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Milchpreise: Verhalten optimistischer Blick für 2024

Weltweite Krisen und das kommende Freihandelsabkommen mit Neuseeland erschweren Preisprognosen. Dennoch wagte Dr. Rudolf Schmidt von der Landesvereinigung Milch NRW einen Blick in die Zukunft.

Lesezeit: 3 Minuten

„Der gute Preis aus dem Jahr 2022 war dringend notwendig, um die schlechten Milchgeldauszahlungen aus den Vorjahren auszugleichen“, erklärte Dr. Rudolf Schmidt bei der Pressekonferenz der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. Dabei blickte er auch auf die aktuelle Berichterstattung während der Aktionswoche des Deutschen Bauernverbands: „Viele Medien berufen sich auf die hohen Erlöse in dem Jahr 2022. Was dabei häufig vergessen wird, ist, dass die Kosten im gleichen Jahr ebenso rasant gestiegen sind.“ Dr. Rudolf Schmidt sprach von Kostensteigerungen auf den Milchkuhbetrieben in Höhe von 30-35 %.

Durschnittlich 43 ct/kg im Jahr 2023

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Für das Jahr 2023 rechnet die Landesvereinigung mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 43 ct/kg. „Der Absturz der Milchpreise im vergangenen Jahr war enorm“, resümierte der Geschäftsführer. Während die Milchpreise im Januar noch sehr hoch waren, fielen sie im Laufe des Jahres teils drastisch.

Auch die Nachfrage nach Milchprodukten ging zurück: Der Absatz von Konsummilch sank im Verlauf von 2020 bis 2023 um rund 18 %. Der Absatz von Biotrinkmilch war ebenfalls rückläufig, allerdings weniger deutlich. Im gleichen Zeitraum stieg die Nachfrage nach Weidemilch und nach Milchimitaten: „Der Konsum von Milchimitaten hat fast den von Biotrinkmilch erreicht“, erklärte Dr. Rudolf Schmidt. Es gebe noch immer Wachstumsraten bei den pflanzlichen Alternativen, allerdings weniger deutlich als in den Vorjahren. Gestiegen ist die Nachfrage nach Butter im Jahr 2023, was der Geschäftsführer auf die gesunkenen Butterpreise zurückführt. Auch die Nachfrage von Joghurt und Käse in der Selbstbedienung verzeichnete leichte Zuwächse.

Wie entwickeln sich die Milchpreise?

„Die Verbraucherpreise sind aktuell nicht mehr so hoch wie 2022“, gab Dr. Rudolf Schmidt einen Überblick. Aktuell (Stand 3. Januar 2024) kostet ein Liter Trinkmilch mit 3,5 % Fett 0,99 €/l im Lebensmitteleinzelhandel. Weidemilch kostet bei Aldi 1,25 €/l.

EU-weit lieferten Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres rund 123.000 Mio. t Milch an. Deutschland ist nach Frankreich und den Niederlanden der größte Milchproduzent in der Europäischen Union. 2023 lieferte Deutschland 2 % mehr Milch als 2022, Frankreich lieferte 2,7 % weniger Milch als im Vorjahr und die Niederlande 1,8 % mehr als 2022.

Verhalten optimistischer Blick in die Zukunft

Im Exportmarkt scheint die Nachfrage aus China wieder an Bedeutung zu gewinnen. „Eine Vorhersage für die Milchpreisentwicklung in diesem Jahr ist aufgrund der weltweiten Krisen sehr schwierig zu treffen“, erklärte Dr. Rudolf Schmidt. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr das Freihandelsabkommen mit Neuseeland in Kraft tritt. Dennoch blickte der Geschäftsführer verhalten optimistisch auf das kommende Jahr: „Wir gehen von einem höheren Milchpreis aus als im Vorjahr. Abzuwarten bleibt, wie sich die Produktionskosten entwickeln.“

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