Wahlfreiheit

Bundesrat für Aufnahme von Haferdrink in EU-Schulprogramm

Das Schulprogramm der EU soll neben Kuhmilch auch „pflanzliche Drinks“ beinhalten, fordert der Bundesrat. Um mehr Wahlfreiheit zu bieten, sollte es mit Hafermilch losgehen.

Der Bundesrat hält es für wichtig, im Schulprogramm der Europäischen Union neben Milch künftig auch „pflanzliche Drinks“ anzubieten. Die Bundesregierung solle sich zunächst auf europäischer Ebene für eine Erweiterung der Angebotspalette um zum Beispiel Drinks aus regional erzeugtem Hafer einsetzen, heißt es in einer am vergangenen Freitag vom Ländergremium gefassten Entschließung.

Mit diesem Angebot würde man den aktuellen wissenschaftlichen Einschätzungen des Themenkomplexes Ernährung-Nachhaltigkeit-Gesundheit gerecht und könnte zugleich die Wahlfreiheit für die Schüler erhöhen.

Daneben sieht die Länderkammer Nachbesserungsbedarf bei der Ernährungsbildung von Mädchen und Jungen. Zwar leiste das EU-Schulprogramm schon heute einen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung vieler Schüler und zu schulischer Ernährungsbildung. Ergänzend sollten aber spezifische EU-Förderprogramme zur Stärkung der gesunden Ernährung und Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen entwickelt werden.

Damit könne ein substanzieller Beitrag zu einer nachhaltigen Kita- und Schulernährung geleistet werden, die den Zielen der EU-Farm-to-Fork-Strategie Rechnung trage und damit auch „verbindliche Absatzwege für regional erzeugte, ökologische Produkte jenseits von Milch, Obst und Gemüse“ eröffne.


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