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Nach „Ausländer raus“-Rufen: Landjugend positioniert sich gegen Rechts

Unschöne Parolen schallten am Donnerstag von einem Faschingswagen der Hohenfurcher Landjugend. Die Bayerische Jungbauernschaft ist schockiert.

Lesezeit: 2 Minuten

Harte Konsequenzen drohen einigen Mitgliedern der Hohenfurcher Landjugend. Diese hatten am vergangenen Donnerstag als LEGO-Männchen verkleidet auf einem entsprechend geschmückten Wagen am Faschingsumzug in Landsberg teilgenommen. Ein YouTube-Video zeigt, wie die Feiernden „Ausländer raus“ singen zum Lied „L‘amour toujours“.

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Als erste Reaktion wurde die Gruppe von weiteren kommenden und auch im nächsten Jahr stattfindenden Umzügen ausgeschlossen. Die beteiligten Faschingsvereine und Gesellschaften sowie der Elferrat verurteilten den Vorfall und sprachen sich gegen Rechtsextremismus aus. Ebenfalls wurde eine Anzeige gegen die Hohenfurcher bei der Polizei gestellt. Laut „Münchner Merkur“ gehe die Polizei Landsberg von Volksverhetzung aus, die Staatsanwaltschaft werde informiert.

Krisengespräch mit dem Bürgermeister

Der 1. Vorsitzende der Landjugend Hohenfurch, Moritz Taufratshofer entschuldigte sich gegenüber dem „Münchner Merkur“ für seine Mitglieder so: „Keiner von denen auf dem Wagen will so etwas. Keiner von uns im Verein ist ausländerfeindlich: Das sind nicht wir, das ist nicht der Verein.“

Laut BILD trafen sich Taufratshofer (der selbst während des Umzugs nicht auf dem Wagen war), der Bürgermeister von Hohenfurch und die Lan­desvorsitzenden der Bayeri­schen Jungbauernschaft am Samstag mit den 35 Personen vom LEGO-Wagen zum Krisengespräch. 

Deutliche Reaktionen aus der Landjugend

Am vergangenen Sonntag äußerte sich die Landjugend Bayern dann zu den Vorfällen. In einer Pressemitteilung der Bayerischen Jungbauernschaft heißt es, dass ausländerfeindliche Parolen in keinerlei Situation zu rechtfertigen seien und nicht geduldet werden. Die Verantwortlichen würden zur Rede gestellt und müssten mit Konsequenzen rechnen.

 „Als Landjugend treten wir aktiv für eine offenen Gesellschaft ein. Vorfälle wie beim Faschingsumzug in Landsberg verurteilen wir deswegen aufs Schärfste“, betont die Landjugend Bayern in einem Post auf Instagram. Taufratshofer schreibt dazu: „Ausländerfeindlichkeit lehnen wir entschieden ab. Unsere Hohenfurcher Landjugend steht für Gemeinschaft, Zusammenhalt, Werte und Tradition.“ Ihm sei wichtig, dass Jugendliche herzlich aufgenommen werden und keiner ausgeschlossen wird, egal welcher Herkunft oder Nation.

Auch Bürgermeister Vogelsang wird auf Instagram zitiert: „In unseren Vereinen und in unserer Gemeinde ist jeder willkommen. Das war so, das ist so und das wird auch so bleiben.“ Er verweist darauf, dass 6 % der Bevölkerung in Hohenfurch eine ausländische Staatsbürgerschaft haben. Die Menschen aus ca. 20 Nationen seien dort gut integriert.

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