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So beeinflusst die Schweinegenetik das Schwanzbeißen

Schwanzbeißen bei Schweinen entsteht nicht nur durch äußere Einwirkungen. Einen entscheidenen Einfluss hat auch die genetische Abstammung der Tiere.

Lesezeit: 2 Minuten

Schwanzverletzungen bei gleichzei­tigem Kupierverzicht zu vermeiden, stellt aktuell eine der größten Herausforderungen für die Schweineproduktion dar – nicht nur in Deutschland. Denn Untersuchungen zeigen, dass das reine Beißen nur einen Teil des ­Gesamtproblems erklärt. Zudem ist nicht nur der Schwanz der Tiere von Verletzungen betroffen, sondern auch Ohren, Zitzen, Nabel, Kronsaum, ­Ballen und Klauen der Schweine.

Dahinter steckt in erster Linie ein endogenes Problem, das nicht durch äußere Einwirkungen entsteht, sondern aus dem Körper selbst her­vorgeht. Wissenschaftler sprechen vom Entzündungs- und Nekrose­syndrom des Schweins, kurz SINS.

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Bakterien als Auslöser

Auslöser des Syndroms sind ver­mutlich bakterielle Produkte, die aus dem Darm der Tiere in den Organismus übergehen, hier das Abwehrsystem triggern und zu Durchblutungsstörungen in den oben genannten Organen bzw. Extremitäten führen. Äußere Einflüsse wie eine nicht optimale Wasserversorgung, zu wenig Rohfaser oder Mykotoxine im Futter können das Problem verschlimmern.

Einfluss der Abstammung

Neuere Untersuchungen, die Prof. Gerald Reiner von der Uni Gießen kürzlich während einer Tierärztetagung in Hannover vorstellte, belegen zudem einen deutlichen genetischen Einfluss. Ferkel von Sauen, die mit Mischsperma unterschiedlicher Eber belegt wurden, waren ganz unterschiedlich von Entzündungen und ­Nekrosen (SINS) betroffen.

Während die Nachkommen der bislang untersuchten Duroc-Eber nur vereinzelt an Entzündungen litten, traten bei ihren Pietrain-Halbgeschwistern ganz massive Veränderungen auf – ­einschließlich Nekrosen. Aktuelle ­amerikanische Studien weisen auf eine SINS-Erblichkeit von 20 % hin.

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