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Hof zukunftsfähig gemacht

Nestlé Klimafarm: Mit Güllemanagement den CO2-Fußabdruck der Milch senken

Auf einer Klima-Milchfarm in Nordhessen testet Nestlé zusammen mit Hochwald und der Hochschule Nürtingen-Geislingen, wie ein Milchviehbetrieb auf möglichst Netto-Null-Emissionen kommt.

Lesezeit: 3 Minuten

Klimafreundlichere Milch durch ein verbessertes Güllemanagement, darauf legt Nestlé inzwischen wert und investiert in die Reduktion des CO2eq-Fußabdrucks. Hier kommt die Milcherzeugung ins Spiel, wo sich offenbar viel sparen lässt.

Gemeinsam mit Partnern und Experten will Nestlé Deutschland auf einer Klima-Milchfarm in Nordhessen herausfinden, welche Maßnahmen effektiv zur Vermeidung, Reduzierung und Speicherung von Treibhausgasen in Milchviehbetrieben beitragen und welche Möglichkeiten beispielsweise der Einsatz eines Entmistungsroboters oder die Errichtung einer Biogasanlage im Bereich Güllemanagement bieten.

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Für mehr Tierwohl und eine klimafreundlichere Milcherzeugung

Auf der 2021 gestarteten Klima-Milchfarm setzt sich das Unternehmen nach eigener Aussage gemeinsam mit der Molkerei Hochwald und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen dafür ein, den Milchviehbetrieb von Familie Frese durch das Vermeiden, die Reduzierung und Speicherung von Treibhausgasen rechnerisch auf möglichst Netto-Null-Emissionen bringen.

15,8 % der Treibhausgase, die derzeit auf der Klima-Milchfarm von Mario Frese entstehen, werden durch das Güllemanagement verursacht: Wenn Kot und Harn auf den Bodenflächen im Laufstall zusammenkommen, entsteht das indirekte Treibhausgas Ammoniak. Ammoniak breitet sich in der Atmosphäre aus und lagert sich in Ökosystemen ab, wo es dann zu Nährstoffanreicherungen kommt. Es kann zudem zur Bildung von Lachgas kommen, welches eine starke Treibhausgaswirkung aufweist.

Um möglichst viele Ammoniak-Emissionen auf seinem Hof zu vermeiden, setzt Landwirt Mario Frese viele unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Güllemanagement um. Hierzu gehören:

  • Aus Gülle wird Strom: Durch die Lagerung von Harn und Kot in abgedeckten Güllelagern wird die Freisetzung von gasförmigen Emissionen verringert. Beim Betrieb einer Biogasanlage entsteht aus der Gülle durch Vergärung Methan, welches verstromt wird. Die anfallende Wärme kann zusätzlich genutzt werden.



    Auch der Einsatz von Güllezusätzen, die beispielsweise in Pulverform in das Güllelager eingerührt werden, kann zur Verringerung der Ammoniak- und Methanemissionen beitragen. Landwirt Mario Frese wird eine Abdeckung für sein Güllelager anschaffen und hat bereits einen Güllezusatz getestet. Zudem ist der Bau einer Biogasanlage für seinen Hof in Planung.
  • Einsatz eines Entmistungsroboters: Um die Entstehung von gasförmigen Emissionen zu vermeiden, kann ein Entmistungsroboter eine große Unterstützung sein. Der elektrisch betriebene Roboter sammelt rasch Kot und Harn im Stall ein, sodass die entstehenden Gase nicht in die Luft entweichen.



    Auch kommt so weniger Schmutz an die Klauen und Euter der Tiere, was mögliche Entzündungen vorbeugt und somit einen positiven Einfluss auf deren Gesundheit ausübt. Noch ist der fleißige Helfer nicht im Stall, aber schon bald fährt er dort seine Runden.
  • Von Einzel-PVC-Kälber-Iglus zu stabilen Kälberhütten: Neue Kälberhütten ermöglichen die Trennung von Kot und Harn, was die Bildung von gasförmigen Emissionen verringert und das Tierwohl steigert. Auf Marios Hof wurden bereits neue Hütten aufgestellt und eine Ableitung der entstehenden Jauche in sein Güllelager installiert.



    Ein weiterer Pluspunkt: Durch flexible Trennwände können die Kälber in Kleingruppen gehalten und frühzeitig sozialisiert werden.

Serie

Obiger Bericht war Teil 4 einer Serie von Nestlé. Die anderen Teile finden Sie hier:

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