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LWK Niedersachsen

Aufgabewelle von Schweinehaltern durch Haltungskennzeichen befürchtet

Die Haltungskennzeichnung setzt die Schweinehalter unter Druck, weil die unteren Stufen ins Abseits geraten könnten. Für den teuren Tierwohlumbau fehlt den Bauern aber oft das Geld.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen warnt, dass nicht wenige Betriebe nach Einführung der Haltungskennzeichnung auf dem Fleisch das Handtuch werfen dürften. Laut Kammer-Vizepräsident Hermann Hermeling - selbst Schweinehalter - umfasst die Kennzeichnung fünf Stufen und gilt zunächst nur für frisches Schweinefleisch.

Der Lebensmittelkonzern Aldi hat bereits angekündigt, bis 2030 sukzessive nur noch die höheren Haltungsstufen mit mehr Tierwohl, beziehungsweise aus Biohaltung, anbieten zu wollen, berichtet dazu der NDR.

Umbau rechnet sich nicht

Um eine höhere Haltungsstufe zu erreichen, müssen Ställe umgebaut, mehr Platz für die Tiere geschaffen und idealerweise muss für Frischluft und Auslauf gesorgt werden. Der NDR sprach dazu mit Landwirtin Stephanie Barlage aus Dinklage im Landkreis Vechta. Sie sagte, dazu gerne bereit zu sein, aber sie müsse ihre Umbauten erst einmal genehmigt bekommen und außerdem sicher sein, dass sie ihre Tiere auch weiterhin vermarkten kann. Barlage fürchtet, dass sich ein Umbau für sie wirtschaftlich nicht rechnet. Schließlich müssten die Verbraucher im Supermarkt dann auch bereit sein, höhere Preise zu zahlen.

Wirtschaftsjahr 2022/2023 brachte noch Gewinnzuwachs

Bei der Kammerversammlung in Oldenburg am Donnerstag stellte Präsident Gerhard Schwetje außerdem die neuesten Geschäftszahlen vor. Demnach haben die niedersächsischen Landwirte das zurückliegende Jahr mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Der Boom auf dem Milchmarkt, international steigende Preise für Getreide und sinkende Schweinebestände führten zu einer deutlichen Steigerung der Gewinne in allen Betriebsformen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe, zitiert der NDR Schwetje.

Jeder einzelne Betrieb machte im Schnitt fast 150.000 € Gewinn, heißt es. Das entspricht einer Steigerung von fast 50 % im Vergleich zum Vorjahr.

Vor allem Milchviehbetriebe hätten hohe Gewinne erzielt. Im Durchschnitt bekamen sie 55 Cent pro Kilogramm Milch, das sind 12 Cent mehr als im Vorjahr.

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