier ordentliche Milchpreise und gute klimatische Bedingungen gebe.

Das Unternehmen geht von einem reibungslosen Übergang der Schlachtungen aus. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen bereits Informationsveranstaltungen in Ostdeutschland durchgeführt. Das Interesse der umliegenden Landwirte sei groß, berichtet Tiekmann. Außerdem habe man eine motivierte Belegschaft in Altenburg übernommen und auch die Anlagen seien „gut in Schuss“. Es gibt wenig Investitionsbedarf.

Haltungsform 3 kommt auf 50 %

Auch beim Thema Tierwohl ist die Richtung bei Tönnies klar. „Bei Rindfleisch haben bereits zwei Discounter zu 100 % auf HF3 umgestellt“, berichtet Tiekmann. Wie im Herbst 2023 angekündigt, rechnet man im Hause Tönnies bis Ende 2025 mit einem Anteil von 50 % der deutschen Schlachtrinder in Haltungsform 3. „Ein Zurück wird es nicht geben“, stellt er klar.

Hintergrund: Vion verkauft mehrere Standorte

Anfang des Jahres gab der Vion-Konzern bekannt, sich von mehreren Standorten in Deutschland zu trennen. Darunter ist auch die Rinderstandort in Altenburg. Das niederländische Unternehmen reagiert damit auf anhaltende Probleme, die Standorte wirtschaftlich zu betreiben.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was denken Sie über die Übernahme? Sehen sie den Standort Deutschland für Rinderhalter auch so positiv wie das Haus Tönnies?

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