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Nachruf

DLG-Ehrenpräsident Philip Freiherr von dem Bussche gestorben

Philip Freiherr von dem Bussche ist verstorben. Er gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Agrarwirtschaft, schreibt die DLG.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Ehrenpräsident der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft Philip Freiherr von dem Bussche ist am 9. April 2024 im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

In einem Nachruf schreibt die DLG, dass sie von dem Bussche sehr viel zu verdanken habe. Der studierte Betriebswirt führte die DLG von 1997 bis 2006 und verkörperte wie kein anderer den modernen Landwirt und verantwortungsvollen Unternehmer.

„Philip von dem Bussche war der erste landwirtschaftliche Unternehmer an der Spitze der DLG und hat als solcher entscheidend das Bild der modernen, fortschrittlichen und unternehmerischen Land- und Ernährungswirtschaft geprägt, für das die DLG seither steht“, würdigte der aktuelle DLG-Präsident Hubertus Paetow die Leistungen seines Vorvorgängers.

„Er führte die DLG mit großer Empathie und sicherem Gespür für die fundamentalen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen ins 21. Jahrhundert und setzte zukunftsweisende Impulse für die gesamte Agrarwirtschaft“, so Paetow weiter.

Fachlich-unternehmerische Impulse gesetzt

Von dem Bussche prägte die DLG über Jahrzehnte, er war ihr Impulsgeber und Freund. Er setzte zunächst im fachlich-unternehmerischen Bereich Impulse und übernahm später für lange Jahre Verantwortung im DLG-Vorstand.

Von 1997 bis 2006 wirkte er als DLG-Präsident. Unter seiner Ägide wurden die Weichen für eine entscheidende strategische Weiterentwicklung und Umstrukturierung gestellt, das Fachzentrum Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Testzentren für Technik und Betriebsmittel sowie für Lebensmittel neu gebildet und die Internationalisierung der DLG konsequent vorangetrieben. Mit der Aufgabe des Präsidentenamtes übernahm von dem Bussche den Vorsitz des Aufsichtsrats, um den Kurs für einen weiteren erfolgreichen Ausbau der DLG weiter unterstützen zu können.

Philip von dem Bussche war geprägt durch eine an Vernunft und Aufklärung geschulte Haltung und eine humanistisch-christliche Grundüberzeugung und strategische Weitsicht, die ihm Charisma und geistige Leadership verschafften. Wandel und Erneuerung begriff er als Chance für Weiterentwicklung und Wachstum, sei es im persönlichen oder im unternehmerischen.

Goldene Max-Eyth-Denkmünze erhalten

Als Mensch und Persönlichkeit begeisterte und inspirierte er viele und sein Wirken drang weit über die Branche bis tief in die Gesellschaft und Kultur, so die DLG weiter. Mit der Welt im Blick und in Verbundenheit mit seiner niedersächsischen Heimat entwickelte er Konzeptionen, die weit in die Zukunft tragen werden. So war er auch für die jüngeren Generationen der Branche eine wichtige Orientierung und Vorbild.

Für seine großen Verdienste hatte die DLG von dem Bussche im Jahr 2006 als höchste Auszeichnung die Große Goldene Max-Eyth-Denkmünze verliehen und ihn 2018 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit ernannt.

Sein Werdegang

Philip Freiherr von dem Bussche wurde am 2. April 1950 geboren. Ein Jahr nach dem Ende seiner Ausbildung und dem Abschluss als Diplomkaufmann an der Universität Köln 1975 übernahm er den seit 1345 im Familienbesitz befindlichen Landwirtschaftsbetrieb mit den Schwerpunkten Ackerbau, Schweinezucht und Forstwirtschaft in Ippenburg (Kreis Osnabrück) und baute diesen konsequent zu einem Spitzenbetrieb aus.

Von dem Bussche erkannte in den Zeiten des Umbruchs die Chancen und Potentiale der Landwirtschaft auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. Er nutzte diese zur unternehmerischen Weiterentwicklung und engagierte sich seit 1991 als Partner einer Ackerbau-GbR in Krostitz in Sachsen.

Von 2000 bis 2005 war von dem Bussche Mitglied des Aufsichtsrats der damaligen KWS SAAT AG, 2006 wurde er Mitglied des Vorstands der KWS SAAT und von 2008 bis 2014 dessen Sprecher. Seit Dezember 2022 war Aufsichtsratsvorsitzender der KWS SAAT SE & Co. KGaA und KWS SE.

Er war gefragter Ratgeber, insbesondere in der strategischen Ausrichtung familiengeführter Unternehmen im Generationswechsel und als solcher für die Unternehmen GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG sowie Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG tätig.

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