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topplus Fütterungskonzept

TMR trotz Melkroboter

Das Kraftfutter soll Kühe animieren, zum Melkroboter zu gehen. Doch Familie Schapmann hat das Lockfutter deutlich reduziert und so die Tiergesundheit und Milchleistung verbessert.

Lesezeit: 3 Minuten

"Als unser Tierarzt den Vorschlag machte, das Kraftfutter am Roboter deutlich zu reduzieren, dachte ich erst: Das kann nicht funktionieren“, be­richtet Markus Schapmann. Schließlich war der Milcherzeuger aus Ost­bevern (Nordrhein-Westfalen) unzufrieden mit der Lauffreudigkeit der Kühe. Trotzdem probierte er es aus und stellt fest: „Die Kühe laufen sogar besser!“

Markus Schapmann bewirtschaftet den Betrieb mit etwa 120 Milchkühen und Futterbau gemeinsam mit seiner Frau Reinhild. Die gelernte Kinderkrankenschwester ist täglich im Stall und für viele Aufgaben verantwortlich. Markus Schapmann arbeitet mit einer halben Stelle bei der landwirtschaftlichen Buchstelle BSB. Unterstützt werden sie von Senior Bernhard Schapmann sowie den drei Kindern (13, 15 und 17 Jahre) und einer Aushilfe.

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Sie melken mit zwei DeLaval-Robotern. Vor sechs Jahren stellten sie auf eine Kompakt-TMR um. Das heißt: kürzere Häcksellängen, längere Mischzeiten und Wasserzugabe. „Die Kühe sollen mehr fressen, was eine Trockensubstanz-Aufnahme von rund 26 kg belegt, und nicht selektieren können. Das reduziert pH-Wert-Schwankungen im Pansen“, sagt Markus Schapmann.

3 kg Kraftfutter für alle

Hohe Kraftfuttermengen am AMS stehen im Gegensatz dazu. Deshalb ließen sich Schapmanns auf den Vorschlag seines Tierarztes, Dr. Arnd Grottendieck, ein. Früher erhielten die Kühe abhängig von der Leistung bis zu 6 kg am Tag. Heute bekommen alle Kühe 3 kg Kraftfutter, bzw. etwa zwei Wochen vor dem Trockenstellen 1,5 kg. Die Pellets am Roboter sind sehr schmackhaft und bestehen zu je 30 % aus Körnermais, Zuckerrübenpress­schnitzel und Raps, plus etwas Melasse.

Die Futtertischration ist für 33 kg Milch kalkuliert. Eine rechnerisch nicht ausgefüttert Kuh muss also mit einer höheren Futteraufnahme ausgleichen. „Vielleicht ist der Laktationspeak etwas niedriger. Doch das holen wir über die Persistenz wieder rein“, sind sich die Betriebsleiter sicher.

Zudem hat sich die Gesundheit der Kühe verbessert. „Der Kot ist extrem gleichmäßig geworden und auch Klauenerkrankungen sind seltener“, sagt Reinhild Schapmann. Die Milchleistung stieg seit der Umstellung auf Kompakt-TMR bzw. Voll-TMR um jeweils rund 1.000 kg auf heute 12.600 kg bei im Schnitt 2,6 Melkungen/Tag.

Neben dem stabilen Pansen-pH-Wert ist ein weiterer Vorteil der konstanten Kraftfuttergaben: Das regelmäßige Anpassen und Überwachen von Kraftfutterkurven entfällt. Damit sei das Füttern wesentlich einfacher geworden.

Allerdings muss ein im Schnitt höherer Kraftfuttereinsatz einkalkuliert werden. Und Markus Schapmann betont: „Man muss aufpassen, dass die Kühe am Ende der Laktation nicht verfetten. Daher stellen wir im Zweifel auch zwölf Wochen trocken.“

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