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CCM-Ernte: 10 Tipps für die optimale Konservierung

Damit Corn-Cob-Mix (CCM) eine hohe Futterqualität aufweist, gibt es bei der Ernte und Lagerung einiges zu beachten. Zehn Tipps, wie Sie den Mais perfekt einsilieren.

Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Jochen Krieg ist Fütterungsexperte bei der Landwirtschaftskammer NRW. Hier seine Tipps für die optimale Ernte und Konservierung von CCM:

1. TM-Gehalt

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Der optimale Erntezeitpunkt von Körnermais für CCM ist erreicht, wenn der Trockenmasse (TM)-Gehalt des Kolbens 60 bis 64 % beträgt. Die Körner lassen sich dann nicht mehr mit dem Finger eindrücken und die Milchlinie liegt bei 75 % des Korns oder tiefer.

2. Spindelanteil

Gewollt ist ein Spindelanteil von unter 10 %. Darüber nimmt die Energiedichte ab und die Gefahr von Mykotoxinbelastungen steigt. Über 15 % sollte er jedoch nicht steigen.

3. Vermahlungstem­peratur

Hohe Temperaturen beim Vermahlen gilt es zu vermeiden. Die Mühle sollte deshalb nicht zu schnell beschickt werden. Denn sonst kann beim Einlagern Kondenswasser entstehen, das den Verderb des CCM begünstigt.

4. Vermahlungsgrad

Die Maiskörner dürfen nicht zu fein vermahlen werden, damit die Schweine keine Magengeschwüre bekommen. Gutes CCM ist gries-artig und gleichmäßig körnig. Den Vermahlungsgrad können Sie mithilfe eines Schüttelsiebs kon­trollieren. Mehr als 80 % der Teilchen sollten kleiner als 2 mm sein, maximal 55 % der Partikel unter 1 mm. Sind die Partikel sehr grob, deutet das auf ein defektes oder zu grobes Sieb in der Mühle hin.

5. Konservierungsmittel

Damit das CCM auch im Frühjahr und Sommer noch hygienisch stabil ist, sollten Sie beim Silieren Konservierungsmittel zufügen. Die Mittel beschleunigen den Gärverlauf anfänglich, indem sie den pH-Wert im CCM absenken. Unerwünschte Keime können so nicht mehr überleben. Außerdem ­fördern sie, je nach Produkt, die aerobe ­Stabilität des CCM. Dadurch erwärmt sich die Silage nach dem Anschneiden weniger und verdirbt nicht so schnell.

6. Silo vorbereiten

Die Silowände ­sollten möglichst glatt und sauber sein. Dazu waschen Sie die Wände zunächst mit ­einem Hochdruckreiniger. Anschließend können Sie die Wände mit ­Silofarbe ­streichen oder mit ­Epoxydharz beschichten, um sie vor Säure zu ­schützen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Beton porös wird und Teile davon ins Futter gelangen.

7. Silo verdichten

Für eine optimale Konservierung ist die Bildung von Milchsäure wichtig. Um den dafür notwendigen Luftabschluss sicherzustellen, müssen Sie das Silo in dünnen Schichten zügig befüllen und das CCM sorgfältig verdichten. Das gilt auch für die Randbereiche, um Fehlgärungen, Hefe- und Schimmelbildung zu vermeiden.

8. Silo verschließen

Anschließend müssen Sie das Silo schnellstmöglich luftdicht verschließen. Zunächst breiten Sie dazu eine dünne Unterziehfolie auf dem CCM aus, die an den Wänden gut anliegt. Dann klappen Sie die Folie an den Seitenwänden zur Mitte, um auch die Ränder vor Luft- und Schmutzeintrag zu schützen. Anschließend legen Sie darauf eine zweite, schwerere Folie zum Abdichten. Ein zusätzliches Netz schützt vor Vögeln. Zum Beschweren bieten sich Säcke an, die mit Split gefüllt sind und sich bei Regen nicht vollsaugen. Aber auch Reifen oder Betongewichte eignen sich.

9. Laboruntersuchung

Bevor Sie das Silo öffnen, muss das CCM mindestens sieben Wochen durchsilieren. Um den Futterwert sicher beurteilen und die Ration planen zu können, sollten Sie das durch­silierte CCM vor dem Verfüttern im Labor untersuchen lassen.

10. Vorschub

Nach dem Anschneiden sollte der Vorschub idealerweise 2,5 bis 3 m pro Woche betragen. Dabei ist auf eine glatte Anschnittfläche zu ­achten. Heruntergefallenes CCM oder Schimmelstellen sollten Sie nicht verfüttern. ●

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