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Edamame-Sorten im Vergleich: Anbau auch im Norden möglich

Als Sojabohne ist die Edamame grundsätzlich ein mildes Klima gewohnt. Bei der Wahl des richtigen Saatguts soll der Anbau auch in Norddeutschland möglich sein. Wir vergleichen die bekanntesten Sorten.

Lesezeit: 3 Minuten

Die japanische Edamame ist unter deutschen Landwirten noch eine echte Nische. Prinzipiell ist jede zur Teigreife geerntete Sojabohne als Edamame essbar. Damit sie die typischen Eigenschaften aufweist, sollten Landwirte jedoch zu besonderen Sorten greifen, die die Zucht auf folgende Merkmale selektiert hat:

  • Süßlich-milder Geschmack,

  • große Körner,

  • schwache Behaarung und

  • leicht zu öffnende Hülsen.

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Neuere Sorten stammen aus Nordjapan

Laut Edamame-Pionier Fabian von Beesten ist die wärmeliebende Kultur auch für nördlichere Breiten eine Option. In Nordrhein-Westfalen baut ein Landwirt bereits seit 2015 Edamame an:

Am Oberrhein erzeugt von Beesten mit seinem Unternehmen „Gartensoja“ Edamame-Saatgut in Bioqualität. Für den optimalen Anbau sind humusreiche Böden mit einem neutralem pH-Wert geeignet. Das Saatgut sollte zudem mit Rhizobien geimpft werden, damit die Leguminose Luftstickstoff binden kann und am Ende einen stabilen Eiweißgehalt aufweist.

Besonders eignen sich die Sorten aus der nordjapanischen Insel „Hokkaido“. Die Preise für das Saatgut schwanken je nach Händler zwischen 30 und 50 € je kg. Zu den leistungsfähigsten unter ihnen gehören die neuen Sorten Hokkai Green und Hokkai Black. Die Sorten Green Shell und Summer Shell seien bereits veraltet und von den neueren in Ertrag und Qualität übertroffen, so von Beesten.

Die Edamame-Sorten im Überblick:

Hokkai Green

  • Standort: Sie eignet sich für eine breite Palette von Standorten, vom Kaiserstuhl bis zur Lüneburger Heide.

  • Vorteile: Große, grünliche Samen und reichlicher Ertrag mit üppigen Hülsen und feinem Geschmack zeichnen die Sorte aus. Sie passt sich außerdem gut an das wechselhafte Klima an und hat mit zehn Tagen ein recht breites Erntefenster.

  • Nachteile: Die mittlere Wuchshöhe erfordert eventuell zusätzliche Pflege für optimale Standfestigkeit.

Chiba Green

  • Standort: Chiba Green stammen von einem anderen Züchter als Hokkai Green, sind jedoch ähnlich flexibel und gut geeignet für das deutsche Klima.

  • Vorteile: Die Erträge und Qualitäten sind vergleichbar mit Hokkai Green.

  • Nachteile: Die mittlere Wuchshöhe erfordert eventuell zusätzliche Pflege für optimale Standfestigkeit.

Hokkai Black

  • Standort: Die schwarzkörnige Sorte bevorzugt wärmere Standorte. Landwirte sollten sie nicht zu spät säen, um die längere Reifezeit auszugleichen.

  • Vorteile: Sie hat besonders große, tiefgrüne Kerne mit besonders intensivem Geschmack und überdurchschnittlichem Ertrag – in Nord- und Süddeutschland. Die Pflückreife ist etwa zehn Tage später als bei z. B. Hokkai Green oder Summer Shell.

  • Nachteile: Der große und buschige Wuchs erfordert eine leicht verringerte Saatstärke.

Green Shell

  • Standort: Green Shell zeichnet sich durch eine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche klimatische Bedingungen aus.

  • Vorteile: Sie hat eine frühe Reifezeit und hohe Ertragsfähigkeit bei größeren Körnern als z. B. Summer Shell. Green Shell gilt als gute Einführungssorte für den Edamame-Anbau.

  • Nachteile: Inzwischen wurde sie von neueren Sorten in Ertrag und Hülsengröße übertroffen.

Summer Shell

  • Standort: Auch hier ist der Anbau über verschiedene Klimazonen hinweg möglich, ähnlich wie Green Shell.

  • Vorteile: Durch eine spätere Stärkebildung sind die Erntezeiten länger und flexibler. Sie bietet zudem eine gute Balance zwischen Ertrag und Geschmack.

  • Nachteile: Summer Shell kann in extremen Wetterbedingungen empfindlicher sein als neuere Sorten.

Tanba

  • Standort: Tanba stammt aus Südjapan, wurde unter mitteleuropäischen Bedingungen getestet und zeigte eine zu starke Kurztagsneigung. Sie ist weniger geeignet für deutsche Breitengrade.

  • Vorteile: Sie zeigt ein gewaltiges Wachstumspotenzial unter idealen Bedingungen.

  • Nachteile: Ein sehr später Blühbeginn und Ertrag von winzigen Hülsen erst im Oktober macht sie unpraktisch für den Anbau in Deutschland.

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