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Familienbetriebe Land und Forst

Brüsseler Reduktionspläne: Pflanzenschutz-Totalverbote kosten Ernährungssicherheit

Der Verband der Familienbetriebe Land und Forst warnt vor den Folgen der EU-Pflanzenschutzpläne für die Lebensmittelversorgung. Eine Informationskampagne soll nun die Verbraucher mit ins Boot holen.

Lesezeit: 3 Minuten

Auch, wenn die Regel wackelt, sieht die von Brüssel geplante Verordnung zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR) in ihrer aktuellen Fassung immer noch ein Totalverbot des chemischen Pflanzenschutzes in sogenannten Sensiblen Gebieten vor. Nach Einschätzung der Familienbetriebe Land und Forst (FABLF) wäre das allerdings ein gewaltiger Fehler, der die Ernährungssicherheit der EU in die Zeit vor der Grünen Revolution zurückkatapultieren würde.

Elverfeldt: Unabhängige Versorgung ohne Pflanzenschutzmittel unmöglich

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Der Verband warnte heute vor einem deutlichen Rückgang der Erntemengen und einer Gefährdung der heimischen Lebensmittelversorgung durch die EU-Pläne zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, sollte das Totalverbot in der endgültigen SUR Bestand haben. „Die sichere, unabhängige und dabei klimaschonende Versorgung der Bevölkerung mit heimischen Produkten ist ohne Pflanzenschutz nicht möglich“, verdeutlichte Max von Elverfeldt, der Bundesvorsitzende der FABLF. Die pauschalen Verbotspläne aus Brüssel führen ihm zufolge zu massiven Ernteeinbußen, einer Verlagerung der Produktion ins Ausland und Schwächung der Landwirtschaft. Nach seinen Worten „spielt die EU mit dem Feuer“, wenn sie solche ideologischen Ideen verfolgt.

In Verbotszonen nur noch Futteranbau

Laut dem FABLF kommen Studien zu dem Ergebnis, dass von dem Verbot 31 % der deutschen Anbauflächen betroffen wären, in NRW sogar über 90 %. Ohne Pflanzenschutz würden demnach beispielsweise 80 % weniger Spargel oder 39 % weniger Raps geerntet. Anbauvielfalt ginge verloren, da nur noch robuste Kulturen wie Futtergetreide, Mais oder Futtergras angebaut werden. „Heimische Produkte werden knapper und damit teurer. Die Zeche zahlen am Ende die Verbraucher“, so Max von Elverfeldt.

Nach seiner Darstellung wenden sich die Familienbetriebe Land und Forst nicht grundsätzlich gegen eine weitere Reduzierung von Pflanzenmittel. Allerdings sei der Weg des Kommissionsentwurfs falsch. „Weniger Pflanzenschutz erreichen wir durch mehr Effizienz und innovative Techniken, aber nicht durch pauschale Vorgaben und Verbote aus Brüssel“, so von Elverfeldt. Die Betriebe hätten ein eigenes Interesse daran, Pflanzenschutzmittel so sparsam wie möglich einzusetzen.

Kampagne für bedarfsgerechten Pflanzenschutz

Um auch in der Bevölkerung ein Bewusstsein für diese Gefahren zu wecken, hat der Verband der Familienbetriebe Land und Forst heute den Startschuss für seine Kampagne „Pflanzen schützen. Zukunft sichern.“ gegeben. Darin spricht sich der Verband für einen integrierten, bedarfsgerecht ausgestalteten Pflanzenschutz aus. Der Vorschlag der EU-Kommission im Rahmen des Green Deals zur Sustainable Use Regulation, kurz SUR, würde dagegen nicht nur einen gravierenden Eingriff in die Bewirtschaftung und Kulturlandschaft bedeuten, er hätte weitreichende Folgen für und Verbraucher.

Die Kampagne „Pflanzen schützen. Zukunft sichern.“ soll darauf, aber auch auf die vielfältigen Folgen pauschaler Regulierung aufmerksam machen. Zahlen und Statistiken zeigen laut FABLF, was der Entwurf für die Ernährung bedeutet. Und Einblicke in die praktische Arbeit der Betriebe machen deutlich, wie ein verantwortungsvoller, effektiver Pflanzenschutz funktioniert und welchen Stellenwert er für die Versorgungssicherheit hat.

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