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So können Landwirte Milchfieber vorbeugen

Jede zweite Mehrkalbskuh leidet unter subklinischem Milchfieber. Die Folgen für Gesundheit und Milchleistung sind vorprogrammiert. Wie lässt sich dem in der Trockensteherration vorbeugen?

Lesezeit: 2 Minuten

Milchfieber ist mehr als eine festliegende Kuh. Denn während klinische Fälle nur bei rund 3 bis 7 % der Kalbungen vorkommen, tritt subklinisches Milchfieber bei mehr als 50 % der Kalbungen von Mehrkalbskühen auf. Die Folge sind die typischen Erkrankungen zu Laktationsstart, wie Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerung oder Fruchtbarkeitsstörungen. Das machte Prof. Walter Grünberg (Uni Gießen) beim Kongress der Praktizierenden Tierärzte (bpt) in München deutlich.

Kalzium und Phosphor in der Trockensteherration reduzieren?

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Verschiedene Fütterungskonzepte für die Trockenstehphase sollen den Kalzium (Ca)-Mangel (weniger als 2 bis 2,2 mmol Ca/l Blut) zu Laktationsstart vorbeugen. So soll z.B. ein reduzierter Ca-Gehalt in der Trockensteherration das Mobilisieren von körpereigenem Kalzium stimulieren. „Das bedeutet weniger als 4 g Ca/kg TM. Praktisch ist das kaum, weil auch die Grundfuttersilagen Kalzium liefern“, so Grünberg.

Auch reduzierter Phosphor (P) -Gehalt soll das Mobilisieren von Ca nach dem Kalben verbessern. Allerdings ist es auch hier in der Praxis schwierig Rationen mit einer negativen P-Bilanz von weniger als 1,7 g P/kg TM zu erreichen. Dafür wären laut Grünberg P-Binder nötig. „Vermieden werden können aber hohe Phosphor-Gehalte von mehr als 4 g/kg TM in den letzten Wochen der Trächtigkeit. Denn das erhöht das Risiko von Milchfieber“, sagt Grünberg.

Das früher propagierte Konzept von einem angepassten Ca-P-Verhältnis – mit reduziertem Ca- und erhöhtem P-Gehalt in der Trockensteher-Ration – ist somit nicht mehr zu empfehlen.

Kalium-Gehalt reduzieren - Vorsicht bei sauren Salzen!

Auch Kalium (K) beeinflusst den Kalzium-Haushalt der Milchkuh: Hohe Konzentrationen in der Trockensteherration erhöhen das Milchfieber-Risiko. Besonders bei Weidehaltung oder Grassilage-betonten Rationen kann mehr Kalium enthalten sein, erklärt Grünberg. Erhöhte K-Gehalte sieht er besonders in Kombination mit dem Fütterungskonzept DCAB, sogenannter saurer Salze, kritisch: „Dann sind sehr große Mengen anionischer Salze nötig, um das Kalium auszugleichen. Das wirkt sich negativ auf die TM-Aufnahme aus und kann die Kuh sozusagen vergiften.“

Mehr Tipps für einen gesunden und leistungsstarken Start in die Laktation gibt Prof. Walter Grünberg beim top agrar-Dairy Event am 7. und 8. November. Bis zum 31.10. können Sie sich noch anmelden: www.topagrar/dairyevent2023

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