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Warum Gastronomen häufig zu Rindfleisch aus dem Ausland greifen

Gastronomen greifen häufig zu Rindfleisch aus dem Ausland. Offenbar kann deutsches Fleisch die Anforderungen nicht erfüllen. Woran das liegt und was die Lösung sein könnte, erklärt Andreas Pelzer.

Lesezeit: 2 Minuten

Beim Gesamtbetrieblich Haltungskonzept geht es nicht nur um Kühe, sondern auch um die Haltung von Bullen. Andreas Pelzer, stellvertretender Leiter von Haus Düsse, erklärt, über welche Themen die Arbeitsgruppe diskutiert.

Herr Pelzer, warum ist das Thema Qualitätsrindfleisch von Holsteinbullen gerade jetzt relevant?

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Pelzer: Es geht nicht nur um Holsteinbullen, sondern generell um die Bullenmast. Seitdem der KTBL-Leitfaden mit neuen hohen Platzanforderungen für die Bullenmast erschienen ist, ist das Thema zunehmend in den Fokus gerückt. Auch beim Gesamtbetrieblichen Haltungskonzept beschäftigen wir uns zurzeit intensiv damit. Ein Besuch in Dänemark hat gezeigt, dass die ­Haltung von Bullen auch anders geht als hier bei uns. Spätestens da hat sich die Frage gestellt, ob wir in Deutschland auf dem richtigen Weg sind.

Sind wir in Deutschland also auf dem falschen Weg?

Pelzer: Wir haben entlang der ge­samten Wertschöpfungskette gefragt, welche Anforderungen die verschie­denen Partner an Rindfleisch stellen. ­Einen Stein ins Rollen haben vor allem Gastronomiebetriebe gebracht: Sie fordern Rindfleisch, das durchgängig die gleiche Qualität in Bezug auf Herkunft und Lagerzeit hat. Das bekommen sie aber in Deutschland nicht, weshalb sie z. B. irisches Rindfleisch kaufen.

Woran liegt das?

Pelzer: Das Problem ist die EU-weit gültige EUROP-Maske, die Körperfülle und -gewicht, aber nicht Fleischqualität berücksichtigt. Anders als in den USA und der Schweiz. Die Tiere haben dort Schlachtgewichte von 650 kg. Hier bei uns sind es bis zu 150 kg mehr. Am Ende verbrauchen wir ­dafür viele zusätzliche Ressourcen.

Was könnte die Lösung sein?

Pelzer: Die EUROP-Maske lässt sich so schnell nicht ändern. Was wir ­machen können, ist gemeinsam mit der gesamten Wertschöpfungskette Strategien zu entwickeln und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Die größte Frage, die wir uns stellen müssen, ist, wie wir Kunden zufriedenstellen können. Auch die Haltung wird eine Rolle spielen. Wir brauchen ­intelligente Lösungen, auch um die Baukosten zu senken. Wichtig ist mir, dass sich die Diskussion nicht nur um den letzten Quadratmeter dreht. Ich bin ­sicher, dass deutsches Rindfleisch eine Zukunft hat.

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