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Was bremst die Digitalisierung in der deutschen Landwirtschaft?

Auf dem Podium des Osnabrücker Start-up Zentrums diskutierten die Gäste aus Politik & Wirtschaft über Deutschlands große Baustelle: die Digitalisierung. Mit dabei: Grünen-Ministerin Staudte.

Lesezeit: 3 Minuten

Start-up Pitches und Diskussionen: Am vergangenen Mittwoch, den 26. Juni 2023, fand das Fachforum „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ im Start-up Zentrum der Seedhouse Accelerator GmbH statt. Anlässlich der Sommertour der niedersächsischen Agrarministerin Miriam Staudte veranstalteten das Seedhouse und der Grüne Wirtschaftsdialog e.V. eine Podiumsdiskussion.

Drei Barrieren, die Landwirte vor Grenzen stoßen

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1.Komplizierte Datennutzung: Wer hat die Datenhoheit?

Eine Folge der Digitalisierung ist die immense Zunahme der Datenmengen. Bürokratische Hürden und Undurchsichtigkeiten erschweren deren Aufbereitung und Nutzung. Die Podiumsredner betonten das Potential der Daten für mehr Effizienz bei z. B. der Flächenbewirtschaftung oder in der Tierwohlförderung. Mehr Effizienz und Einfachheit sei aufgrund des Fachkräftemangels dringend notwendig. Es sei besonders wichtig, die Entscheidungsfreiheit über die eigenen Daten auf dem landwirtschaftlichen Betrieb zu erhalten.

2. Netzausbau im ländlichen Raum

Die hinkende Infrastruktur in Deutschland bremst die Digitalisierung. Durch die schlechte Verbindung besonders in ländlichen Räumen, sei die Grundlage für Online-Schulungen, technische Lösungen, Datentransferleistungen und das alltägliche Leben stark eingeschränkt. Ohne flächendeckendes Internet gebe es kaum die Möglichkeit, neue Ideen auch umzusetzen.

3. Aus- und Weiterbildung von Landwirten und Mitarbeitern

Mit Verweisen auf den Jahrzehnte alten Lehrplan in den Berufsschulen sprechen sich die Diskutanten für einen stärkeren Fokus auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Lehrplan aus. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten für Landwirte müssten verbessert werden. Denn sonst führe das fehlende Know-How zu Angst vor der Veränderung.

Reife Ideen in allen Bereichen: Tierhaltung, Technik, Pflanzenbau und Co.

Die Veranstaltung bot außerdem sechs Start-ups die Möglichkeit, vor der Ministerin ihre Idee zu pitchen und sich den Fragen des Publikums zu stellen:

  • Farmerscent

Gegen Atemwegserkrankungen und Schwanzbeißen in der Schweinehaltung will Victor große Macke von Farmerscent vorgehen. Das Produkt nennt sich „AeroDiff“:ein kastenförmiger Vernebler für ätherische Öle, der stressreduzierend auf bis zu eintausend Schweine gleichzeitig einwirken kann.

  • Vetvise

Als „unsichtbaren Mitarbeiter“ beschreiben die Vetvise-Gründer ihre Technologie: Eine kameragestützte KI analysiert kontinuierlich das Tierverhalten im Stall und entwickelt täglich neue Handlungsempfehlungen aus den erhobenen Daten. So soll der Landwirt gezielt das Tierwohl steigern können.

  • Hortus

Johannes Weimer von Hortus steht noch in den Startlöchern: Er möchte Schweinehaltern zukünftig eine Alternative bieten, indem er die leeren Stallgebäude für Indoor-Pflanzenanbau nutzbar macht.

  • VGreens

Mit einer Vor-Ort-Verkostung zeigt das Start-up VGreens die Ergebnisse seiner Arbeit: Erdbeeren aus Vertical Farming Anbau. Geschmack und Inhaltsstoffe sind über eine Nährlösung genau dosierbar. Zukünftig wollen die Gründer das Sortiment um weitere Früchte erweitern.

  • Noxt

Die Landmaschinentechnik vorantreiben, wollen die Gründer der noxt! Sensortec GmbH. Sie entwickeln KI-gestützte Sensorkonzepte für die Agrarbranche. In Feldhäcksler, Mähdrescher und Co. soll die Technologie Daten erfassen und die Effizienz auf dem Feld erhöhen. Der Ursprung des Start-ups liegt im Bereich der Windenergie.

  • Seedalive

Die Frage: „Ist mein Saatgut keimfähig oder nicht?“ lässt sich dank Seedalive innerhalb von vier Stunden beantworten. Die Gründer haben ein Schnelltest-Kit entwickelt.

Hintergrund

Der Seedhouse Accelerator ist ein Zentrum für Start-ups in den Bereichen „Farm, Food und Digitales“. Jedes Jahr unterstützt das Programm junge Unternehmen bei der Entwicklung und Markteinführung.



Der Grüne Wirtschaftsdialog e.V. ist ein seit 2018 bestehender, parteiunabhängiger Zusammenschluss von Unternehmen und Personen, die die Kommunikation zwischen Wirtschaft und „Grüner Politik“ fördern wollen.

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